Vorsicht beim Silvester-Feuerwerk!

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Landkreis - Schön bunt, aber explosiv: Silvesterfeuerwerke enthalten brand- und explosionsgefährliche Bestandteile! Daher ist Vorsicht geboten.

Zum Schutz der Verbraucher wird die Gewerbeaufsicht der Regierung von Oberbayern die Lagerung von Feuerwerkskörpern in den Geschäften und den ab 28. Dezember erlaubten Verkauf auch 2013 wieder verstärkt überprüfen. „Leichtsinn oder unsachgemäßer Gebrauch führen jedes Jahr zu vermeidbaren, schweren Unfällen. Damit es zur Jahreswende zu keinen explosiven Überraschungen kommt, müssen sowohl Einzelhändler als auch Verbraucher besonders auf die Sicherheitsvorschriften achten“, betont Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.

Für Händler gilt es Produktwarnungen durch die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) und Rückrufaktionen durch die Hersteller zu beachten, wie etwa bei irreführender Kennzeichnung oder bei technischen Mängeln. Die jeweils davon betroffenen Feuerwerkskörper dürfen keinesfalls verkauft werden, sondern sind dem Lieferanten zurück zu geben. Der Verkauf unzulässiger Feuerwerkskörper wird vom Gewerbeaufsichtsamt verstärkt kontrolliert.

Über die Vorschriften können sich Einzelhändler in der Broschüre „Verkauf von Feuerwerkskörpern“ informieren, welche unter folgender Adresse heruntergeladen werden kann:

www.stmuv.bayern.de/verbraucherschutz/gefahrenschutz/doc/merkblatt_feuerwerk.

Für den Verbraucher bergen die Raketen, Kanonenschläge und die in den letzten Jahren vermehrt angebotenen Batteriefeuerwerke ein erhöhtes Unfall- und Brandrisiko. Bei grob fahrlässigem Handeln kann dies sogar zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Zur eigenen Sicherheit und aus Rücksicht auf andere empfiehlt das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern folgende Verhaltensregeln: 

  • Kaufen und verwenden Sie ausschließlich geprüfte Qualität mit dem Zulassungszeichen der BAM oder mit einem CE-Zeichen. Nicht zugelassene Ware darf weder eingeführt noch verwendet werden und entspricht auch oft nicht dem hohen deutschen Sicherheitsstandard. 
  • Gebrauchsanleitung und Sicherheitshinweise des Herstellers beachten.
  • Minderjährigen dürfen weder im Verkauf noch im Familienkreis Feuerwerkskörper der Kategorie 1 (Kinder < 12 Jahre) oder der Kategorie 2 (Jugendliche < 18 Jahre) überlassen werden. Für die alten noch in Verkehr befindlichen Feuerwerksklassen I und II gelten ähnliche Regelungen.
  • Feuerwerkskörper ausschließlich bestimmungsgemäß verwenden, standsicher aufstellen und nicht in der Hand anzünden.
  • Feuerwerkskörper nur im Freien, in ausreichenden Sicherheitsabstand zu Personen oder leicht entzündlichen Stoffen anzünden.
  • Brennbare Materialien von Balkon oder Terrasse entfernen und Fenster geschlossen halten.
  • Feuerwerkskörper niemals mechanisch bearbeiten oder gar selbst herstellen – Basteleien führen oftmals zu schweren Unfällen und sind darüber hinaus strafbar. 
  • Von Blindgängern fernhalten und auf keinen Fall versuchen, diese erneut zu zünden.

Die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften bei Lagerung und Verkauf von Feuerwerksartikeln wird bis Silvester durch alle bayerischen Gewerbeaufsichtsämter unter Federführung des Gewerbeaufsichtsamts bei der Regierung von Oberbayern überprüft. Besonderes Augenmerk wird dabei u. a. auf das Abgabeverbot für Jugendliche, die notwendigen Brandschutzmaßnahmen, aber auch die Zulässigkeit und Sicherheit der angebotenen Feuerwerkskörper gelegt. Silvesterfeuerwerkskörper dürfen nur am Silvester- und Neujahrstag abgebrannt werden, die Kommunen können darüber zusätzliche Einschränkungen erlassen.

Pressemeldung Regierung von Oberbayern

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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