Ausbau des Skigebiets am Sudelfeld

Sudelfeld: DAV bedauert Gerichtsentscheidung

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Brannenburg/München - Nach dem OK des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs glauben die Liftbetreiber am Sudelfeld kaum noch an größere Stolpersteine im Bezug auf den Skigebietausbau.

UPDATE 15.45 Uhr: Pressemitteilung des DAV

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat am 19. August 2014 die Beschwerde des Deutschen Alpenvereins sowie des Bund Naturschutzes gegen den Gerichtsentscheid des Verwaltungsgerichts vom 3. Juni 2014 zurückgewiesen. Die Beschwerde hatte zum Ziel, die aufschiebende Wirkung einer Klage der beiden Naturschutzverbände gegen den Bau von Beschneiungsanlagen am Sudelfeld wiederherzustellen – damit hätte bis zur finalen Entscheidung des Gerichtes am Sudelfeld nicht weiter gebaut werden dürfen.

Weitere Rechtsmittel sind in dieser Angelegenheit nicht zugelassen; die grundsätzliche Entscheidung fällt nun in der Hauptverhandlung, die zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden wird. Der Bund Naturschutz und der Deutsche Alpenverein bedauern diese Entscheidung sehr. Sie beurteilen die Modernisierung des Skigebietes Sudelfeld als nicht nachhaltige und wenig zukunftsweisende Investition, die gleichzeitig die Entwicklung eines tragfähigen Ganzjahrestourismus behindert.

Leider ist das Gericht der Argumentation der Naturschutzverbände nicht gefolgt und sieht die Modernisierung des Skigebietes nach wie vor als „zwingende Voraussetzung“ für eine wirtschaftliche Entwicklung der Tourismusregion am Sudelfeld. Zumindest einen Teilerfolg können die Naturschutzverbände bislang verbuchen: Der Beschneiungszeitraum wurde von ursprünglich viereinhalb auf dreieinhalb Monate verkürzt. Die Führungsgremien von DAV und BN werden in den nächsten Tagen entscheiden, wie sie mit dieser gerichtlichen Entscheidung weiter verfahren und welche Schritte zu ergreifen sind.

10 Uhr: Liftbetreiber sehen kaum noch Stolpersteine

Das sagte Egit Stadler gegenüber Radio Chairvari, nachdem der Verwaltungsgerichtshof dem Verwaltungsgericht gefolgt ist und ebenfalls die Beschwerde des Deutschen Alpenvereins und Bund Naturschutz zurückgewiesen hat.

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Auch, wenn die Entscheidung über die eigentliche Klage gegen das Projekt noch aussteht. Er gehe davon aus, dass auch nichts mehr kommen wird, so Stadler. Der Verwaltungsgerichtshof begründet seine gestrige Entscheidung damit, dass das öffentliche Interesse und das Interesse der Bergbahnbetreiberin am Fortschreiten der Baumaßnahmen überwiegen.

Quelle: Radio Charivari

Quelle: rosenheim24.de

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