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Bürgerversammlung in Grabenstätt

Was passiert mit dem „Gasthof zur Post“? Bürgermeister gibt Antwort

Seit vier Jahren steht der „Gasthof zur Post“ leer. Jetzt hat Bürgermeister Wirnshofer erste Auskunft über die weitere Nutzung gegeben.
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Seit vier Jahren steht der „Gasthof zur Post“ leer. Jetzt hat Bürgermeister Wirnshofer erste Auskunft über die weitere Nutzung gegeben.
  • VonMarkus Müller
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Eine schriftliche Eingabe und zahlreiche vor Ort gestellte Fragen gab es in der Bürgerversammlung in der Grabenstätter Turn- und Mehrzweckhalle. Zuvor hatte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer auf wichtige Beschlüsse, Baumaßnahmen und Veranstaltungen in seinen ersten knapp eineinhalb Amtsjahren zurückgeblickt.

Grabenstätt - Bürger Franz Unterholzner aus Hirschau beschwerte sich in seiner schriftlichen Eingabe über die enorme Lärmbelästigung, die von der nahen Staatsstraße 2096 ausgehe. Der durch die PKW- und insbesondere LKW-Reifen auf rauem Asphalt entstehenden Lärmpegel sei in ganz Hirschau zu hören. Sollte die Teerdecke einmal erneuert werden, müsse man zur Lärmreduzierung auf sogenannten „Flüsterasphalt“ zurückgreifen, appellierte Unterholzner und verwies auf das hohe Verkehrsaufkommen. Wirnshofer erwiderte, dass das Staatliche Bauamt Traunstein als Straßenbaulastträger über die Sanierung der Staatsstraße und die zu verwendenden Materialien beim Straßenbelag zu entscheiden habe.

Verkehr ein Thema

„Wir werden die Thematik aber auf der nächsten Verkehrsschau ansprechen“, so das Gemeindeoberhaupt. Zu Unterholzners Frage, ob man den Feldweg zwischen der Einmündung Hirschau West und Hirschau Süd zu einer allgemein befahrbaren Straße mit Einmündung in die Staatsstraße ausbauen könnte, meinte er: „Dieser Weg ist nicht für den allgemeinen Straßenverkehr vorgesehen“. Da die Verkehrssicherheit in dem besagten Bereich an der Staatsstraße oberste Priorität genießen müsse, forderte Unterholzner zudem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer. „Dies müsste von der Unteren Verkehrsbehörde beim Landratsamt im Benehmen mit dem Straßenbaulastträger und der Polizei angeordnet werden“, gab der Rathauschef zu bedenken

Bürgermeister zufrieden mit Weinbar „Am Platzl“

Bürger Peter Stein äußerte sich wohlwollend zu der vor gut einem Monat eröffneten Confiserie und Weinbar „Am Platzl“ in Grabenstätt. Zur Erinnerung: Die Gemeinde hatte das alte Edeka-Areal gekauft und ist Verpächter. Es wäre aber wünschenswert, so Stein, die relativ kleine Holzterrasse zu vergrößern. „Wir sind alle froh über die neue Confiserie und Weinbar“, da sie den Marktplatz bereichere, so Wirnshofer. Eine größere Terrasse sei leider nicht umsetzbar, da die angrenzenden Parkplätze Bestandteil der Planungen im Rahmen der Städtebauförderung seien und erhalten bleiben müssten. Stein fragte zudem an, ob es notwendig sei, den Parkplatz hinter dem Probenheim des Musikvereins nachts so stark zu beleuchten: „Eine Verbesserung der Lichtverschmutzung würde hier der Umwelt, den Menschen und Tieren zugutekommen“.

Sicherheit gehe zwar vor, doch man schaue, was man machen könne, versprach der Bürgermeister. Hinsichtlich der Reduzierung der Lichtverschmutzung sei in der Gemeinde schon einiges geschehen. Autofahrern sei es offenbar oft nicht klar, wer an der Einmündung des Marktplatzes in die Überseestraße vorfahrtsberechtigt sei, mutmaßte Stein und regte an, dort eine weiße Linie zu ziehen. Da es sich um eine Kreisstraße handle, könne man dies nicht so einfach tun, erwiderte Wirnshofer. Zudem gebe es dort eine „klare Vorfahrtsregelung“.  

Bürgerin Simone Heid regte an, dass die Gemeinde an passender Stelle einen Parcours für BMX-Räder anlegen lassen könnte, ähnlich des Pumptracks in Chieming, um den Kindern noch mehr Bewegung zu ermöglichen. Man werde sich mit der Thematik in der Verwaltung und im Gemeinderat beschäftigen, so der Bürgermeister. Annette Maaßen wünschte sich auf der freien Grünfläche in der Wohnsiedlung an der Meckenheimer Straße einen Spielplatz. Man plane dort „keinen Spielplatz“, weil es nur rund 100 Meter davon entfernt bereits einen solchen gebe, erinnerte Wirnshofer.

Kosten ein Faktor

Man habe sich aber bereits Gedanken über eine vielseitig nutzbare „Spielwiese“ gemacht. Es gehe jetzt noch um die Kosten. Für Ballsportarten wie Volleyball sei das „traumhafte Sportgelände des TSV Grabenstätt“ zu empfehlen. Auf Maaßens Anfrage, ob die Gemeinde für die Grundschule Luftfiltergeräte anschaffen werde, meinte Wirnshofer, dass der Gemeinderat nach den bereits getätigten Investitionen (unter anderem für das digitale Klassenzimmer) mehrheitlich entschieden habe, dies nicht zu tun. „Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht, aber wir wollen alle, dass die Schulen und Kindergärten offen bleiben“, versicherte der Rathauschef, nachdem Maaßen sich mehr Planungssicherheit gewünscht hatte. 

„Die alten Gebäude kommen weg und es sollen dort innerhalb von sechs Jahren rund 60 Wohnungen entstehen“, beantwortete Wirnshofer eine Frage von Bürgerin Agathe Heigermoser zum Areal der abwandernden Firma Schuster Hoteleinrichtungen. Sie erkundigte sich auch zum aktuellen Sachstand beim Bauvorhaben in der Poststraße, wo es nach Angaben des Rathauschefs eine Umplanung gebe – mehrere Stellplätze statt Tiefgarage. Die Frage von Peter Stein wie lange die Sanierungsmaßnahmen an der Pfarrkirche noch andauern würden konnte der Bürgermeister wegen fehlender Zuständigkeit der Gemeinde nicht beantworten.

Das passiert mit dem „Gasthof zur Post“

Außerdem wollte Stein noch wissen, was mit dem alten Gasthof zur Post passiere, der seit einigen Jahren geschlossen ist. Man sei frühzeitig mit dem langjährigen Eigentümer, einer Rosenheimer Brauerei, in Kontakt getreten und froh, dass nun der Verkauf an einen Investor anstehe, so der Rathauschef. Das neue Gebäude werde eine ähnliche Form aufweisen wie der jetzige historische Bau. Sicher sei, dass keine Wirtschaft mehr eröffnen werde. Vielmehr sollen dort laut Wirnshofer Wohnungen, eine Kurzzeitpflege und eine Gewerbeeinheit untergebracht werden. Als Gemeinde erhoffe man sich davon eine weitere Belebung des Marktplatzes.

mmü

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