Bergwacht Inzell am Wochenende gefordert

Bei Rettungsversuch: Begleiter von Wanderer stürzen ebenfalls ab

Mehrere abgestürzte Personen forderten am Wochenende die Inzeller Bergwacht.
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Mehrere abgestürzte Personen forderten am Wochenende die Inzeller Bergwacht.

Inzell - Am Samstagabend wurde die Bergwacht Inzell zu einer gestürzten Person am Kienberg alarmiert. Die Örtlichkeit war anfangs nicht genau bekannt, konnte aber nach Rückruf beim Melder grob auf den unteren Teil des Knappensteigs, der von der Schmelz auf den Kienberg führt, zugeordnet werden.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Zum Zeitpunkt der Alarmierung ging man von einem Patienten mit Unterarmverletzung aus. Während dem Ausrücken des Rettungsfahrzeugs der Bergwacht teilte der Melder per Telefon mit, dass es sich um zwei Verletzte handelt und sie sich mittlerweile bei der Fahrriesbodenkapelle befinden und dort auf die Rettungsmannschaft warten. Beim dortigen Eintreffen konnte von der Mannschaft und dem Bergwachtnotarzt der Bergwacht Inzell ein Patient mit offener Unterarmfraktur und ein Patient mit einer Handverletzung angetroffen werden. Die restlichen Gruppenmitglieder gaben keine Beschwerden und keine Unfallbeteiligung an.

Während der Versorgung der ersten beiden Patienten, stellte sich bei der Abfrage des Unfallherganges heraus, dass es einen dritten Verletzten gab. Einer der Wandergruppe war im steilen, verschneiten Gelände abgestürzt und zwei weitere Gruppenmitglieder stürzten beim Versuch Hilfe zu leisten ebenfalls über mehrere Meter ab. Auch der dritte Beteiligte gab sich nun zu erkennen und gab Schmerzen an Rücken, Arm und Oberschenkel an.

Die drei nicht ortsansässigen Patienten im Alter von 17, 20 und 22 Jahren wurden am Wanderparkplatz an Fahrzeuge des Landrettungsdienstes übergeben und in eine Klinik gebracht.

Am Sonntagmittag war ein 71-jähriger, einheimischer E-Bikefahrer mit seinem Fahrrad zu Fuß am Steig oberhalb der Himmelsleiter bei Weißbach unterwegs. Er verlor auf dem schmalen Steig den Halt und stürzte mehrere Meter im steilen Waldgelände ab. Die Bergwacht Inzell fuhr mit den Fahrzeugen soweit wie möglich zur Einsatzstelle, stieg zum Verunfallten auf und versorgte diesen. Der nachalarmierte Bergwachtnotarzt aus Ruhpolding diagnostizierte Verdacht auf ein Schädelhirntrauma, beidseitige Oberarmfrakturen, sowie ein Thorax- und ein Wirbelsäulentrauma. Aufgrund des unwegsamen Geländes und der Verletzungsschwere wurde zum Abtransport ein Rettungshubschrauber mit Bergeeinrichtung angefordert. Beim Eintreffen des Hubschraubers war der Patient bereits transportfertig und konnte mittels Rettungstau aufgenommen und in eine Klinik geflogen werden.

Pressemitteilung Bergwacht Inzell

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