Einsatz bei Marktschellenberg 

Forstarbeiter stürzt am Untersberg in Graben - schwere Kopfverletzung

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Marktschellenberg - Zu einem Rettungseinsatz kam es am Montagmittag im Bereich der Toni-Lenz-Hütte bei Marktschellenberg. Ein 70-Jähriger stürzte nach Forstarbeiten mehrere Meter in die Tiefe. 

UPDATE, 18.11 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Am Montagmittag ereignete sich auf dem Eishölenweg zwischen Marktschellenberg und Toni-Lenz-Hütte ein schwerer Unfall. Ein Einheimischer war zusammen mit einem Bekannten mit Aufräumarbeiten von umgestürzten Bäumen, die über dem Eishölenweg lagen, beschäftigt. 

Der 70-jährige Landwirt hatte einen ca. 15 m langen Baumstamm mit seinem Traktor an der Seilwinde gesichert. Plötzlich rutschte der Stamm auf steilem Gelände in nach unten. Durch das gespannte Stahlseil drehte sich der Baumstamm in Richtung des Sicherers und traf diesen an den Beinen. Durch die Wucht des Aufpralles wurde der Mann zunächst gegen den Traktor und in weiterer Folge über einen Abhang geschleudert. Er stürzte ca. 50 m über steiles, ausgesetztes Gelände ab und kam neben einem Bachbett zum Liegen. 

Der Bekannte setzte sofort einen Notruf ab und leistete bis zum Eintreffen der Bergwacht Marktschellenberg Erste Hilfe. Aufgrund der exponierten Lage des Verletzten, konnte er nach notärztlicher Erstversorgung nur durch Seilbergung mittels Rettungshubschrauber geborgen werden. Der Mann hatte nach ersten Erkenntnissen Glück im Unglück. Er zog sich zwar schwere Kopf-, Bein- und Toraxverletzungen zu, er war aber von Anfang an ansprechbar und stabil.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Berchtesgaden

UPDATE, 17.55 Uhr: 

Einsatzkräfte der Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Montagmittag einen nach erster Einschätzung schwer verletzten 70-jährigen Einheimischen gerettet, der bei Forstarbeiten nach dem sturmbedingten Windbruch in der Nähe des Untersberg-Eishöhlenwegs etwa 80 Meter tief über einen Steilhang in einen Graben abgestürzt war. Der Mann hatte sich dabei am Kopf, am Brustkorb und am Fuß verletzt und diverse Schürfwunden zugezogen.

Bei den Arbeiten wurden die Bäume mit der Seilwinde eines Traktors gesichert. Eine Buche kam dennoch ins Rutschen, und dabei spannte sich das Stahlseil der Winde. Der Holzarbeiter wurde durch das Seil am Fuß getroffen, gegen den Traktor geschleudert und anschließend stürzte er den Steilhang zum Bach hinunter

Als gegen 12.15 Uhr der Notruf des zweiten Forstarbeiters einging, stellte sich die Lage zunächst sehr dramatisch dar: Der Mann gab an, dass der 70-Jährige etwa auf halber Strecke des Eishöhlenwegs bei Forstarbeiten Höhe der Mitterkaser-Diensthütte rund 70 bis 80 Meter tief in einen Graben hinabgestürzt und nicht mehr erreichbar sei – er selbst habe aber Rufkontakt zu dem Schwerverletzten. Die Bergretter, darunter auch der Bergwacht-Notarzt, fuhren mit ihrem All-Terrain-Vehicle (ATV) über die Forststraße und wurden vom Melder zur Einsatzstelle geführt, wobei der Arzt über den Graben abstieg und die Erstversorgung übernahm.

„Christoph 14“ brachte dann die Hubschrauber-Notärztin mit einem weiteren Bergretter am 32-Meter-Tau zur Unfallstelle und flog den Patienten später im Luftrettungssack am Tau auf die Wiese am Thorer-Lehen aus. Dort wurde der Mann in den Hubschrauber umgelagert und dann zum Klinikum Traunstein geflogen. 

Die nachgeforderte Reichenhaller Bergwacht tankte den Hubschrauber mit ihrem Kerosin-Anhänger für den Rückflug wieder auf. Insgesamt zehn Einsatzkräfte der Bergwacht waren im Einsatz oder mit weiterer Ausrüstung unterwegs zum Unfallort, da wegen des dichten Bergwalds ein Abtransport per Hubschrauber-Rettungstau zunächst unmöglich erschien, aber dann doch gelang. Ein ebenfalls angeforderter Hubschrauber mit einer 90-Meter-Rettungswinde wurde nicht mehr benötigt.

Pressemeldung BRK BGL

UPDATE, 15.15 Uhr: 

Ein Waldarbeiter ist am Montagmittag bei einem Forstunfall am Untersberg schwer verletzt worden, wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Berchtesgaden auf Nachfrage von BGLand24.de mitteilte. Demnach war der Mann zusammen mit einem Kollegen dabei, Windwurf zu beseitigen. Die Bäume waren vermutlich aufgrund des Unwetters am Freitagabend auf einen Forstweg, der zur Toni-Lenz-Hütte führt, gestürzt. 

Bei den Arbeiten wurden die Bäume mit der Seilwinde eines Traktors gesichert. Eine Buche kam dennoch ins rutschen und dabei spannte sich das Stahlseil der Winde. "Der Holzarbeiter wurde durch das Seil am Fuß getroffen, gegen den Traktor geschleudert und anschließend stürzte der Mann rund 40 bis 50 Meter einen Steilhang hinunter", so der Polizeisprecher. 

Nach dem Sturz kam der Mann in einem Bachbett zum liegen. Er erlitt ersten Erkenntnissen zufolge schwere Kopfverletzungen.  

UPDATE, 14.32 Uhr:

Ein Sprecher der Polizeiinspektion Berchtesgaden bestätigte gegenüber BGLand24.de den Einsatz am Untersberg bei Marktschellenberg. "Genaueres zu dem Unfall könne man allerdings noch nichts sagen", so der Sprecher. Der Mann wurde jedoch mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. 

Erstmeldung 14.17 Uhr:

Laut der Presseagentur aktivnews kam es am Montagmittag zu einem Unfall am Untersberg. Demnach soll eine Person im Bereich der Toni-Lenz-Hütte abgestürzt sein. Der Mann soll dabei gewesen sein, einen Weg zur Eishöhle zu reparieren. Wie es zum Absturz kam, ist unklar. 

Er wurde von der Bergwacht Marktschellenberg gerettet und mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 ins Tal geflogen. Der Mann kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. 

jg/Aktivnews

Quelle: BGland24.de

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