Eiszeit-Pause im Chiemgau

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Rohrdorf/Landkreis - Mitten in der Eiszeit soll es im Chiemgau fast schon mediterranes Klima gegeben haben. Dies ergab nun eine historische Pollenprobe.

Eine kleine archäologische Sensation kam nun bei Untersuchungen des Landesamtes für Umwelt (LfU) heraus, berichtet die Chiemgau-Zeitung am Freitag. Durch einen "geologischen Glücksfall" wurde in einem Graben bei Rohrdorf ein eiszeitlicher Boden gefunden, der bis in die Gegenwart erhalten blieb. Darin wurden etwa 200.000 Jahre alte Pollen eines Zürgelbaums gefunden.

Laut Roland Eichhorn, Leiter des Geologischen Dienstes am LfU, lässt dies auf eindeutiges Tauwetter mitten in der Eiszeit schließen: "Eigentlich sollte es zwischen 325.000 und 120.000 Jahren vor heute ununterbrochen eisig kalt gewesen sein. Jetzt haben wir erstmals Belege, dass damals im Chiemgau fast mediterrane Verhältnisse geherrscht haben müssen - und das vermutlich 10.000 Jahre lang!".

Neben Zürgelbäumen dürfte es auch Eschen, Ulmen, Eichen, Haseln und Hainbuchen gegeben haben.

mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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