Sitzungssaal im Rathaus soll modernisiert werden

Verwaltungsgemeinschaft Waging am See verabschiedet Haushalt 2021

Waging am See - Die Haushaltsplanung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Waging a. See, Taching am See und Wonneberg für das kommende Jahr steht. Die Gemeinschaftsversammlung hat den Erlass der Haushaltssatzung einstimmig beschlossen. Gleichzeitig wurde auf eine Finanzplanung für die kommenden drei Jahre verzichtet. Die Verwaltungsgemeinschaft ist schuldenfrei. 

 Rund 2,37 Millionen Euro soll der Gesamthaushalt der VG in 2021 umfassen. Davon entfallen rund 2,27 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und nur rund 105.000 auf den Vermögenshaushalt. Im Verwaltungshaushalt sind die Personalkosten mit 1,8 Millionen der größte Posten. Dies entspricht einem Anteil von 79,5 Prozent. Bei der Planaufstellung wurde die Tariferhöhung um 1,4 Prozent ab April bereits berücksichtigt. Zudem sind Mittel in Höhe von 20.000 Euro für die Einführung eines Gesundheitsmanagements im Haushaltsplan vorgesehen.


Damit sollen Themen und Maßnahmen finanziert werden, die die langfristige Gesunderhaltung der Mitarbeiter fördern. Als Beispiele wurden die Schwerpunkte Sport und Ernährung genannt. Konkrete Maßnahmen sind noch nicht bekannt. Für Sach- und Betriebsausgaben wurden 444.800 Euro eingeplant. Das sind rund 32.000 mehr als 2020. Maßgeblichen Anteil an der Kostensteigerung hat die geplante Einführung einer beleglosen Archivierung und die damit verbundene Softwarebereitstellung und -pflege. 

 Zum Ausgleich des Verwaltungshaushalts muss von den Mitgliedsgemeinden des Verwaltungsgemeinschaft Waging am See eine Verwaltungsumlage von rund 1,95 Millionen Euro (Vorjahr 1,87 Millionen Euro) erhoben werden. Bei insgesamt 10.742 Einwohnern (Stand 31.12.2019) errechnet sich je Einwohner eine Umlage von 180,77 Euro (Vorjahr 174,57 Euro). Im Jahre 2017 betrug die Umlage noch 134,78 Euro.


Der Anstieg ist vor allem durch zahlreiche Personalneueinstellungen bedingt, die in den letzten Jahren notwendig waren um das anfallende Arbeitsvolumen bewältigen zu können. In Kürze soll noch ein Bautechniker eingestellt werden. „Wir brauchen einen zusätzlichen Mitarbeiter in diesem Bereich“ so Stefanie Lang, Bürgermeisterin von Taching.

Da in den kommenden Jahren nicht mit deutlichen weiteren Personalzuwächsen zu rechnen ist, geht Kämmerer Kraus davon aus, dass sich die Verwaltungsumlage auf einem Niveau zwischen 182 und 190 Euro einpendeln dürfte.  

 Im Vermögenshaushalt sind rund 105.000 Euro aufgeplant. Knapp 60 Prozent davon sind für EDV-Belange (Hardware und Software) vorgesehen, weitere knapp 30 Prozent für die Modernisierung des Sitzungssaales im Rathaus. Die letzte Neugestaltung des Raumes fand beim Rathausumbau 1999 statt.

Ursprünglich war nur eine optische Aufwertung und Erneuerung wie der Einbau einer abgehängten Decke, neue Vorhänge, die Erneuerung der Beleuchtung, Malerarbeiten und die Anschaffung eines neuen Tisches von der Verwaltung vorgeschlagen. In der Diskussion zeigte sich schnell, dass den Mitgliedern der Gemeinschaftsversammlung vor allem auch die zeitgemäße digitale Ausstattung des Raumes wichtig ist.

Die Umgestaltung müsse zukunftsträchtig sein war die einhellige Meinung der Gemeinderäte. Eine optische Sanierung allein mache keinen Sinn. Daher wurde der erste Gemeinschaftsvorsitzende Bürgermeister Matthias Baderhuber ermächtigt, eine Planung in Angriff zu nehmen unter Berücksichtigung der notwendigen digitalen Ausstattung des Raumes.

Die im Vermögenshaushalt eingeplanten 31.000 Euro können dafür verwendet werden. Da die aktuell vorhandenen Rücklagemittel in Höhe von 45.000 Euro nicht ausreichen, um die Investitionsausgaben zu decken, werden die Gemeinden der VG zusätzlich zur Verwaltungsumlage eine Investitionsumlage erbringen. Diese wurde mit 9,82 Euro pro Einwohner festgelegt. Die vorhandene Rücklage soll unangetastet bleiben, um die Kassenliquidität zu sichern.  

kon

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska / dpa

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