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Nachtragshaushalt verabschiedet

Erfreuliche Entwicklung in Waging am See: Marktgemeinde mit höheren Einnahmen als geplant

Die Gemeinde Waging verzeichnet höhere Einnahmen als geplant (Symbolbild).
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Die Gemeinde Waging verzeichnet höhere Einnahmen als geplant (Symbolbild).

Mit einer erfreulichen Botschaft zur Entwicklung der Finanzen in der Gemeinde konnte Kämmerer Bernhard Kraus die Gemeinderatsmitglieder überraschen. Die Gemeinde nimmt deutlich mehr Gewerbesteuern ein, als man für das Haushaltsjahr 2021 geplant hatte.

Waging am See – Wegen möglicher Auswirkungen der Corona-Pandemie war sehr vorsichtig geplant worden. Durch die erwarteten Mehreinnahmen hat sich die Haushaltssituation stark zum Positiven hin verändert und den Erlass einer Nachtragshaushaltssatzung notwendig gemacht. Diese wurde vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet. Die Ratsmitglieder begrüßten die positive Entwicklung. Man müsse die Gunst der Stunde auch mit den niedrigen Zinsen nutzen und die Investitionstätigkeit der Gemeinde ankurbeln, mahnte Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister Martin Dandl. Mit dieser Meinung stand er nicht allein da.

Rekordwert bei erwarteten Gewerbesteuereinnahmen

„Erfreulicherweise haben sich die durch Corona angenommenen Steuerverluste in unserer Gemeinde nicht bestätigt“, so Kraus in seinen Ausführungen. Ganz im Gegenteil, mit 5,1 Millionen Euro bewegt sich das erwartete Gewerbesteueraufkommen auf einem Rekordwert. Im Vergleich zur ursprünglichen Planung, die mit 2,5 Millionen angesetzt war, ist dies sogar mehr als doppelt so viel. Auch bei der Grundsteuer B ist aufgrund von Nachzahlungen ein Zuwachs um 110.000 Euro auf dann 790.000 Euro zu verzeichnen. Mit diesen kräftigen Steuererhöhungen ist die Gesamterhöhung der Einnahmen von insgesamt 2,8 Millionen im Verwaltungshaushalt größtenteils erklärt. Unter Berücksichtigung anderer Mehreinnahmen und Minderausgaben steigt der zu erwartende Einnahmenüberschuss auf knapp 3,5 Millionen Euro an.

Geplante Kreditaufnahme nicht mehr erforderlich

Dieser Überschuss wird in Gänze dem Vermögenshaushalt zugeführt, so dass die ursprünglich geplante Kreditaufnahme von 1,85 Millionen Euro zur Finanzierung vermögenswirksamer Ausgaben nicht erforderlich sein wird. Die Neuverschuldung des Gemeindehaushalts wurde somit im Nachtragshaushalt auf Null Euro zurückgesetzt. Auch die geplante Entnahme aus den Rücklagen wird aufgrund der hohen Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt nicht mehr notwendig sein. Dies auch deshalb weil im Vermögenshaushalt fast zwei Millionen weniger ausgegeben werden, als geplant, weil sich Maßnahmen, die für dieses Jahr vorgesehen waren, in der Umsetzung verzögern. Dazu gehören beispielsweise der Neubau einer Brücke über den Lohbach bei Graben, die Sanierung der „Seesiedlung“, der Ausbau der Straße bei Steppach oder die Umgestaltung der Touristinfo.

Kreditaufnahme in den nächsten Jahren zur Sanierung der „Seesiedlung“

Kraus wies auch darauf hin, dass die Schuldenfreiheit des Kernhaushalts seit Anfang Oktober 2020 Geschichte ist. Damals wurde für den Krippenbau in Tettenhausen ein Kredit in Höhe von einer Million Euro aufgenommen. Die Tilgung dieses Darlehens beginnt jetzt. Wegen des extrem niedrigen Zinssatzes von 0,01 Prozent beträgt die Zinsbelastung für die gesamte Laufzeit von zehn Jahren nur rund 500 Euro. Die Finanzplanung sieht für die nächsten vier Jahre weiterhin eine Kreditaufnahme von 2,4 Millionen Euro vor. Maßgeblich dafür ist die Mittelveranschlagung für die Sanierung der „Seesiedlung“. Die Maßnahme ist seit längerem vorgesehen, gelangte bis dato aber nicht in eine Planungs- und Umsetzungsphase. Bis Ende des Finanzplanungszeitraumes sind dafür Mittel von knapp über drei Millionen Euro veranschlagt.

kon

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