Menschenkette wirbt für gemeinsames Abendmahl

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München - Mit einer Menschenkette zwischen der evangelischen Matthäuskirche und dem katholischen Liebfrauendom in München haben katholische Reformgruppen für eine Abendmahlsgemeinschaft mit Protestanten geworben.

Auf dem rund ein Kilometer langen Weg zwischen den beiden Gotteshäusern in der Innenstadt versammelten sich am Samstag nach Angaben der Reformbewegung "Wir sind Kirche" bis zu 2000 Menschen, um Hand in Hand Fortschritte in der Ökumene einzufordern. Die Menschenkette solle ein "sichtbares Zeichen" für den Wunsch nach einer gemeinsamen Mahlfeier sein, betonten die Organisatoren.

Kirchentag in München

Kirchentag in München

Beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München war von der katholischen Amtskirche erneut gefordert worden, zumindest die Eucharistische Gastfreundschaft zu akzeptieren, wonach auch Gläubige anderer christlicher Konfessionen zur Teilnahme an der Eucharistie eingeladen werden können.

Wie der Bayerns evangelischer Landesbischof Johannes Friedrich erklärt hatte, gebe es auf theologischer Ebene keinen Klärungsbedarf mehr. "Es fehlen nur die Taten." Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat das Problem nach eigenen Angaben in Rom angesprochen und werde in dieser Frage weiterbohren. Es seien aber noch eine Reihe theologische Klärungen hierfür notwendig.

Am Freitagabend hatten Reformgruppen zu einer alternativen, von Laien geleiteten Mahlfeier eingeladen. Um theologische Konflikte zu umgehen, bezogen sich die Organisatoren des "Gedächtnismahls" ausdrücklich nicht auf den biblisch überlieferten Bericht vom letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, sondern auf die im Matthäus-Evangelium geschilderte Brotvermehrung.

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