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MVG legt München lahm: Warnstreik sorgt für Verkehrschaos 

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Warnstreik bei Münchner Bussen und Trams
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München - Seit den frühen Morgenstunden wird die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG bestreikt. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten aufgerufen. 

Update, 8. 15 Uhr: 

Die Lage stellt sich unverändert dar. Die U-Bahn bleibt gesperrt. Lediglich drei Tram-Linien in Betrieb. Fast alle Buslinien werden - wenn auch unregelmäßig - bedient. 

Update, 7. 10 Uhr:

Laut MVG bleibt die U-Bahn weiterhin geschlossen. Die Tram-Linien 19 (Pasing – Innenstadt – Berg am Laim Bf.), 20 (Stachus – Moosach) und 25 fahren alle 10 bis 20 Minuten. Gute Nachrichten gibt es im Bezug auf den Busverkehr. "Fast alle Linien werden bedient, allerdings unregelmäßig."

Auf folgenden Buslinien wird derzeit mindestens 75% des fahrplanmäßigen Angebots gefahren: X50, X80, 50, 51, 52, 60, 63, 130, 132, 135, 136, 140, 141, 150, 151, 153, 154, 158, 163, 164, 166, 169, 170, 171, 172, 176, 177, 178, 180, 181, 188, 189.

Auf folgenden Buslinien sind derzeit mindestens 50% der Fahrzeuge unterwegs: X30, 53, 54, 57, 59, 62, 134, 139, 142, 143, 147, 149, 159, 160, 161, 162, 168, 173, 175, 183, 184, 187, 192, 193, 196, 197, 198, 199.

Auf folgenden Buslinien fahren aktuell weniger als 50% der Fahrzeuge: 55, 56, 58, 68, 100, 145, 155, 165, 185, 190, 191, 194, 195.

Erstmeldung:

Seit 3.30 Uhr bestreikt Ver.di die MVG komplett. Betroffen davon sind U-Bahn, Tram und Bus. Da die S-Bahn von der Deutschen Bahn betrieben wird, fährt diese planmäßig. Der Streik soll bis 14.30 Uhr andauern. Speziell im morgendlichen Berufsverkehr wird diese Maßnahme für enorme Behinderungen sorgen. Auch nach Beendigung des Streiks wird man weiterhin mit Einschränkungen rechnen müssen. 

Selbst nach Streik-Ende wird es noch Stunden dauern, bis die Verkehrsmittel wieder in vollem Umfang fahren, so die MVG.

Wie die MVG am frühen Morgen mitteilte, bleibt die U-Bahn komplett geschlossen. "Es findet kein Zugverkehr statt." Immerhin fahren die Tram-Linien 19 (Pasing – Innenstadt – Berg am Laim Bf.), 20 (Stachus – Moosach) und 25 alle 10 bis 20 Minuten. Auf den meisten Buslinien sind derzeit die Hälfte der Fahrzeuge unterwegs. "Auf vielen Linien kann ein eingeschränktes Angebot mit unregelmäßigen Takten angeboten werden", heißt es. 

"Wer kann, sollte die MVG-Verkehrsmittel am Dienstag bis zum Nachmittag meiden. Bitte planen Sie mehr Zeit ein als üblich und weichen Sie, wenn möglich, auf die S-Bahn und MVV-Regionalbusse aus. Diese werden nicht bestreikt. Rechnen Sie aber auch dort mit deutlich erhöhtem Fahrgastaufkommen", schreibt die MVG. 

Hintergründe für den Streik

Franz Schütz von Verdi erklärte gegenüber abendzeitung-muenchen.de die Hintergründe zum Warnstreik: Die etwa 1.300 MVG-Beschäftigten verdienen seit 2011 weniger als ihre Kollegen, die zu der Zeit schon bei der Stadtwerke-Mutter (SWM) beschäftigt waren.

Die 500 "Altbeschäftigten" bekommen ihren Lohn nach dem Tarifvertrag Nahverkehr, der für alle bayerischen kommunalen Verkehrsbetriebe gilt. Anders ausgedrückt, so Franz Schütz: "Busfahrer in Bamberg verdienen mehr als MVG-Fahrer im teuren München."

Von MVG-Seiten heißt es, "Wir haben kein Verständnis für diesen Warnstreik. Die Gewerkschaft legt München über zehn Stunden lahm, obwohl es eine solide Basis für die nächste Verhandlungsrunde am Mittwoch gibt. Arbeitgeberseitig bieten wir unter anderem eine Lohnerhöhung um einen insgesamt zweistelligen Prozentbetrag in mehreren Schritten bis Mai 2021 an. Außerdem setzen wir auf Entwicklungsperspektiven. Dazu gehört auch mehr Flexibilität, etwa durch die Option, künftig Extra-Urlaubstage gegen Entgelt nehmen zu können. Bei Tarifverhandlungen geht es immer darum, einen Kompromiss zu erzielen. Das ist in erster Linie durch Gespräche möglich. Einseitige Aktionen zu Lasten der Kundinnen und Kunden lehnen wir ab."

Quelle: rosenheim24.de

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