Bus fährt in Hauswand: Ursache geklärt!

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Seeon-Seebruck - Am Montagmittag kam ein Linienbus in der Ludwig-Thoma-Straße von der Fahrbahn ab und krachte in eine Hauswand. Ein Rollstuhlfahrer wurde verletzt. **Neu: Polizeimeldung**

Am Montag, den 23. Februar, ereignete sich in Seebruck gegen 13:15 Uhr ein Verkehrsunfall, bei dem ein Linienbus frontal in eine Hausmauer fuhr. Der 46-jährige Busfahrer hielt an der Bushaltestelle in der Ludwig-Thoma-Straße an und stieg aus seinem Bus, um einen 39-jährigen Rollstuhlfahrer zu helfen, mittels der im Bus integrierten Laderampe in den Bus zu gelangen. Offenbar war die Laderampe nicht für das Gewicht des Rollstuhls ausgelegt, wodurch es zu einem Defekt kam und sie sich nicht mehr bewegen lies. Nach Rücksprache mit mehreren Busverantwortlichen versuchte der Busfahrer, durch Abschaltung des Stromkreises die missliche Lage bereinigen zu können. Allerdings löste sich hierbei auch die Haltestellenbremse des Busses, welche bei geöffneten Türen automatisch den Bus bremst. Im Anschluss setzte sich der Bus in Bewegung und rollte etwa 15 Meter bergab, bis er schließlich in der Außenwand eines auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Hauses zum Stillstand kam.

Auf der kurzen Strecke versuchte die 70-jährige Mutter des Rollstuhlfahrers, ihrem Sohn zu helfen. Sie sprang auf die Laderampe, woraufhin beide nach wenigen Metern von dieser stürzten. Beide wurden vorsorglich ins Klinikum Traunstein verbracht. Der Busfahrer erlitt einen Schock. Glücklicherweise befand sich nur noch ein weiterer Fahrgast im Bus, welcher unverletzt blieb.

Am in Mitleidenschaft gezogenen Haus entstand ein erheblicher Sachschaden, da ein tragendes Element der Decke stark beschädigt wurde. Die Feuerwehr musste nach Rücksprache mit einem hinzugezogenen Sachverständigen die Decke abstützen, Einsturzgefahr besteht jedoch nicht. Ebenso wurde die Einrichtung eines Geschäftes, welches sich im Erdgeschoss des Hauses befindet, beschädigt. Eine genaue Schadenshöhe am Haus ist noch nicht zu beziffern, die Reparaturarbeiten werden sich jedoch auf etwa zehn Tage belaufen.

Der Schaden am Linienbus, bei dem die komplette linke Fahrzeugfront sowie die Windschutzscheibe beschädigt wurde, wurde vor Ort auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Der Bus wurde nach Rücksprache mit dem Statiker von der Feuerwehr aus der Hauswand gezogen und von einem lokalen Abschleppunternehmen abgeschleppt. Vor Ort waren etwa 50 Leute der Feuerwehren Seeon und Seebruck sowie eine Rettungsdienstbesatzung gebunden. Die Ortsdurchfahrt von Seebruck war für etwa drei Stunden komplett gesperrt.

Pressemeldung Polizeiinspektion Trostberg

Erstmeldung:

Am Montagmittag hielt ein Linienbus, der zwischen Endorf und Traunstein verkehrt, an einer Haltestellte in der Seebrucker Ludwig-Thoma-Straße, um einem Rollstuhlfahrer die Türen zu öffnen. Es kam zu einem technischen Defekt und die elektronische Bremse löste sich - der Bus fuhr von alleine auf die gegenüberliegende Straßenseite und krachte dort gegen eine Hauswand.

Linienbus kracht in Hauswand

Der Rollstuhlfahrer musste ins Krankenhaus gebracht werden, der Busfahrer erlitt einen Schock. Wie viele Fahrgäste sich zum Zeitpunkt des Aufpralls im Bus befanden, ist bislang nicht bekannt. Der Bus war mit dem Zusatz "Betriebsfahrt" versehen.

kaf

Quelle: chiemgau24.de

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