Mähtod bei Wildtieren soll reduziert werden

Kaniber kündigt "Mäh-Knigge" zur Rehkitz-Rettung an

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Schneitzlreuth/Lkr. Berchtesgadener Land - Rehkitze aber auch andere Wildtiere sind bei der aktuellen Heumahd besonders gefährdet. Sie können von den Mähwerken erfasst und verletzt oder getötet werden. Bei einem Vor-Ort-Termin in Schneitzlreuth stellte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber Maßnahmen vor, mit denen Wildtiere besser vor Schäden bewahrt werden können.

Die Pressemeldung im Wortlaut: Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stellt dafür Informationsmaterial zur Verfügung, unterstützt Forschungsprojekte und fördert Schutzeinrichtungen. "Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen um Schäden an den Wildtieren zu vermeiden! Um Rehkitze, Igel, Hasen und Bodenbrüter bei der Mahd zu schützen, stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, die betriebsindividuell eingesetzt werden sollen", sagte die Ministerin. 

In den nächsten Tagen wird der sogenannte "Mäh-Knigge" veröffentlicht. Die Informationsschrift fasst Handlungsempfehlungen für eine tierschonende Mahd zusammen. Beispielsweise werden Mahdtechniken und deren Auswirkungen auf die Wildtiere erklärt. Der Mäh-Knigge richtet sich an alle verantwortlichen Bewirtschafter, Dienstleister und Jäger. 


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Des Weiteren untersucht ein Forschungsvorhaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft die Effizienz des Drohneneinsatzes. Die Fluggeräte werden dazu benutzt, die Flächen nach versteckten Tieren abzusuchen. Die Vergrämungsmaßnahme soll wirkungsvoller werden, die Flächenleistungen und Einsatzmöglichkeiten seien noch immer zu gering. Als dritte Maßnahme wird der Einsatz von akustischen Scheuchen vorangebracht. Dafür wurden Fördermittel von 90.000 Euro bereitgestellt. Damit können rund 800 Scheuchen angeschafft und mit rund 85 Prozent Zuschuss gefördert werden. 

Weitere Informationen zur Wildtierrettung gibt es im Internet

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Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Quelle: BGland24.de

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