Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gefahr für die Almwirtschaft?

Antrag im Umweltausschuss: Landtagsmitglied Steiner fordert Lockerung des Schutzes von Wölfen

Immer werden Wölfe in der Region Rosenheim und Traunstein gesichtet und teils auch anhand genetischer Spuren nachgewiesen. Hier ein Überblick über die jüngsten Wolfs-Sichtungen.
+
Immer werden Wölfe in der Region Rosenheim und Traunstein gesichtet und teils auch anhand genetischer Spuren nachgewiesen. Hier ein Überblick über die jüngsten Wolfs-Sichtungen.

Begegnen möchte ihm man nicht wirklich, aber unter Schutz steht er auch: der Wolf. Ein Dilemma, dass der Traunsteiner MdL Klaus Steiner nun durch Lockerungen beim Schutzstatus lösen will.

Traunstein – Der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner fordert einen besseren Schutz für die Almwirtschaft vor Wölfen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Eric Beiswenger (beide CSU) aus dem Oberallgäu hat er einen Dringlichkeitsantrag im Umweltausschuss im Bayerischen Landtag eingereicht, über den am Donnerstag (6. Mai) entschieden werden soll. Darin fordern die beiden, dass der Schutzstatus des Wolfes gelockert werden soll.

Lesen Sie auch: Rückkehr des Wolfs: Besorgnis in der Region Rosenheim ist groß

Steiner will, dass die tatsächliche Gesamtpopulation der Wölfe in Deutschland einbezogen wird. Damit soll Steiner zufolge berücksichtigt werden, dass der Wolf nicht mehr gefährdet ist. Konkret stellt sein Antrag auch mehr Entnahmen, nämlich Tötungen von Wölfen, in Aussicht, um die Almwirtschaft zu schützen: „Wir müssen auf die Praktiker, die Almbauern hören und dafür sorgen, dass Almen auch künftig weiter mit Weidetieren bewirtschaftet werden können.“

Ausgleich reicht nicht

Derzeit gilt eine Ausgleichsregelung, nach der der Freistaat auf freiwilliger Basis Schäden ausgleicht, die durch „große Beutegreifer“ wie Wolf, Bär oder Luchs in der Nutztierhaltung entstehen. Die Schadenssätze sind 800 Euro für ein gerissenes Schaf und gehen bis zu 6000 Euro für ein Pferd.

Tourismus vs. Wolf

Dies hält neben Steiner aber auch der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner (CSU) für nicht ausreichend. Zwar halte er den Wolf für schutzbedürftig, aber nicht in einer Tourismusregion, sondern andernorts, sagt er auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Sie haben eine Meinung zu diesem Thema? Klicken Sie hier und schreiben Sie uns einen Leserbrief.

Es drohe die Verödung der Almwirtschaft. „Ich bin den Almbauern sehr dankbar, dass die Almbauern die Kulturlandschaft hier so pflegen“, sagt Stöttner. Bislang hat es nur Einzelfälle von Wolfssichtungen und Rissen in der Region gegeben. Stöttner verweist allerdings auf andere Regionen wie die Pyrenäen, wo sich Wolfsrudel schnell ausgebreitet haben.

Kommentare