Massen-Gentest soll Kindermord klären

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Das undatierte Polizeifoto zeigt die kleine Michaela Eisch, die im Mai 1985 in München verschwunden war und deren Leiche einen Monat später gefunden wurde.

München - Entlarvt das den Täter? 26 Jahre nach dem Mord an dem Münchner Mädchen Michaela Eisch (8) soll jetzt ein Massen-Gentest stattfinden. Den Ermittlern liegt eine neue Spur vor.

Von Freitag, 08.07.2011, bis Sonntag, 10.07.2011, findet  die Umsetzung eines richterlichen Beschlusses zur freiwilligen DNA-Reihenuntersuchung im Mordfall Michaela Eisch aus dem Jahre 1985 statt. Für die entsprechenden Tage wurden insgesamt 1.750 Männer vorgeladen, die zum damaligen Zeitpunkt im erweiterten Bereich der sogenannten „Maikäfersiedlung“ - dem Wohngebiet des Mädchens - einwohnerrechtlich gemeldet waren, teilt die Polizei mit.

Die Resonanz auf die versandten Einladungsschreiben sei durchwegs positiv gewesen. Zwischenzeitlich konnte von rund 140 Männern aus diesem Kreis eine sogenannte „Speichelprobe“ entnommen werden, weil diese am kommenden Wochenende verhindert seien.

Die Schülerin Michaela Eisch war am 17. Mai 1985 am Nachmittag verschwunden. Die damals Achtjährige war auf dem Weg zum Hauptbahnhof, um ihre Mutter von der Arbeit abzuholen. Diese hatte Michaela erstmals erlaubt, alleine U-Bahn zu fahren. Das Mädchen wurde an diesen Tag noch einmal kurz von zwei Zeuginnen gesehen. Es soll sich in Begleitung eines etwa 30 Jahre alten Mannes befunden haben. Vier Wochen später wurde die Leiche von Michaela gefunden. Sie war missbraucht und ermordet worden.

Quelle: rosenheim24.de

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