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Die Entwicklungen in Traunstein, BGL und Mühldorf

Grafiken zeigen: Wie die Impfnachfrage Richtung Herbst einbrach - und wie sie jetzt wieder anzieht

Bilder aus den vergangenen Tagen bei Impfaktionen in Ainring (links) und Wasserburg.
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Bilder aus den vergangenen Tagen bei Impfaktionen in Ainring (links) und Wasserburg.

Vor den heimischen Impfzentren bilden sich derzeit wieder lange Schlangen: Wir haben analysiert, wie sehr die Motivation für eine erste Corona-Impfung über die Sommermonate einbrach - und wie sie zuletzt, mit verschärfter Lage auf den Intensivstationen und durch die 2G-Regel, wieder anzieht.

Landkreise Traunstein/Berchtesgadener Land/Mühldorf - „Im Sommer waren wir leider ‚leer‘, aber aktuell haben wir einen riesigen Zuspruch. Die Impfkampagne hat richtig Fahrt aufgenommen“, befand vorige Woche Traunsteins Landrat Siegfried Walch (CSU) im Video (siehe unten). Für die Landkreis Traunstein, Berchtesgadener Land und Mühldorf haben wir jetzt untersucht, wie sehr die Motivation zur ersten Corona-Impfung in den vergangenen Wochen angezogen hat. In allen drei Landkreisen hat sich die aktuelle wöchentliche Zahl der Erstimpfungen im Vergleich zu Anfang November mehr als verdoppelt. Beispiel Mühldorf: In der ersten Novemberwoche waren es noch 584, vorige Woche dann schon 1506.

Erstimpfungen pro Woche in Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf

Erstimpfungen je Woche seit Ende August im Landkreis Traunstein.
Erstimpfungen je Woche seit Ende August im Landkreis Berchtesgadener Land.
Erstimpfungen je Woche seit Ende August im Landkreis Mühldorf.

Vor allem bei der Zahl der frisch gegebenen Erstimpfungen lässt sich besonders gut zeigen, ob der Wille zur Corona-Impfung sinkt oder steigt. In allen drei Landkreisen zeigt sich beim Blick über die Wochen seit September, dass seit etwa einem Monat die Erstimpfungen wieder zunehmen. Der erste Anstieg fällt mit der Verschärfung der Lage auf den heimischen Intensivstationen zusammen. Die Hiobsbotschaften aus den Krankenhäusern dürfte einen ersten Motivationsschub gebracht haben. Wirklich deutlich stieg die Zahl der Erstimpfungen dann durch den Beschluss der bayerischen Staatsregierung am 12. November, dass in der (Nacht-)gastronomie nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt haben werden. Auch hier liegt ein Zusammenhang nahe.

Beim längeren Blick zurück, über die vergangenen fünf Monate, wird aber auch klar: Wir haben die Talsohle nun gerade erst wieder durchschritten. Im Juni lag die Zahl der Erstimpfungen vor allem in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land viel höher als jetzt im November, auch wenn das Monatsende noch nicht erreicht ist. Beispiel Berchtesgadener Land: Fast 7100 Erstimpfungen im Juni, dann ein kontinuierlicher Abwärtstrend. Im November waren es dort bisher 2273. Am deutlichsten zeigt sich der Aufwärtstrend im November im Kreis Mühldorf, wo schon jetzt mehr als doppelt so viele Corona-Erstimpfungen verabreicht wurden als im Oktober.

Erstimpfungen je Monat: Leichtes Anziehen nach dem „Sommerloch“

Erstimpfungen je Monat seit Juni im Landkreis Traunstein.
Erstimpfungen je Monat seit Juni im Landkreis Berchtesgadener Land.
Erstimpfungen je Monat seit Juni im Landkreis Mühldorf.

Und trotz des Aufschwungs: Unsere Region hinkt beim Impfen noch immer hinterher - nicht nur im Vergleich zur ganzen Bundesrepublik, sondern auch bayernweit. 68,4 Prozent sind in Deutschland bisher vollständig geimpft, im Freistaat Bayern 66,7 Prozent. Der Landkreis Mühldorf liegt mit 65 Prozent knapp dahinter, das Berchtesgadener Land und der Landkreis Traunstein sind mit 57,1 bzw. 56,8 Prozent abgeschlagen.

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