Im Hause Angerer wird das Ehrenamt im Sport großgeschrieben

Skiverband: Neue Vize-Präsidenten für Bayern und Deutschland

Romy und Tobi Angerer.
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Romy und Tobi Angerer.

Traunstein - Tobias und Romy Angerer wurden vom Skiverband zum neuen Vize-Präsident von Deutschland und zur neuen Vize-Präsidentin von Bayern gewählt worden.

Der ehemalige beste Langläufer der Welt, Tobias Angerer und seine Frau Romy haben auch als Funktionäre im Spitzensport ein Wörtchen mitzureden. Tobias Angerer wurde unlängst als Vize-Präsident des Deutschen Skiverbandes wiedergewählt. Ehefrau Romy wurde neue Vize-Präsidentin des Bayrischen Skiverbandes.


Der Erfahrungsaustausch im Hause Angerer in Traunstein was den Sport betrifft, wird großgeschrieben. Der ehemalige Langlauf-Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer ist nach zweijähriger Amtszeit erneut zum Vize-Präsidenten des Deutschen Skiverbandes gewählt worden. Ehefrau Romy bekleidet jetzt das Amt einer Vize-Präsidentin beim Bayerischen Skiverband. Erfahrung im Bereich Ehrenamt hat sie bereits als Langlauf-Sportwartin beim Skiverband Chiemgau sammeln können.

„Ich finde es super, dass sie so engagiert im Wintersport ist und wir beide gleich ticken“, lobt der ehemalige Weltklasse-Langläufer das Engagement seiner Frau. Hauptziel der Beiden ist es, im Nachwuchs anzuschieben und Kinder und Jugendliche für den Wintersport zu begeistern.


„Sie hat ja schon einige Erfahrung in diesem Bereich und klare Ideen und Visionen im Kopf“, so Tobias Angerer weiter und freut sich deswegen auch über manchen Tipp seiner Gattin. Romy Groß-Angerer schließt mit ihrer Wahl zu einer der Vizepräsidenten im BSV die Lücke, die Engelbert Schweiger hinterlassen hat. Der Ruhpoldinger hatte zeitnah bekanntgegeben, dass er sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen würde. Der Leiter der Chiemgau Arena kann auf 23 Jahre Ehrenamt im BSV zurückblicken.

„Ich habe viele Stationen durchgemacht und auf dass alles bin ich stolz und es macht mich zufrieden“, so Schweiger und fügt hinzu, dass Romy Groß-Angerer die perfekte Nachfolgerin auf seinen Posten ist. Die Neuwahlen im Verband waren auch geprägt vom überraschenden Tod des BSV-Präsidenten Manfred Baldauf im Januar.

„Dem neuen BSV-Präsidenten, Herbert John, war es auch wichtig, dass das neue Team mit zwei Frauen und zwei Männern paritätisch aufgestellt wird“, so Romy Groß-Angerer, die ihr Hauptaugenmerk als ehemalige Leistungssportlerin auf die Bereiche Biathlon und Langlauf richten wird.

Große Herausforderung im Alltag

Die Entscheidungsfindung im Hause Angerer hat doch eine Zeit gedauert, letztendlich konnte Tobias Angerer seine Frau überzeugen, sich für das Amt zu bewerben. Nun freut sich die dreifache Mutter auf die Herausforderungen und ist gespannt was alles auf sie zukommt. „Es ist toll, wenn ich was bewegen kann. Am Herzen liegt mir die Förderung des Nachwuchses, ihn dem Leistungssport zuzuführen. Sie sollen zunächst verschiedene Sportarten ausprobieren und spielerisch gemeinsame Dinge erreichen.“

Natürlich will sie in ihrer neuen Funktion auch die Belange des Skiverbandes Chiemgau mit einbringen. „Trotzdem sind es zwei verschiedene paar Schuhe, ich muss natürlich die Belange der Vereine in ganz Bayern vertreten.“ Romy Groß-Angerer weiß, dass ihr Engagement im Ehrenamt eine große Herausforderung ist.

Beruflich ist sie als Anwältin tätig, dazu kommt die Familie in der die Kinder auch sportlich aktiv sind. „Der Vorteil ist, ich kann zuhause zusammen mit dem Tobi gemeinsam am Tisch reden. Ich bekomme alles unter einen Hut“, bekräftigt sie lachend. Immerhin hat ihr Ehemann zwei Jahre mehr als ehrenamtlicher Vizepräsident im DSV auf dem Buckel.

„Das war schon auch ein Lernprozess, gemeinsam Dinge voranzubringen. Wenn man die Seiten wechselt, läuft alles ein wenig anders. Man muss Menschen zusammenbringen und Hintergründe verstehen. Manchmal geht alles nicht so einfach, aber wir haben einen sehr guten Austausch im Präsidium und die Aufgabe bereitet mir viel Freude. Wichtig ist, dass es vorwärts geht. Für mich müssen die Strukturen im Nachwuchsbereich passen, hier konnten wir z.B. im Langlauf und Biathlon mit Bernd Raupach und Zibi Szlufcik neue Nachwuchschefs mit großer Erfahrung gewinnen. So können wir auch die Zukunft des Verbandes stärken.“, so der ehemalige Spitzensportler.

Darum ist es für ihn auch wichtig, dass sich ehemalige Sportler auch im Funktionärsbereich engagieren. „Wir leben den Wintersport und wissen wovon wir reden und dürfen unsere Erfahrungen mit einbringen.“ Wie in allen anderen Bereichen auch, beherrscht aktuell das Thema Corona die Saison.

„Es sind schwierige Zeiten und wir wollen alles in einem guten Rahmen über die Bühne bringen. Auf allen Ebenen wollen wir Wettkampfangebote schaffen und uns an alle Hygienemaßnahmen halten und das umsetzen, was die Politik erlaubt“, so Tobias Angerer abschließend.

Siegi Huber

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