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Viele kontroverse Themen bei Traunreuter Bürgerversammlung

Wie sich wehren? Strafzettel an Traunpassage sind Dangschat ein „Dorn im Auge“

traunreuts bürgermeister dangschat
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Bürgermeister Hans-Peter Dangschat bei der ersten Traunreuter Online-Bürgerversammlung. Über Facebook waren in der Spitze etwa 130 Bürger live dabei.

Traunreut - Corona-Krise, Sparkurs der Stadt oder neues Baugebiet Stocket - nur drei der großen Themen der Bürgerversammlung. Ganz ausführlich wurden aber auch die Strafzettel an der Traunpassage behandelt.

Seit Februar gibt es sie: Strafzettel an der Traunpassage, wenn man keine Parkscheibe ins Auto legt. 30 Euro können fällig werden. „Wir waren immer stolz, dass es in Traunreut keine Parkgebühren gibt“, hieß es in einer Bürgerfrage an Bürgermeister Dangschat in der Online-Bürgerversammlung am Dienstag, 24. November. „Ich bin empört darüber, dass wir mit Strafzetteln vor der Traunpassage schikaniert werden. Wären Sie bereit, sich für uns einzusetzen?

Bürgerversammlung in Traunreut 2020 erstmals online

Hans-Peter Dangschat fiel es nicht schwer, sich klar zu positionieren. „Uns ist das ein Dorn im Auge, so stellen wir uns das nicht vor. Uns erreichen viele Beschwerden und auch an den Parkplatzbetreiber und die Center-Verwaltung haben wir die Kritik schon weitergegeben.“ Das Abstrafen auf dem Traunpassagen-Parkplatz findet Dangschat schlicht „kontraproduktiv“. Er rät, sich direkt an die Center-Verwaltung zu richten. Außerdem seien schon öfters Strafen rückerstattet worden, wenn später ein Kassenbeleg nachgereicht wird.

„Würden Sie auch einen Boykott der Geschäfte in der Traunpassage unterstützen?“, ging eine andere Bürgerfrage noch weiter. „Nein, das kann nicht in unserem Sinn sein, wenn die Frequenz in der Traunpassage zurückgeht“, stellte Bürgermeister Dangschat aber auch klar. Hintergrund ist: Das Grundstück gehört nicht der Stadt, sie kann also nicht mitentscheiden. Die Traunpassage übt ihr Hausrecht aus.

Finanzkrise: Wie die Traunreut künftig sparen will

Das eigentliche Hauptthema der Bürgerversammlung, die erstmals ausschließlich online abgehalten und bei Facebook live übertragen wurde, war aber die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf die Stadt. „Wir sind in der schwersten Finanzkrise seit der Stadtgründung. Damit haben wir richtig zu kämpfen“, so Dangschat. Wo setzt Traunreut den Rotstift an? Der Ausbau der Kantstraße wird verschoben und auf einen Kreisverkehr vielleicht verzichtet, die Grundsteuern oder auch die Eintrittspreise im Schwimmbad könnten erhöht werden.

Die Online-Bürgerversammlung in Traunreut im Video. Beginn bei Minute 16.

Auch bei der Stadtverwaltung wird gespart“, versicherte der Bürgermeister. Jede Neueinstellung solle klar hinterfragt werden, auf nicht notwendige Fortbildungen wird verzichtet, weniger Veranstaltungen im k1, Kosteneinsparung bei Materialbeschaffungen und Kurzarbeit bei Bädern, Jugendzentrum oder k1 seien erste Maßnahmen. Außerdem soll dem k1 das erlaubte Defizit gekürzt werden und Dangschat plant zum 1. Januar eine Verschlankung im Rathaus: „Ämter und Abteilungen werden zusammengelegt, Synergien besser genutzt.“

VHS/Bibliothek und Ostumfahrung behalten hohe Priorität

Höchste Priorität hat aber nach wie vor der Neubau von VHS und Bibliothek. „Die Zeit drängt, weil das Gebäude zu sehr sanierungsbedürftig ist. Eine weitere Nutzung über vier oder fünf Jahre wird nicht möglich sein.“ Auch an der geplanten Ostumfahrung hält die Stadt fest. Sie soll mit eigenen Mitteln vorfinanziert werden („Kommunale Sonderbaulast“). Momentan werden sechs Trassen ausgearbeitet, die dann mit dem Staatlichen Bauamt abgestimmt werden. „Massive Eingriffe in die Natur werden erforderlich sein, drum braucht es einiges an Planungszeit“, so Dangschat.

Durch die Ostumfahrung könnte auch Traunwalchen teils vom Verkehr entlastet werden, hoffte der Bürgermeister. Dadurch könnte der Verkehr anders gelenkt werden. „Die Robert-Bosch-Straße kollabiert in den Stoßzeiten. Viele suchen sich Ausweichrouten. Wann wird endlich Richtung Zukunft gedacht, um folgende Generationen von der Blechlawine zu befreien?“, lautete eine Bürgerfrage. Auch Hans-Peter Dangschat sieht die Situation in Traunwalchen „ganz kritisch“. In seinen Augen gibt es auch zu wenige Querungsmöglichkeiten über die Bosch-Straße.

Aktueller Stand zum Baugebiet Stocket

„Riesengroßes Interesse“ gäbe es an Grundstücken im geplanten Baugebiet Stocket. Der Bebauungsplan wäre schon fertig, doch die Stadt steckt noch immer in Vertragsverhandlungen mit den beiden Grundeigentümern - und ohne die Verträge kann das Gebiet auch nicht erschlossen werden. Diese und übernächste Woche wird Dangschat wieder Gespräche mit den Grundeigentümern führen. „Sobald die Verträge unterzeichnet sind, kann man sich bei der Stadt um einen Baugrund bewerben. Ich hoffe noch in diesem Jahr.

xe

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