Maxlrain im Zeichen des Ritterschlages

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Vier edle Recken kämpften um die Gunst einer holden Jungfrau: Hoch zu Ross, im vollen Harnisch und lanzenbewehrt gingen die Ritter ans Werk.

Maxlrain- Mehrere tausend Besucher wurden am vergangenen Wochenende von den sechsten Maxlrainer Ritterspielen angezogen.

Während der Samstag im Zeichen des Ritterschlages der neuen Ritter der Maxlrainer Tafelrunde, des großen Ritterturniers in der Arena sowie Schaukämpfen der Fechtgruppe „Fictum“, allerlei artistischer und musikalischer Aktivitäten auf den verschiedenen Bühnen und dem abendlichen Feuerspektakel stand, fanden am Sonntag vor allem zahlreiche Familien bei verbilligtem Eintritt den Weg nach Maxlrain, um einmal das mittelalterliche Leben zu bestaunen oder selbst zu genießen.

Bereits lange vor dem offiziellen Einlass bildeten sich an den Kassen lange Schlangen der meist in „Gewandung“ gekommenen Besucher und als die Pforten geöffnet wurden, war sofort Leben im Heerlager der freien Ritter und wilden Horden. Wer noch nicht „gewandet“ kam, der konnte dies an den verschiedenen Ständen nachholen, die von der Ritterrüstung über das Kettenhemd bis hin zu „edlen Tuchen“ für die edlen Recken und holden Maiden alles anboten. Gut frequentiert waren von Anfang an ebenso die „Wurst- und Fleischbrätereyen“ sowie die Tavernen und Drachenschenken, an denen die Mundschenke und Fleischröster Hunger und Durst der „angerittenen“ Besucher stillten.

Ritterspiele in Maxlrain

Derweil hub auf den Musikbühnen durch die Gruppen „Metusa“, Saltatio Mortis“, „Rapalje“, „Feuerschwanz“ und „Saor Patrol" ein stimmgewaltiges Treiben an, das vor allem die jüngeren Besucher zum Mitklatschen und Mitsingen anregte. In Aktion traten auch sofort die Gaukler, Magier und Kämpfer. Dichtgedrängt verfolgten die Freunde des Mittelalters die Aktionen von Kraftjongleur Bagatelli, den Gauklerduos Fozarello und Opus Furore sowie der Fechtgruppe Fictum.

Zuvor hatte Landvogt Eduard von Sonnenberg (Edwin Ball) das Markttreiben feierlich eröffnet und neun Knappen mittels Schwertstreiche zum Ritter der Maxlrainer Tafelrunde geschlagen, denen bescheinigt wurde, dass sie „tapfer in gar manch Scharmützel, trutzig Fechter und durstig Zecher sowie treu Galan den edlen Freyleins und abhold all bürgerlich werkeley“ sind. Zudem „verurteilte“ er drei Vasallen, die Unrechtes getan hatten. Sie wurden - wie im Mittelalter üblich - geteert und gefedert. Ebenfalls dabei all jene, die in den vergangenen fünf Jahren Ritter der Tafelrunde geworden waren. Sie alle verfolgten dann in der Turnierarena, wie vier edle Recken um die Gunst einer holden Jungfrau kämpften. Hoch zu Ross, im vollen Harnisch und lanzenbewehrt gingen die Ritter ans Werk.

Und wie „bei Ritters“ üblich, siegten hier die „Guten“ über den bösen „Gerhard von Löwen“, der auf dem Turnierplatz seinen Geist aushauchen musste. Die dunkle Seite des Mittelalters zeigte dann gegen Mitternacht der große Pestumzug. Der Landvogt verkündete diese vom Heroldsturm herab und sogleich hörte man allerorten lautes Wehklagen und die „Toten“ wurden auf Pestkarren gebettet und vom „Mönch“ Bruder Rictus und allerlei „betendem Volk“ zum Pestfriedhof geleitet.

uhe

Quelle: rosenheim24.de

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