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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona-Patient bei Verlegung auf Intensivstation in Kufstein überprüft: Verdacht auf gefälschten Impfnachweis

Corona-Intensivstation Universitätsklinikum Symbolbild
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Intensivstation (Symbolbild).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (4. Dezember) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 1020 (Quelle/Stand: LGL, 3. Dezember, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsrate in Bayern: gesamt 7,8 (Quelle/Stand: LGL, 3. Dezember, 8 Uhr); geimpft 2,6; ungeimpft 15,5 (Quelle/Stand: LGL, 2. Dezember, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 1083 (Quelle/Stand: DIVI, 4. Dezember, 7.15 Uhr)**/***
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 90,9 % (Quelle/Stand: DIVI, 4. Dezember, 7.15 Uhr)****
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 90,8 % (Quelle/Stand: DIVI, 4. Dezember, 7.15 Uhr)****
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 770,5, Landkreis Rosenheim 886,8, Landkreis Traunstein 811,3, Landkreis Berchtesgadener Land 775,0, Landkreis Mühldorf 876,5, Landkreis Altötting 719,2 (Quelle/Stand: RKI, 4. Dezember, 3.48 Uhr)****
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 7774, Landkreis Rosenheim 31.453, Traunstein 24.498, Berchtesgadener Land 14.241, Mühldorf 15.172, Altötting 12.078 (Quelle/Stand: RKI, 4. Dezember, 3.48 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 83, Landkreis Rosenheim 550, Traunstein 270, Berchtesgadener Land 119, Mühldorf 235, Altötting 235 (Quelle/Stand: RKI, 4. Dezember, 3.48 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 450 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Gelb in Kraft
    *** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft
    **** = Liegt die Intensivbetten-Auslastung im Rettungsleitstellenbezirk über 80% und die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/der Stadt bei 300 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Rot in Kraft

Update, 21.14 Uhr - Verdacht auf gefälschten Impfnachweis in Kufstein

Am 2. Dezember gegen 24 Uhr wurde ein 35-jähriger Österreicher aufgrund einer akuten Corona-Infektion im BKH Kufstein ambulant aufgenommen. Aufgrund der Verschlechterung seines Gesundheitszustandes musste er dann auf die Intensivstation verlegt werden.

Gegenüber dem Krankenhauspersonal führte er zunächst an, dass er hinsichtlich Corona geimpft sei, dies aber nicht belegen könne. Der von seiner Mutter für ihn übermittelte QR-Code bestätigte die Doppelimpfung bei der Überprüfung durch die Scan-App.

Wegen seines sich rasch verschlechternden Gesundheitszustandes kamen jedoch Bedenken bezüglich des Impfstatus auf, weshalb seine Mutter abermals kontaktiert wurde. Sie gab schließlich zu, dass ihr Sohn nicht gegen Corona geimpft sei. Zur Herkunft des übermittelten QR-Codes konnte sie keine Angaben machen. Derzeit werden weitere Erhebungen wegen Verdacht der Urkundenfälschung geführt.

Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige an die zuständigen Behörden erstattet.

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Tirol

Update, 20.05 Uhr - Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Februar in Portugal - „weit entfernt von rotem Alarm“

Ungeachtet einer der höchsten Impfquoten in Europa und sogar weltweit verzeichnet auch Portugal schnell steigende Infektionszahlen. Die Gesundheitsbehörden in Lissabon meldeten am Samstag mit 5649 innerhalb von 24 Stunden neu registrierten Fällen den höchsten Wert seit dem 6. Februar (6132). Die Tageszahl der mit Covid-19 verstorbenen Menschen lag demnach bei 22. So viele waren zuletzt den amtlichen Angaben zufolge am 10. März gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Portugal unterdessen von ca. 100 Mitte November auf zuletzt 193. Damit steht das Land, das eine Impfquote von rund 88 Prozent hat, allerdings immer noch deutlich besser da als zahlreiche andere Länder Europas. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Samstag gut 442.

Die linke Regierung in Lissabon betont, man müsse Vorsicht walten lassen. Man sei aber „weit entfernt von einem roten Alarm“, wie Präsidialamtsministerin Mariana Vieira da Silva erst am Donnerstag vor Journalisten erklärte. Vor allem die Situation auf den Intensivstationen sei weiterhin relativ entspannt. 130 Intensivbetten waren zuletzt mit Covid-Patienten belegt. Im vorigen Winter waren es in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern zum Teil mehr als 800 mit Covid-Kranken besetzte Intensivbetten.

Seit Mittwoch sind neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Kraft. Alle Besucher, die auf dem Luftweg einreisen, müssen einen negativen Test vorweisen, auch wenn sie geimpft sind. Geimpfte und Genesene müssen zudem genauso wie Ungeimpfte beim Besuch von Bars und Discos, von Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie von Großveranstaltungen ohne feste nummerierte Plätze einen negativen Test vorlegen. Außerdem wurde wieder eine generelle Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen eingeführt.

Update, 19.16 Uhr - AfD-Chef kritisiert Fackelmarsch vor Haus sächsischer Ministerin

Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) kritisiert. „Friedlicher Protest gegen einen Impfzwang ist ein Grundrecht. Der Schutz der Privatsphäre auch!“, schrieb der aus Sachsen stammende Parteichef am Samstag auf Twitter. „Der Fackelmarsch vor dem Haus von Petra Koepping ist unbedingt zu verurteilen.“

Gegner der Corona-Politik hatten am Freitagabend laut rufend mit Fackeln und Plakaten vor Köppings Wohnhaus in Grimma protestiert. Die Polizei erstattete Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und prüft Verstöße gegen die Corona-Verordnung. Zahlreiche Politiker haben das bereits verurteilt, teilweise wurden Vergleiche zum Auftreten der SA im Nationalsozialismus (siehe Update von 15.57 Uhr) gezogen.

Update, 18.03 Uhr - Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrieren illegal in Berlin

Gegner von Corona-Maßnahmen sind trotz eines erlassenen Demonstrationsverbots am Samstagnachmittag in Berlin auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von einer Teilnehmerzahl im „unteren dreistelligen Bereich“. Die Demonstranten zogen demnach illegal durch Berlin-Friedrichshain.

Es kam zu mehreren Festnahmen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln und wegen Widerstands gegen die Beamten, wie es hieß. Ein Journalist, der die Proteste per Handy filmte, wurde den Angaben zufolge von einem Teilnehmer angegriffen. Dieser habe ihm das Smartphone entrissen. Der Journalist konnte es nach einem Handgemenge zurückerlangen, wie es hieß. Der mutmaßliche Täter müsse sich wegen versuchten räuberischen Diebstahls verantworten.

Eine für Samstag ursprünglich angemeldete Demonstration von Impfgegnern und Corona-Skeptikern mit 1000 geplanten Teilnehmern war am Freitag verboten worden. Grund für das Verbot waren nach Polizeiangaben frühere Erkenntnisse, dass die Teilnehmer regelmäßig die Corona-Regeln ignorieren würden. Das Verweigern des Tragens einer Munde-Nase-Bedeckung gehöre zu dieser Art von Demonstrationen. Ähnliche Demonstrationen waren in diesem Jahr in der Hauptstadt schon mehrfach untersagt worden.

Update, 16.45 Uhr - Ethikratsmitglied gegen allgemeine Impfpflicht: „Euphorie nur schwer nachvollziehbar“

Die Kölner Juraprofessorin Frauke Rostalski, Mitglied im Deutschen Ethikrat, hat sich gegen eine allgemeine Impfpflicht gewandt. Eine solche Maßnahme lasse sich unabhängig vom individuellen Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung nicht rechtfertigen, sagte die 36-Jährige dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (ksta.de und Montag-Ausgabe). Anders sehe das bei den über 60-Jährigen aus.

Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) seien 84 Prozent der Covid-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssten, älter als 50, 63 Prozent älter als 60 Jahre. „Dann drängt sich doch auf, dass man genau diese Menschen schützen muss, um eine Überlastung des Gesundheitssystems auszuschließen“, so Rostalski.

Wenn andere Länder ohne Impfpflicht in der Corona-Krise besser führen als Deutschland, stelle sich automatisch die Frage: „Hat der deutsche Staat wirklich schon alle Instrumente in die Hand genommen, bevor er zur Keule einer Impfpflicht greift? Und da würde ich sagen: Nein. Aber auch unabhängig davon: Eine Impfpflicht für diejenigen, die kein erhöhtes Risiko aufweisen, mit Covid-19 auf der Intensivstation zu landen, lässt sich aus meiner Sicht generell nicht rechtfertigen.“

Bedenken gegen eine allgemeine Impfpflicht seien Ausdruck eines Gespürs, „dass der Staat zu weit geht“, so Rostalski weiter. „Er legt den Bürgerinnen und Bürgern eine Pflicht auf, die - vorsichtig gesagt - fragwürdig ist.“ Sich dagegen zu verwahren, entspreche einer tiefen Überzeugung vom Recht und seiner Geltung.

„Eine allgemeine Impfpflicht gibt es derzeit in Tadschikistan, Turkmenistan und neuerdings auch im Vatikanstaat. Ich weiß nicht, ob das für uns die Vorbilder sein sollten. Die Euphorie, mit der eine derart brachiale Maßnahme nun teilweise in der deutschen Diskussion aufgenommen wurde, ist nur schwer nachvollziehbar“, sagte sie mit Blick auf die Pläne Österreichs für eine allgemeine Impfpflicht.

Eindringlich warnte die Strafrechtlerin und Rechtsphilosophin vor einer weiteren Vertiefung der gesellschaftlichen Spaltung durch Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Angesichts von verbalen Attacken auf eine „Tyrannei der Ungeimpften“ oder ein „Freiheitsgesäusel“ frage sie sich ernstlich, wie viel eine Gesellschaft noch vertragen könne.

Update, 15.57 Uhr - Maßnahmen-Gegner rücken mit Fackeln an: Kretschmann kritisiert „SA-Methoden“ bei Protest in Sachsen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) scharf verurteilt. „Das sind Methoden, die hat die SA erfunden“, kritisierte Kretschmann am Samstag beim Grünen-Landesparteitag in Heidenheim in Erinnerung an die Kampforganisation der NSDAP.

Am Freitagabend hatten laut Polizei etwa 30 Menschen laut rufend mit Fackeln und Plakaten vor Köppings Haus in Grimma protestiert. „Das sind ganz schlimme Entgleisungen“, sagte Kretschmann zum SWR. Fackelaufzüge vor einer Politikerwohnung habe man von der SA im Dritten Reich gekannt.

Kretschmann räumte ein, eine allgemeine Impfpflicht wäre „eine enorme Zumutung“ für die Gegner der Corona-Politik. Doch solchen Demonstranten müssten die Behörden entschieden entgegentreten. „Gegen die werden wir uns als wehrhafte Demokratie zu erweisen wissen“, sagte der 73-Jährige. Er hoffe, dass Ähnliches wie in Sachsen nicht auch in Baden-Württemberg passiere.

Update, 15.20 Uhr - Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes tritt ab und wirbt für Impfung

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) bekommt einen neuen Präsidenten. Amtsinhaber Theo Zellner verabschiedete sich auf der Landesversammlung des BRK am Samstag. „Das ist ein Alter, in dem man loslassen kann“, sagte der 72-Jährige. „Ich habe dieses Amt gerne und aus persönlicher Überzeugung ausgefüllt.“

Zellners Nachfolger soll zusammen mit dem Landesvorstand am Sonntag mittels eines Urnenwahlverfahrens an 23 Standorten in Bayern gewählt werden. Ein Ergebnis soll noch am Sonntagabend vorliegen. Für Zellners Amt haben sich Holger Krems und Angelika Schorer beworben.

Zellner nutzte die Versammlung, um für die Corona-Impfung zu werben. „Wir werden aus diesem ständigen Wellenritt nicht rauskommen, ohne eine höhere Impfquote zu erreichen. Impfen ist Bürgerpflicht und ein solidarischer Akt“, sagte er. Die Schließung der Impfzentren im Herbst kritisierte er dagegen als „Fehler, vor dem ich mit Nachdruck gewarnt hatte“.

Update, 14.42 Uhr - Ampelfraktionen wollen Corona-Hilfsfonds um halbes Jahr verlängern

Die Pläne zur Verlängerung des deutschen Corona-Hilfsfonds um ein halbes Jahr werden konkreter. Die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und FDP planen, den Fonds bis zum 30. Juni auszudehnen, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bislang sind die Hilfen bis zum 31. Dezember möglich. Aus Fraktionskreisen verlautete am Samstag, über den Entwurf solle in der kommenden Woche beraten werden.

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) ist ein wichtiges Instrument der Bundesregierung, um großen Unternehmen direkt zu helfen, die wegen der Corona-Krise in Not sind. So bekam die Lufthansa Hilfen in Milliardenhöhe.

Die Ampelfraktionen, die in der kommenden Woche SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz zum Kanzler wählen wollen, planen zudem, den Umfang der möglichen Hilfen zu kürzen. Bisher konnte der WSF Garantien von insgesamt 400 Milliarden Euro gewähren, um klammen Unternehmen zu helfen und ihre Finanzierung auf dem Kapitalmarkt zu unterstützen. Dieser Umfang soll auf 100 Milliarden Euro verringert werden.

Der WSF darf auch direkt helfen und zum Beispiel Firmenanteile kaufen. Für solche Kapitalisierungsmaßnahmen kann der Fonds bisher insgesamt 100 Milliarden Euro als Kredit aufnehmen. Diese Summe soll auf 50 Milliarden Euro sinken, wie aus dem Entwurf hervorgeht. Dies ist immer noch deutlich mehr als die Summe der bisherigen Rekapitalisierungsmaßnahmen, die laut Wirtschaftsministerium insgesamt etwa 8,8 Milliarden Euro betragen.

Update, 13.40 Uhr - Oktoberfest 2022: Nur mit Einlassbändchen?

Damit das Oktoberfest nächstes Jahr endlich wieder stattfinden kann, sind jetzt auch Einlassbändchen im Gespräch. „Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir keine Wiesn ohne Beschränkungen sehen werden. Wir denken gerade über Oktoberfest-taugliche Zugangskontrollen nach“, sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). „Wir denken über Bändchen nach. Die man unter Vorlage seiner Impfnachweise erhalten kann – für jeden Tag eine andere Farbe. Oder ein Bändchen für 16 Tage. Das ist einfacher zu kontrollieren. Wir müssen noch überlegen, wie wir das mit Spontanbesuchern regeln“, so Reiter.

Zum zweiten Mal in Folge ist die Wiesn dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Längere Pausen gab es in der über 200-jährigen Geschichte des Volksfestes nur in Kriegszeiten. Reiter hatte im Juni gesagt, zwei Jahre ohne Oktoberfest seien genug. Er wolle eine Wiesn 2022. Dazu solle mit Fachleuten ein Konzept erstellt werden. Sechs Millionen Besucher aus aller Welt lockte das größte Volksfest der Welt vor der Pandemie an.

Update, 12.20 Uhr - Auch FC Bayern treffen Geisterspiele hart

Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern, hat die unterschiedliche Zuschauerbeschränkung in Fußballstadien aufgrund der weiter grassierenden vierten Corona-Welle kritisiert: „Die Gesundheit der Menschen steht an erster Stelle, keine Frage. Nun haben wir wieder unterschiedliche Zuschauerzahlen in unterschiedlichen Bundesländern, das ist alles andere als ideal.

In Bayern und Sachsen müssen die Fußball-Clubs wieder ohne Fans spielen (Geisterspiele). In anderen Bundesländern sind noch, wenn auch in geringerer Anzahl, Zuschauer zugelassen. Für den deutschen Rekordmeister seien die erneuten Geisterspiele „ein emotionaler und ein wirtschaftlicher Nachteil“: „Jedes Heimspiel ohne Zuschauer bedeutet für uns einen Einnahmeverlust von mindestens 3,5 Millionen Euro. Das trifft uns sehr hart. Bisher gab es nach unseren Erkenntnissen bei Spielen im Freien unter der 2G-plus-Regel mit Abstand und Maske sehr wenige Ansteckungen, die direkt auf den Stadionbesuch zurückzuführen waren“, sagte Hainer, der den Beschluss der Staatsregierung (rosenheim24.de berichtete darüber) nur bedingt nachvollziehen konnte.

Update, 11.25 Uhr - Neun weitere Todesfälle in der Region

Corona-Todesfälle in Südostbayern (Stand: 4. Dezember 2021).

Zudem wurden in der Region in den letzten 24 Stunden neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert - drei im Landkreis Altötting, je zwei in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein sowie jeweils einer in der Stadt Rosenheim und im Kreis Mühldorf. Nähere Angaben zu Alter, Geschlecht und/oder Wohnort der Opfer machten die zuständigen Behörden bislang nicht.

Update, 10.45 Uhr - Kein Intensivbett im Landkreis Altötting mehr frei

Obwohl sich die Inzidenzen in den Städten/Kreisen der Region tendenziell eher leicht nach unten entwickelt haben (siehe Update 9.15 Uhr), bleiben die Fallzahlen sowie die Klinik-Auslastung in Südostbayern auf einem sehr hohen Niveau. In den letzten 24 Stunden wurden laut RKI insgesamt 779 neue Corona-Fälle dort registriert – 256 davon alleine im Landkreis Rosenheim. 186 Neuinfektionen meldete der Landkreis Traunstein, 130 der Landkreis Mühldorf. Im Landkreis Altötting wurden 98 neue Fälle registriert, gefolgt von 62 in der Stadt Rosenheim sowie 47 im Landkreis Berchtesgadener Land.

Im Rettungsleitstellenbezirk Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim, Landkreis Miesbach) lag die Auslastungsquote der Intensivbetten bei 90,9 Prozent (Stand: 4. Dezember, 7.15 Uhr), was eine minimale Steigerung im Vergleich zum Vortag bedeutet (90,8 Prozent). Im Zuständigkeitsbereich der ILS Traunstein (Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting) stieg die Quote dagegen um über fünf Punkte deutlich an – und zwar von 85,7 auf 90,9 Prozent. Im Landkreis Altötting war beispielsweise zum o.g. Zeitpunkt kein einziges Intensivbett mehr frei.

Update, 9.15 Uhr - Inzidenzen lassen Stadt Rosenheim und zwei Kreise hoffen

Krankenhaus-Ampel in Bayern und 7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 4. Dezember 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Leichte Anstiege wurden aus den Landkreisen Traunstein (von 806,3 auf 811,3) und Altötting (von 705,8 auf 719,2) gemeldet. Laut den neuesten RKI-Daten (Stand: 4. Dezember, 3.48 Uhr) fielen die Zahlen dagegen in Stadt (von 783,1 auf 770,5) und Landkreis Rosenheim (von 957,1 auf 886,8) sowie im Kreis Mühldorf (von 927,2 auf 876,5). Um über 100 Punkte fiel die Inzidenz sogar im Landkreis Berchtesgadener Land – und zwar von 903,8 auf 775,0.

Diese Zahlen machen jetzt vor allem der Stadt Rosenheim sowie den Kreisen Berchtesgadener Land und Traunstein Hoffnung. Hier unterschritt die Inzidenz nun den vierten Tag in Folge die Hotspot-Grenze von 1000. Sollte der Wert auch am Sonntag (5. Dezember) unter 1000 bleiben, könnte ab Montag (6. Dezember) der „Hotspot-Lockdown“ in den genannten Städten/Kreisen aufgehoben werden. rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet (Plus-Artikel). Die Landkreise Rosenheim und Mühldorf lagen am Samstag übrigens den dritten Tag hintereinander unter dem 1000er-Schwellenwert.

RKI meldet knapp 65.000 neue Corona-Fälle

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gestiegen. Das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 442,7 an (News-Ticker Freitag, 3. Dezember). Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,1 gelegen, vor einer Woche bei 444,3 (Vormonat: 183,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 64.510 Corona-Neuinfektionen. Dies geht aus den neuesten RKI-Zahlen hervor (Stand: 4. Dezember, 3.48 Uhr). Vor genau einer Woche waren es 67.125 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne „einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein“, hieß es im RKI-Wochenbericht dazu. Allerdings könnte die Entwicklung „regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein“.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 378 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 303 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.116.070 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,52 an (Donnerstag: 5,47). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 5.058.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 102.946.

mw/mda/dpa

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