Wetterdienst verlängert Hitzewarnung für die Region

Deutschland schwitzt und schwitzt - Juni-Rekord erneut eingestellt

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Landkreis - Wäre der Juni 2019 ein Sportler, so wäre er derzeit ein sehr erfolgreicher. Am Mittwoch haben wir mit 38,6 Grad den höchsten Juniwert seit 1881 gemessen. Am Sonntag ist diese Marke bereits wieder gefallen. Der Deutsche Wetterdienst hat bereits entsprechende Hitzewarnungen herausgegeben:

UPDATE, 16.55 Uhr - Hitzerekord eingestellt

So heiß war es in Deutschland in einem Juni noch nie: Am Sonntag sind in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) um 15.30 Uhr 39,3 Grad gemessen worden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Nachmittag mitteilte.

Damit wurde die bisherige Höchstmarke von 38,6 Grad vom vergangenen Mittwoch in Coschen (Brandenburg) und Bad Muskau (Sachsen) am letzten Juni-Tag bereits wieder geknackt. Der Allzeit-Temperaturrekord von 40,3 Grad für Deutschland blieb jedoch zunächst unerreicht.

In der neuen Woche können sich die Menschen aber auf etwas Abkühlung freuen. Bis zum Dienstag gingen die Temperaturen auf unter 30 Grad zurück, hieß es vom DWD. Im Norden und im Süden gibt es nach langer Trockenheit außerdem wieder Regen, teilweise Gewitter. Im Süden beginnt die Woche teils mit Unwettern, heftigem Starkregen und Hagel. Auch an den Küsten kann es regnen oder kurze Gewitter geben, sonst bleibt es heiter. Mit 28 bis 35 Grad bleibt es zunächst noch recht heiß, im Nordwesten gibt es 19 bis 27 Grad.

Auch in Rom drückte am Wochenende die Hitze - Papst Franziskus nahm das zum Anlass, Worte an besonders Betroffene zu richten. "Ich bete für diejenigen, die in diesen Tagen am meisten unter den Folgen der Hitze gelitten haben", sagte der Pontifex am Sonntag vor Gläubigen in der prallen Sonne auf dem Petersplatz. "Kranke, Alte, Menschen, die draußen arbeiten müssen, auf den Baustellen." Er hoffe, dass keiner von ihnen zurückgelassen oder ausgebeutet werde.

Die extreme Hitzewelle in Frankreich schwächte sich derweil ab. Für Sonntag meldete der Wetterdienst Météo-France leichte Abkühlung für den Westen des Landes. Für rund 30 Départements im Osten und Süden Frankreichs blieb weiterhin die Warnstufe Orange aktuell. Vor allem der Süden war von der außergewöhnlichen Hitzewelle getroffen worden. In dem Ort Gallargues-le-Montueux im Département Gard war mit 45,9 Grad am Freitag ein neuer französischer Temperaturrekord gemessen worden.

UPDATE, 9.50 Uhr - Hitzewarnungen ausgeweitet

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die ab Sonntag, 11 Uhr, gültige Hitzewarnung für die Region bereits vorab verlängert. Diese gilt nun bis einschließlich Montag, 1. Juli, 19 Uhr in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting. Es wird eine sehr starke Wärmebelastung erwartet, hieß es.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Starke Wärmebelastung stellt eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Gefährdet sind insbesondere ältere, pflegebedürftige oder kranke Menschen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder. Allgemeine Handlungsanweisungen für das Vorgehen bei großer Hitze finden Sie unter: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/praevention/sonne_hitze/hitze_sonne_schutz.htm

UPDATE, Sonntag, 7.25 Uhr - Beobachtungsflüge wegen Waldbrandgefahr

Neben den Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor erhöhter UV-Intensität und Hitze, die am Sonntag, 30. Juni, in der gesamten Region jeweils von 11 Uhr bis 17 Uhr gültig sind, besteht durch das trockene und heiße Wetter inzwischen auch eine hohe Waldbrandgefahr. Die Regierung von Oberbayern hat deswegen am Sonntag, 30. Juni, und Montag, 1. Juli, jeweils entsprechende Beobachtungsflüge in ganz Oberbayern angesetzt.

Dies geschieht in Abstimmung mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Pfaffenhofen an der Ilm, das für ganz Oberbayern zuständig ist. Die Flieger starten von den Stützpunkten Eichstätt, Pfaffenhofen, Oberpfaffenhofen, Erding, Mühldorf, Königsdorf und Ohlstadt. Sie erreichen von dort aus gefährdete Wälder in ganz Oberbayern. Die Beobachtungsflüge finden einmal täglich jeweils nachmittags statt.

Nähere Infos zur erhöhten Waldbrandgefahr finden Sie HIER.

UPDATE, 12.40 Uhr - Jetzt auch Hitzewarnung

Außerdem hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nun eine Hitzewarnung für die Region veröffentlicht. Diese gilt (vorerst) am Sonntag, 30. Juni, zwischen 11 und 17 Uhr für die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting. Gewarnt wird vor einer starken bis extremen Wärmebelastung.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Starke Wärmebelastung stellt eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Gefährdet sind insbesondere ältere, pflegebedürftige oder kranke Menschen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder. Allgemeine Handlungsanweisungen für das Vorgehen bei großer Hitze finden Sie unter: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/praevention/sonne_hitze/hitze_sonne_schutz.htm

UPDATE, 10.25 Uhr - Wetterdienst warnt vor hoher UV-Strahlung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat wegen der hohen Sonnenintensität nun eine UV-Warnung für die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting erlassen. Die Warnung gilt vorerst am Samstag zwischen 11 Uhr und 17 Uhr.

Gefahrenhinweis: Die UV-Strahlung erreicht ungewohnt hohe Werte. Schutzmaßnahmen sind unbedingt erforderlich. Zwischen 11 Uhr und 15 Uhr sollten Sie längere Aufenthalte im Freien vermeiden. Auch im Schatten gehören ein sonnendichtes Hemd, lange Hosen, Sonnencreme (SPF 15+), Sonnenbrille und ein breitkrempiger Hut zum sonnengerechten Verhalten. Ergänzend zu diesen international einheitlichen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation finden Sie weitere UV-Schutztipps HIER.

UPDATE, 9.40 Uhr - Sahara-Hitze kehrt zurück

Am Samstagnachmittag steigt das Thermometer auf Temperaturen bis 26 Grad im Landkreis Traunstein, 28 Grad Celsius in den Landkreisen Mühldorf, Altötting und dem Berchtesgadener Land und maximal 29 Grad Celsius im Landkreis Rosenheim. Der Himmel bleibt absolut wolkenlos, wie die Kollegen des Unwetterservice Südostbayern (Facebook) nun mitteilten. Abends kann in der gesamten südostbayerischen Region der Grill angeheizt werden.

In der Nacht zum Sonntag ist es sternenklar in der gesamten Region und die Tiefstwerte sinken auf Werte von 14 Grad Celsius in den Landkreisen Mühldorf und Berchtesgadener Land, 15 Grad Celsius in den Landkreisen Rosenheim und Altötting und 16 Grad Celsius im Landkreis Traunstein. 

Am Sonntag kommt dann die Sahara-Hitze zurück. Der Tag  startet weiterhin bei wolkenlosem Himmel und Temperaturen zwischen 20 Grad Celsius in den Landkreisen Mühldorf und Altötting, sowie schon 22 Grad Celsius in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und dem Berchtesgadener Land.

Am Nachmittag ist der Aufenthalt im Freibad oder einem See sehr zu empfehlen, da die Hitze sich zurück meldet. So steigen die Temperaturen auf heiße 32 Grad im Landkreis Traunstein, 34 Grad in den Landkreisen Mühldorf, Altötting und dem Berchtesgadener Land und bis zu 35 Grad Celsius im Landkreis Rosenheim. Auch am Abend gegen 20 Uhr ist noch mit Temperaturen zwischen 28 Grad Celsius in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Mühldorf zu rechnen. In den Landkreisen Rosenheim und Altötting sinkt diese nicht unter 29 Grad. Eine tropische Nacht müssen wir wohl in Südostbayern in der Nacht zum Montag überstehen. Die Temperaturen fallen dabei nicht unter der 20-Grad-Marke.

Die Erstmeldung:

Denn jetzt strengt sich der Monat doch tatsächlich noch an, am letzten Tag den neuen Monatsrekord nochmal zu überbieten und vielleicht sogar direkt noch den Allzeit-Temperaturrekord für Deutschland zu erringen. Der liegt derzeit bei 40,3 Grad und wurde in Kitzingen in Bayern im Juli 2015 aufgestellt. Das europäische Wettermodelle rechnet für den Sonntag in der Region Rhein-Main und Rhein-Neckar, sowie in einzelnen Regionen von Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit Top-Werten um 40 Grad. Da sind die 40,3 Grad nicht weit weg. Wir bekommen das bisher heißeste Wochenende des Jahres 2019!

"Unfassbar, was hier beim Wetter gerade los ist. (...) Nun bastelt er am letzten Tag des Monats sogar noch an einem neuen Allzeit-Temperaturrekord. Ob er das auch schafft, das werden wir erst am Sonntag erfahren. Da geht es dann wieder um wenige Zehntelgrad (...)", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Hoch Vera bringt uns ein sonniges und extrem heißes Wochenende.

Die Aussichten für die nächsten Tage:

  • Samstag: 27 bis 36 Grad, Hitze und trocken
  • Sonntag: 27 bis 40 Grad, Hitze, erst trocken, abends im Nordwesten vielleicht mal ein paar Gewitter
  • Montag: 21 bis 33 Grad, sonnig, kaum Schauer/Gewitter
  • Dienstag: 16 bis 30 Grad, freundlich und trocken
  • Mittwoch: 18 bis 28 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, kaum Schauer

Aussichten für die Region:

Landkreis Rosenheim: In den nächsten Tagen zeigt sich das Wetter durchweg sonnig. Dabei können am Montag aber auch Gewitter auftreten. Die Temperaturen steigen im Raum Rosenheim an: von 33 Grad am Samstag auf 38 Grad am Sonntag. Vor allem am Sonntag weht ein teilweise kräftiger Wind aus nordwestlicher Richtung (Wetter Rosenheim).

Landkreis Traunstein: In den nächsten Tagen zeigt sich das Wetter durchweg sonnig. Am Montag kann es aber zu Gewittern kommen. Die Temperaturen steigen im Raum Traunstein an: von 31 Grad am Samstag auf 37 Grad am Sonntag. Es weht ein teilweise böig auffrischender Wind aus nördlicher Richtung (Wetter Traunstein).

Landkreis Berchtesgadener Land: n den nächsten Tagen scheint in der Region Bad Reichenhall vielfach die Sonne - freundliches Wetter ist zu erwarten. Dabei können am Montag auch Gewitter auftreten. Die Temperaturen steigen im Raum Bad Reichenhall an: von 31 Grad am Samstag auf 37 Grad am Sonntag (Wetter Bad Reichenhall).

Landkreis Mühldorf: Ungetrübter Sonnenschein, so weit das Auge reicht. So präsentiert sich das Wetter für Mühldorf. Am Montag kann es aber zu Gewittern kommen. Die Tageshöchsttemperaturen steigen für die Region Mühldorf von 33 Grad am Samstag auf 38 Grad am Sonntag. Vor allem am Montag weht ein teilweise kräftiger Wind aus westlicher Richtung (Wetter Mühldorf).

Abkühlung in Sicht?

Nach der Hitze kommt aber auf jeden Fall erstmal kühlere Luft zu uns. Aber: Wer nun auf die große Gewitterlage hofft, der wird wiederum enttäuscht sein. Wie schon in den letzten Tagen verlaufen Abkühlungen oftmals trocken. Das liegt daran, dass die Luft extrem trocken ist und es gar nicht erst dazu kommt, dass sich Gewitter bilden. 

"Wir hatten in Deutschland verbreitet seit Tagen oder gar Wochen keinen flächendeckenden Landregen mehr. Schaut man sich die Regenprognosen der kommenden Tage an, so wird sich die Lage noch verschärfen. Nächste Woche wird's zwar kühler, aber es gibt weiterhin viel Sonne und es ist viel zu trocken. Der Dürresommer 2019 nimmt Fahrt auf", so Jung weiter.

Was der Juli im Detail bringen wird, man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Der US-Wetterdienst NOAA rechnet mit einem durchschnittlich temperierten Juli. Am kommenden Wochenende könnte es jedenfalls erstmal auf rund 20 Grad abkühlen.

mw/mh (mit Material von wetter.net und dpa)

Quelle: rosenheim24.de

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