Rainer L. überlebte Lawinen-Unglück

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Retter helfen einem verletzten Touristen am Mount Manaslu

Kathmandu/Feldkirchen-Westerham - Als das Lawinenunglück im Himalaya bekannt wurde, stand die Familie L. in Feldkirchen-Westerham Todesangst aus: Sohn Rainer war ebenfalls am Berg!

Rainer L., Unternehmerssohn aus Feldkirchen-Westerham, und sein Kamerad Robert S. (37) aus Brunnthal waren im Team der Münchner Extrembergsteiger Benedikt Böhm (35) und Sebastian Haag (33). Die Gruppe wollte den 8163 Meter hohen Mount Manaslu ebenfalls besteigen. In einer Tempoexpedition. Allerdings an einem anderen Tag als die jetzt verunglückte Gruppe. Rainer L.s Vater erlebte bange Stunden, bis sich sein Sohn dann endlich per Satelliten-Telefon meldete: „Das Wichtigste war, dass alle leben. Unser Sohn und sein Kamerad Robert waren im Lager unterhalb der Unglückstelle, als die Lawine herunter kam.“ Dies berichtet der Vater des Feldkirchen-Westerhamers der Münchner Tageszeitung tz. Böhm und Haag waren schon oberhalb. „Sie mussten dann helfen, die Toten zu bergen. Sie haben sie mit bloßen Händen ausgegraben.“

Rainer meldete sich per Satelliten-Telefon aus dem Basislager auf rund 4000 Höhenmetern. Es geht ihm gut, er entkam den Schneemassen.

„Die Erleichterung ist groß, ebenso aber auch das Mitgefühl mit den Familien, die durch das Unglück einen Angehörigen verloren haben“, erklärte seine Mutter gegenüber dem Mangfall-Boten.

Nach dem Lawinenunglück am nepalesischen „Todesberg“ Mount Manaslu schwinden die Hoffnungen auf Überlebende. Die nepalesische Bergsteigervereinigung ging am Tag nach dem Unglück noch von fünf Vermissten aus, die Tourismuspolizei von drei. Unterschiedliche Angaben machten beide Stellen am Montag auch zur Zahl der Todesopfer: Die Bergsteigervereinigung berichtete, zwölf Menschen seien bei dem Lawinenunglück am Sonntag gestorben. Die Tourismuspolizei meldete dagegen acht Tote: einen Deutschen, vier Franzosen, einen Spanier, einen Italiener und einen Nepalesen. Bei dem Deutschen handelt es sich um einen 42-Jährigen aus dem niederbayerischen Dingolfing. Die Opfer waren von der Lawine im Schlaf überrascht worden.

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we/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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