Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Ruhpolding

Großes Interesse am 2. Digitalen Stammtisch der Grünen

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Themen waren etwa 5G, neue Wohnformen und auch das geplante Wanderparkplatz-Konzept. (Symbolbild)

Ruhpolding - Weit länger als geplant haben sich die Gemeinderäte Sebastian Steinbacher und Sepp Hohlweger den Fragen der Teilnehmer*Innen gestellt und aus dem Gemeinderat berichtet.

Eingangs hatten die Ortssprecher Brigitte Paul und Andi Korte begrüßt, um dann die fundierte und sachliche Diskussion zu moderieren. Zunächst erläuterte Sepp Hohlweger das in Vorbereitung befindliche Konzept für die Wanderparkplätze. Momentan wird noch über die Höhe und Ausgestaltung der Gebühren gesprochen, wobei eine Lösung eine Tagesgebühr von 7 Euro vorsieht. Von diesen 7 Euro soll jedoch ein Gutschein in Höhe von 5 Euro im Ruhpoldinger Einzelhandel in der Gastronomie einlösbar sein. Ziel ist es dabei, die Betriebe im Ort zu stärken. Herbert Koch wollte wissen, ob es reduzierte Preise für Einheimische gebe - Hohlweger verwies auf die Bürgerkarte, die in Vorbereitung sei. In der weiteren Ausbauphase ist ein Parkleitsystem geplant, das schon am Ortseingang auf freie Parkplätze verweist. Nach Grüner Meinung sollte es möglichst wenige Ausnahmen bei den Gebühren geben, denn alternativ ist die Ortslinie auch in Zukunft für Ruhpolding*Innen kostenlos nutzbar.


Zum Waldkindergarten meinte Hohlweger, dass ein Weiterbetrieb seitens der Gemeinde gewünscht und von uns unterstützt werde. Unklar ist aktuell noch, ob die Gemeinde weiter selbst als Betreiber fungiert oder der Betrieb an einen freien Träger abgegeben werde. Für das Jahr 21/22 liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor.

Auch das Thema 5G wurde breit diskutiert. Lothar Löchter, der Sprecher der Bürgerinitiative „Lebenswertes Ruhpolding – 5G frei“ stellte den aktuellen Stand der Diskussion mit der Gemeinde dar. Größter Kritikpunkt sei die Intransparenz bei der Entwicklung des Digitalkonzeptes, bei der die BI nicht miteinbezogen wird. Renate Mittermeier brachte vor allem gesundheitliche Bedenken vor, die sich durch die Aufsummierung von verschiedenen Strahlenbelastungen ergeben können. Sebastian Steinbacher forderte zunächst eine flächige Abdeckung mit der bestehenden Technologie als Unterstützung für die Rettungsorganisation. So sei derzeit der Bereich rund um die Röthelmoosalmen und Urschlau nicht vollständig mit Mobilfunk abgedeckt. Sepp Hohlweger verwies auf die Position von Herrn Harlinghausen, der im Dezember betonte, dass es sich bei 5G „nur um eine Übergangstechnologie“ handle.


Großen Raum nahm auch der Austausch zum Thema neue Wohnformen, insbesondere altersgerechtes Wohnen ein, das von Manuel Wittke angestoßen wurde. Nicht nur fehlender bezahlbarer Wohnraum, sondern auch alternative Wohnlösungen sollen in Ruhpolding entwickelt werden. Ludwig Gähler berichtete über verschiedene Projekte, unter anderem in Brannenburg, die das Zusammenleben von Jung und Alt auf kreative Art und Weise aufzeigen. Man war sich einig, dass hierzu bei uns durchaus Potential besteht und bei den Ausweisungen von Bauflächen seitens der Gemeinde kaum Alternativen zum klassischen Eigenheim angeboten werden.

Abschließend verwies Sepp Hohlweger auf die diversen Möglichkeiten, die ortsansässigen Geschäfte und die Gastronomie mit der Wahrnehmung der Angebote von „Click & Collect“ beziehungsweise Essen to go oder Lieferservice so gut wie möglich zu unterstützen.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Ruhpolding

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