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Traunsteiner Abgeordnete Gisela Sengl wendet sich an Staatsminister Herrmann

„Nicht zumutbar“ - offener Brief zur aktuellen Situation in Reitställen

In einem offenen Brief zur aktuellen Situation in Reitställen wendete sich Gisela Sengl an den Staatsminister Herrmann. Hier könnt Ihr den Brief im Wortlaut lesen:

Meldung im Wortlaut

Sehr geehrter Herr Staatsminister Herrmann,

mit der neuen Corona-Verordnung (15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung) wurden offenbar Reitställe als Sportstätten nach §4 eingestuft. Dadurch gilt aktuell dort die 2G+-Regelung, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Das bedeutet, dass alle Menschen ab 12 Jahren, die eine Reitanlage betreten, nicht nur geimpft oder genesen, sondern auch getestet sein müssen – und das jeden Tag aufs Neue.

Angesichts der Tatsache, dass Pferde als Lebewesen täglicher Pflege bedürfen, halte ich diese Regelung für nicht zumutbar. Gerade Pferdebesitzer*innen und Menschen mit Reitbeteiligung müssen täglich zu ihren Tieren, um Fütterung und Pflege zu gewährleisten. Auch die regelmäßige Bewegung, ob am Reitplatz oder in der Reithalle (nicht in jedem Fall ist ein Ausritt möglich), ist wichtig für die Tiergesundheit.

Die aktuelle Regelung betrifft aber auch Pferdepensionshalter*innen, Reitstallbesitzer*innen, und Landwirt*innen, die sich auf Pferdehaltung spezialisiert haben. Oftmals sind Stallbetreiber*innen im laufenden Betrieb auf die Mithilfe der Besitzer*innen, Reitbeteiligten etc. angewiesen. Der Mehraufwand, der ihnen durch die notwendige tägliche Kontrolle der Tests entsteht, ist ebenfalls erheblich.

Darüber hinaus können nach meiner Ansicht Pferdeställe, die ja meist offen oder gut belüftet sind, nicht mit klassischen Innenbereichen gleichgesetzt werden. Das gleiche gilt für Reitplätze oder -hallen.

Ich bin mir sicher, dass auch das Innenministerium meine Auffassung teilt, dass die 2G+-Regelung in diesem speziellen Fall nicht zumutbar ist, und dieser Fall lediglich in der Eiligkeit der Verordnung übersehen wurde. Das kann ich zwar nachvollziehen; nach fast zwei Jahren Pandemie und der entsprechenden Erfahrung in den Ministerien kann ich es aber nicht mehr gutheißen.

Ich fordere sie deshalb auf, Pferdeställe nicht mehr als Sportstätten einzustufen und dem Aufruf des Bayerischen Reit- und Fahrverbands, die 2G+-Regelung in eine 2G-Regelung umzuwandeln, unverzüglich nachzukommen. Sollte 2G+ lediglich für die Nutzung der Sportanlagen gelten, also nur für die Reithalle oder den Reitplatz, nicht aber für den Stall, ist offensichtlich eine Klärung angebracht. In jedem Fall sollte es auch mit 2G möglich sein, Pferde zu füttern und zu versorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Gisela Sengl 

Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten Gisela Sengl

Rubriklistenbild: © Grüne Mühldorf a. Inn

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