Wetteraussichten für die nächsten Tage in der Region

Hat der (Hoch-)Sommer 2017 schon fertig?

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Landkreis - Der Hochsommer 2017 hat offenbar fertig: Bis zum Monatsende ist keine Hitzewelle mehr in Sicht. Meist pendeln sich die Tageswerte in der kommenden Woche um 20 bis 25 Grad ein. Den meisten von uns dürften diese Wohlfühltemperaturen gelegen kommen.

"Besonders der Süden ist in der kommenden Woche im Vorteil. Dort kann immer wieder die Sonne scheinen. Im Norden ziehen dagegen häufiger Wolken durch. Diese bringen ab und zu Schauer oder auch mal längere Zeit Regen. Der Norden war bisher im gesamten Juli oftmals im Nachteil und wird das wohl auch im August bleiben. Der Juni brachte beispielsweise in Hamburg 80 Prozent mehr Regen als im langjährigen Mittel, auch der Juli lieferte 40 Prozent mehr Niederschlag als üblich ab. Und nun geht es dort mit dem Regen auch im August weiter. Insgesamt scheint der Hochsommer sein Pulver verschossen zu haben", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Wo wir gerade bei Regen sind: Auch der Süden bekommt ab Freitagabend bis weit in den Samstag hinein zum Teil kräftigen Dauerregen ab. Hier können lokal über 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter vom Himmel kommen.

So gestalten sich die kommenden Tage:

  • Freitag: im Nordwesten 18 bis 22 Grad, sonst 24 bis 32 Grad, erst freundlich, dann aus Nordwesten Regen
  • Samstag: 17 bis 24 Grad, im Süden teils kräftiger Regen und auch im Nordwesten nass, sonst freundlich
  • Sonntag: 18 bis 24 Grad, im Norden Schauer, sonst weitgehend trocken und freundlich
  • Montag: 20 bis 27 Grad, im Nordwesten weiterhin etwas Regen, sonst bei einem Gemisch aus Sonne und Wolken weitgehend trocken
  • Dienstag: 19 bis 28 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern
  • Mittwoch: 16 bis 23 Grad, im Norden Schauer, sonst weitgehend trocken und freundlich
  • Donnerstag: 17 bis 24 Grad, Sonne und Wolken im Mix, weitgehend trocken

Dieses leicht wechselhafte Sommerwetter scheint bis Monatsende durchzuhalten. Im Süden werden dabei die höchsten Temperaturen erreicht, im Norden ist es meist kühler.

Sommer in Südbayern bisher zu trocken

Der Sommer 2017 endet für die Meteorologen bereits in zwei Wochen. Dann wird klimastatistisch abgerechnet. Eine erste Untersuchung zeigt schon jetzt: deutschlandweit gesehen war der Sommer 2017 rund 1,5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Er brachte bisher schon 8 Prozent mehr Niederschlags als in einem Sommer eigentlich üblich ist und war bisher deutlich zu trüb. Das Sonnenscheinsoll ist erst zu 84 Prozent erfüllt.

Besonders beim Regen gab es große Unterschiede. Der Norden und Osten bekam deutlich mehr Niederschlag ab als der Rest des Landes. In Potsdam war der Sommer fast doppelt so nass wie im langjährigen Klimamittel, in Hamburg gab es bisher 20 Prozent mehr Regen als normal, in Rostock wurde das Niederschlagssoll ebenfalls schon zu 160 Prozent erfüllt. In Neuruppin kam bis gestern das 2,3-fache der durchschnittlichen Regenmenge eines Sommers vom Himmel.

Deutlich zu trocken war der Sommer dagegen lediglich im Südosten Bayerns. In Passau wurde das langjährige Regensoll erst zu 60 Prozent erfüllt.

Erster Ausblick auf den kommenden Winter

Auch beim Winter 2017/2018 gibt es nicht viel Neues. Die aktuellen Klimaberechnungen des US-Wetterdienstes NOAA sehen weiterhin einen „zu warmen“ Winter auf Deutschland und Europa zukommen. Einem "zu kalten" Winter werden nur sehr geringe Wahrscheinlichkeiten zugesprochen. Die nachfolgende Karte zeigt die abgeschätzten Temperaturabweichungen der Monate Dezember 2017 bis Februar 2018. Dies ist keine Wettervorhersage, sondern eine klimatologische Abschätzung.

wetter.net/mw

Quelle: rosenheim24.de

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