Schneechaos am Sonntag in der Region

Mehrere Orte im Salzburger Land von der Außenwelt abgeschnitten

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Landkreis - Heftige Schneefälle haben seit Freitagabend in der Region für Chaos gesorgt. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Zudem starb eine junge Frau bei einem Lawinenabgang am Teisenberg. Und die Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes gelten auch noch bis Montagmittag.

SERVICE:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Schneechaos hat Region auch am Sonntag fest im Griff
  • Insgesamt weit über 200 Einsätze bis Sonntagvormittag
  • Frau (20) stirbt in Lawine, 19-Jähriger bei Unfall bei Bad Tölz getötet
  • Mehrere Orte in Österreich von der Außenwelt abgeschnitten
  • Mehrere Straßen und Bahnstrecken in der Region gesperrt

UPDATE, 22.48 Uhr - Einsatzbericht A8 bei Traunstein

Starker Rückreiseverkehr aus den Urlaubsgebieten sowie anhaltende Schneefälle führten am Sonntag auf der BAB A8 im Bereich Traunstein zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Nachdem gegen 12.30 Uhr mehrere Bäume bei Siegsdorf einen Fahrtstreifen in Fahrtrichtung München blockierten, kam es schnell zu Stauungen von etwa 10 km Länge. Da noch weitere Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen drohten, musste zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit die rechte Spur gesperrt werden. Die Verantwortlichen vom Landratsamt Traunstein, der Autobahnmeisterei Siegsdorf sowie der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein entschlossen sich am frühen Nachmittag zum Aufruf einer Koordinierungsgruppe, um für mögliche, weitreichende Beeinträchtigungen gerüstet zu sein. 

Diese begann um 15 Uhr ihre Arbeit bei der Autobahnpolizei Siegsdorf. Nachdem mehrere Bäume bei Vogling beseitigt worden waren, waren beide Fahrtrichtungen dort frei. Aufgrund der kurzzeitigen Sperrungen und wegen des starken Verkehrsaufkommens in Richtung München kam es bis gegen 17 Uhr zu Stauungen bzw. zähfließendem Verkehr zwischen der Grenze beim Walserberg und Bergen (etwa 20 km). 

Gegen 18 Uhr konnte auch die Sperre eines Fahrstreifens bei Bergen wieder aufgehoben werden. Die Autobahnmeisterei war mit verfügbarem Personal pausenlos unterwegs und konnte so weitgehend freie Fahrbahnen gewährleisten. Vorbeugend waren aber Umleitungsstrecken geplant sowie Maßnahmen bei möglichen, langzeitigen Stauungen vorbereitet worden. 

Glücklicherweise musste aber nichts veranlasst werden. Bis auf drei sogenannte Kleinunfälle kam es zu keinen nennenswerten Vorkommnissen. Bis gegen 20.30 Uhr hatte sich die Stauungen in Richtung München soweit aufgelöst. Nachdem auch der einsetzende Lkw-Verkehr problemlos den bergigen Streckenabschnitt passieren konnte, wurde um 22.30 Uhr die Arbeit der Koordinierungsgruppe beendet. 

Die insgesamt 85 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, BRK, Malteser Hilfsdienst, Bergwacht, Polizei, der Integrierten Leitstelle (ILS) sowie den Landratsämtern Traunstein und Berchtesgadener Land wurden aus dem Einsatz entlassen.

Pressemeldung Verkehrspolizei Traunstein

UPDATE, 21.45 Uhr - Skifahrer (26) aus Oberbayern stirbt bei Lawinenabgang

Ein 26-jähriger Skifahrer aus dem Landkreis Dachau ist im österreichischen Vorarlberg bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen.

Wie die Polizei meldet, stammt der 26-Jährige aus dem Landkreis Dachau. Der Skifahrer war trotz hoher Lawinengefahr abseits der gesicherten Pisten unterwegs. Seine Begleiterin und die Bergrettung gruben ihn schnell aus den Schneemassen aus. Der junge Mann konnte jedoch nicht mehr reanimiert werden. 

Das Unglück passierte am Sonntag in Schoppernau, sagte ein Polizeisprecher und bestätigte einen Bericht der Nachrichtenagentur APA. Zur Herkunft des 1992 geborenen Mannes machte er vorerst keine weiteren Angaben.

Der Skifahrer war trotz hoher Lawinengefahr abseits der gesicherten Pisten unterwegs, wie die APA berichtete. Seine Begleiterin habe ihn noch aus den Schneemassen ausgegraben, doch er sei noch an der Unglücksstelle gestorben.

UPDATE, 21.38 Uhr - Richtigstellung 

Ursprünglich war die Rede von einer Vollsperrung der A8. Die ist nicht korrekt. Die St2102 wurde zwischen Neukirchen am Teisenberg und Oberteisendorf wegen Schnee- und Eisbruch und umgestürzter Bäume total gesperrt. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die Sperrung bleibt bis Montag, 7. Januar bis etwa 8 Uhr bestehen.

UPDATE, 18.52 Uhr - THW bereitet Vollsperrung der A8 vor

Am Sonntagabend gegen 17 Uhr wurde der Ortsverband des Technischen Hilfswerkes Traunreut alarmiert. Grund hierfür ist wohl die Vorbereitung auf eine Totalsperre der BAB A8. Hier Im Bereich Siegsdorf kam es den ganzen Tag bereits zu erheblichen Behinderungen wegen umgestürzter Bäume. Das THW belud die Fahrzeuge in Altenmarkt für diesen Einsatz und rückte in Richtung Autobahn aus. Nähere Informationen stehen uns derzeit noch nicht zur Verfügung.

Ortsverband des THW Traunreut rückt Richtung A8 aus

UPDATE, 18.22 Uhr - zwei Unglücksfälle in Bayern

Bei heftigem Schneefall sind viele Urlauber auf dem Rückweg aus den Weihnachtsferien in Österreich stecken geblieben. Tausende Touristen waren zeitweise in den großen österreichischen Skigebieten Obertauern und Saalbach-Hinterglemm eingeschlossen.

Die Zufahrtsstraßen wurden gesperrt, weil das Risiko von Lawinenabgängen zu hoch war. Für eine Lawinensprengung wurde außerdem die für den Reiseverkehr wichtige Tauernautobahn gesperrt.

Im gesamten deutschen Alpenraum galt am Sonntag die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Schnee verschüttete am Samstag in den Chiemgauer Alpen eine junge Tourenskifahrerin, die dabei ums Leben kam. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab wegen der Schneemassen Unwetterwarnungen heraus. Straßen-, Bahn- und Flugverkehr wurden erheblich behindert.

Während sich die Situation am Flughafen München entspannte, meldete die Deutsche Bahn etliche Streckensperrungen. Auf den Straßen kam es zu vielen Unfällen - nicht nur in und an den Alpen in Bayern und Österreich, sondern etwa auch im Schwarzwald.

In Oberbayern starb ein 19-Jähriger bei einem Autozusammenstoß auf schneeglatter Straße nahe Bad Tölz. Vier weitere Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, zwei davon schwer. Ein 23-Jähriger war auf die Gegenfahrbahn geraten und in die Beifahrerseite des anderen Autos gekracht. In der Nähe des Chiemsees wurde die Autobahn 8 bei Siegsdorf zeitweise gesperrt, weil Bäume unter der Schneelast auf die Fahrbahn ragten. In München wurden Linienbusse, die sich festgefahren hatten, von der Feuerwehr wieder flott gemacht.

Am Münchner Flughafen waren Räumdienste am Dreikönigswochenende fast ununterbrochen damit beschäftigt, die Start- und Landebahnen von den Schneemassen zu befreien. Für Sonntag wurden nur noch 15 Annullierungen erwartet, wohingegen tags zuvor noch 130 Flüge ausfielen. Hunderte Flugzeuge hatten zum Teil erheblich Verspätung.

Bahnreisende brauchten besonders in Bayern viel Geduld: Der starke Schneefall behinderte den Zugverkehr vor allem südlich und westlich von München. Etliche Verbindungen im Allgäu und zum Beispiel Richtung Garmisch-Partenkirchen waren bis auf weiteres gesperrt. "Wir sind seit der Nacht mit allen verfügbaren Kräften vor Ort, um die Strecken so schnell wie möglich wieder befahrbar zu machen", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntagmorgen. Wegen der schweren Schneelast fielen Bäume in Gleise und auf Oberleitungen.

Glück im Unglück hatten rund 300 Reisende, deren Nachtzug nach Zürich in der Nähe von Kitzbühel in Österreich mit einem umgestürzten Baum kollidierte. Nach vier Stunden auf offener Strecke wurden die Waggons in einen Bahnhof geschleppt, wo die unverletzten Passagiere mit warmen Getränken versorgt wurden.

Im österreichischen Saalbach-Hinterglemm waren zeitweise rund 12 000 Wintersportler eingeschlossen. Rund 50 Prozent der Urlauber kommen hier aus Deutschland. Sie seien nicht in Gefahr, beruhigte Bürgermeister Alois Hasenauer. "Wir sind im Ort gut versorgt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Im Skigebiet Obertauern sollte am Sonntag ein Konvoi für abreisende Gäste organisiert werden.

Unter der Schneelast zusammengebrochene Bäume verursachten auch Stromausfälle in Österreich. In Tirol warnten die Behörden wegen der Gefahr von Baumstürzen vor Wanderungen. "Ich rate der Bevölkerung, diese Tage auf Waldspaziergänge zu verzichten und generelle Vorsicht im Freien walten zu lassen", teilte der Verwaltungschef des Bezirks Kufstein, Christoph Platzgummer, mit.

Nach Angaben des Lawinenwarndienstes Bayern galt am Sonntag im gesamten deutschen Alpenraum die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier. Das bedeutet, dass sich große Lawinen schon durch ihr Eigengewicht und damit ohne menschliche Einwirkung auslösen können. Bei einem Lawinenabgang am Teisenberg in den Chiemgauer Alpen starb eine 20-jährige Frau. Nach Polizei-Angaben war sie am Samstag in einer Gruppe von insgesamt sechs Tourenskifahrern unterwegs, als sich bei der Abfahrt ins Tal eine Lawine löste. Die junge Frau aus dem Berchtesgadener Land wurde komplett verschüttet. Ihre Begleiter wurden von dem Schneebrett nicht erfasst.

Am Sonntag hielt im Alpenraum der starke Schneefall an, bereits in den Vortagen war verbreitet mehr als ein Meter Neuschnee gefallen. Die Experten erwarteten für die nächsten Tage eine leichte Entspannung der Lawinenlage, wenn sich die Neuschneemengen setzen.

Die neue Woche beginnt der Vorhersage zufolge in Deutschland meist bedeckt und besonders in der Osthälfte gebietsweise mit Regen oder Sprühregen. Im Süden und in den östlichen Mittelgebirgen soll es teils bis in tiefe Lagen schneien, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. An den Alpen nehme die Intensität der Schneefälle ab. Für den Westen und Nordwesten Deutschlands erwartete der DWD oft trockenes Wetter. Im Laufe des Montagnachmittags sei jedoch von der Nordsee her mit neuem Regen zu rechnen.

UPDATE, 18.15 Uhr - zahlreiche Unfälle 

In der Nacht auf den 6. Januar war die Traunreuter Polizei mit mehreren Verkehrsunfällen aufgrund der Schneeglätte sowie umgestürzten Bäumen beschäftigt. Die Polizei sowie die Feuerwehr Stein an der Traun mussten zu einem Verkehrsunfall in der Hassmoniger Straße im Traunreuter Ortsteil Hörpolding ausrücken, da dort ein Baum umgestürzt war. Der Fahrer eines Autos musste wegen eines umstürzenden Baumes neben die Fahrbahn ausweichen. Der Sachschaden am Wagen beläuft sich auf etwa 1.500 Euro. 

Im Anschluss musste die Traunreuter Streife zur Kreisstraße TS26 in Palling weiterfahren, da dort ein Auto unter einem umgestürzten Baum durchgerutscht war. Der Sachschaden am Fahrzeug beläuft sich auf circa 5.000 Euro. Die Pallinger Feuerwehr war dort ebenso im Einsatz. Letztlich stürzten auf der Staatsstraße 2093 zwischen Benetsham und Stein an der Traun gleich mehrere Bäume um, sodass diese Straße nicht mehr passierbar war. 

Der Streckenabschnitt wurde deshalb durch die Feuerwehren aus Stein an der Traun und Lindach komplett gesperrt, da aufgrund des anhaltenden Schneefalls mit weiteren Baumschäden zu rechnen war und ein gefahrloses Entfernen der umgestürzten Bäume für die Feuerwehr nicht möglich war.

Pressemeldung Polizeiinspektion Trostberg

UPDATE, 17.30 Uhr - Unterrichtsausfälle

Wie Antenne Bayern und Bayern 3 berichtet, entfällt wegen der anhaltenden Schneefälle am 7. Januar an folgenden Schulen der Unterricht: 

Im Landkreis Traunstein: an allen Schulen der Großen Kreisstadt Traunstein sowie an allen Schulen südlich der Linie Chieming-Nußdorf. Im Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen: am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium und an der Grundschule in Icking. Im Landkreis Miesbach: Grund- und Mittelschule Hausham, Förderzentrum Hausham, Private Montessorischule Hausham, Gymnasium Holzkirchen, Realschule Holzkirchen, FOS Holzkirchen, Grundschule an der Baumgartenstraße Holzkirchen, Quirin-Regler-Grundschule Holzkirchen, Mittelschule Holzkirchen, Private Ganztagsschule Holzkirchen, Grundschule Otterfing, Grund- und Mittelschule Valley, Grundschule Warngau, Grundschule Wall. 

Im Landkreis Ostallgäu: an allen Schulen. Im Landkreis Günzburg fällt der Unterricht wegen einer defekten Heizungsanlage an der Grundschule Deisenhausen aus.

UPDATE, 17.15 Uhr - Straßensperrungen im Berchtesgadener Land 

Der heftige Wintereinbruch der letzten Tage hat viele Straßen im Landkreis Berchtesgadener Land unpassierbar gemacht.

Zum Beispiel im Achthal Gemeinde Oberteisendorf, dort wurde die Verbindungsstrecke zwischen Neukirchen und Oberteisendorf wegen Schneefalls und umgefallener Bäumen gesperrt.

Auch das THW war auf der A8 bei Neukirchen im Einsatz. Sie regelte den Verkehr langsam an einem Waldstück vorbei und begutachtet die schweren Schneelasten auf den Bäumen.

Nach Wintereinbruch: Straßensperren im Berchtesgadener Land

UPDATE, 16.24 Uhr - Bahnverkehr eingeschränkt

Auch der Bahnverkehr leidet weiterhin extrem unter den Wetterbedingungen. 

Aufgrund des starken Schneefalls in den südlichen Teilen Bayerns und den angrenzenden Regionen kann es weiterhin zu Verspätungen kommen. Dies betrifft insbesondere Züge ab München Hbf nach Österreich, Italien und in die Schweiz (und Gegenrichtung). Neben dem Fernverkehr kommt es auch im Regionalverkehr im Süden Bayerns und Baden-Württemberg zu Einschränkungen bzw. Verspätungen.

UPDATE, 16 Uhr - Auch DEL2-Spiel abgesagt

Zwischen dem Grenzübergang Bad Reichenhall und Bergen hat sich mittlerweile ein 30 kilometerlanger Stau gebildet. Autofahrer werden gebeten eine Rettungsgasse zu bilden. 

Auch die B305 bei Schneizlreuth wurde in beiden Richtungen gesperrt. Dort besteht erhöhte Lawinengefahr. 

Das Wetter hat auch auf die Sportwelt Auswirkungen. Aufgrund des eingebrochenen Winterchaos im Landkreis Bad Tölz, musste das DEL 2-Hauptrundenspiel zwischen den Bietigheim Steelers und den Tölzer Löwen abgesagt werden.

UPDATE, 15.40 Uhr - Schneechaos im Landkreis Traunstein

Seit den frühen Morgenstunden sind wieder unzählige Feuerwehren Landkreis Traunstein im Einsatz. Überwiegend wegen Bäume, die durch die schweren Schneemassen umknicken und somit Straßen blockieren. Mehrere Straßen mussten im Landkreis Traunstein gesperrt werden. 

Gegen Mittag stürzten auch auf der Autobahn A8 zwischen Schweinbach und Bergen mehrere Bäume um. Das THW sperrte die Autobahn. Nach dem die Feuerwehr Siegsdorf und die Autobahnmeisterei vor Ort waren, wurde noch ein weiterer Baum gefällt. Ein Krisenstab berät derzeit, ob weiter Bäume gefällt werden müssen. In dieser Zeit läuft der Verkehr einspurig weiter. Es hat sich bis jetzt ein Rückstau bis Salzburg gebildet.

Schneechaos im Landkreis Traunstein

Auch in Österreich kämpfen Urlauber und Einheimische gegen die Schneemassen.

Hunderte Zugpassagiere saßen am frühen Morgen rund vier Stunden lang in Leogang bei Kitzbühel auf offener Strecke fest, weil ein schneebeladener Baum auf die Gleise gestürzt war. Die für den Reiseverkehr wichtige Tauernautobahn war wegen einer Lawinensprengung kurzfristig gesperrt.

Unterdessen wurden am Sonntag auch in westlichsten Bundesland Vorarlberg die Lawinenwarnstufe auf vier heraufgesetzt - die zweithöchste auf der fünfstufigen Skala. Somit herrscht in weiten Teilen der österreichischen Alpen große Lawinengefahr. Wegen dieses Risikos blieb am Sonntag die Zufahrt in das Skigebiet Obertauern südlich von Salzburg weiterhin gesperrt. Wie viele Urlauber seit Samstagabend eingeschlossen waren, gab der örtliche Tourismusverband nicht bekannt.

In den Bundesländern Niederösterreich und Oberösterreich waren zwischenzeitlich rund 14.000 Haushalte ohne Strom, weil Bäume und Äste Leitungen beschädigten.

Update, 14.59 Uhr - Grenzübergänge gesperrt

Im Grenzgebiet verschärft sich die Lage immer weiter. Im Berchtesgadener Land wurden alle Passstraßen gesperrt. Auch fast alle Grenzübergänge nach Österreich wurden dicht gemacht. Teilweise dürfen nicht einmal mehr Fußgänger das Gebiet passieren. Ebenso Autofahrer aus Italien mussten Schneeketten aufziehen und an der Grenze wieder umdrehen.

UPDATE, 14.15 Uhr - Keine Besserung in Sicht

Laut Deutschem Wetterdienst soll sich die Wetterlage auch in den nächsten Tagen nicht entspannen. Man rechnet weiterhin mit starkem Schneefall und Stürmen. Neuschnee von über 70 Zentimetern sorgen für ein riesiges Verkehrschaos auf den Straßen und Schienen. 

UPDATE, 13.30 Uhr - Linke Spur auf A8 kurzzeitig frei

Kurzzeitig ist jetzt der linke Fahrstreifen der A8 in Richtung München noch einmal frei gegeben worden. Später muss die Autobahn allerdings noch einmal voll gesperrt werden, da im Bereich zwischen Schweinbach und Bergen mehrere Bäume auf die Fahrbahn gestürzt sind bzw. gefährlich dort hineinragen. Die entsprechende Bäume müssen gefällt, zerkleinert und beseitigt werden.

UPDATE, 13.20 Uhr - Nun auch A8 und B305 voll gesperrt

Soeben wurde gemeldet, dass nun auch die A8 in Fahrtrichtung München voll gesperrt werden musste, und zwar zwischen den Anschlussstellen Schweinbach und Bergen. Auch die B305 bei Schneizlreuth ist derzeit nicht befahrbar. Näheres dazu in Kürze.

UPDATE, 13.15 Uhr - Retter weiterhin im Dauereinsatz

Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst haben weiter alle Hände voll zu tun. Seit Samstagabend um 20 Uhr ereigneten sich im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, welches von Garmisch-Partenkirchen bis nach Berchtesgaden reicht, insgesamt 24 Unfälle. Bei 21 davon blieb es bei Blechschäden, bei drei weiteren wurden insgesamt drei Menschen (leicht) verletzt.

Zudem gab es rund 150 Einsätze für die regionalen Feuerwehren. Grund hierfür waren zumeist liegengebliebene Fahrzeuge oder umgestürzte Bäume. Auch am Sonntagvormittag verzeichnete die Einsatzzentrale der Polizei ein "erhöhtes Einsatzaufkommen". Weiter westlich zählte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West am Samstag bis zum frühen Abend 135 Verkehrsunfälle. Dabei wurden sieben Menschen verletzt, einer davon schwer.

Zudem teilte die Polizeiinspektion Rosenheim am Mittag mit, dass sich alleine in ihrem Dienstbereich in den letzten 48 Stunden insgesamt zwölf Unfälle ereignet haben. Der Schaden hierbei beträgt rund 35.000 Euro. Es blieb bei allen Verkehrsunfällen glücklicherweise bei Blechschäden. Zudem lobten die Beamten die Verkehrsteilnehmer ausdrücklich, da alle kontrollierten Fahrzeuge den gesetzlichen Vorgaben, zum Beispiel mit der Ausrüstung von Winterreifen, entsprachen.

UPDATE, 11.55 Uhr - Lkw kracht an B15 gegen Scheune

Am Samstag hatte es für die Einsatzkräfte auch im Altlandkreis Wasserburg und entlang der B15 einiges zu tun gegeben. Wegen des dichten Schneefalls herrschte zum Beispiel in der Wasserburger Altstadt fast "gespenstische Ruhe", wohingegen die Feuerwehr bei Griesstätt gefordert war, wo zwei Lastwagen frei geschleppt werden mussten, die in den dichten Schneemassen nicht mehr vorwärts kamen.

Auch auf der Bundesstraße bei Schechen musste die Floriansjünger ran, nachdem ein Lastwagen bei den winterlichen Straßenverhältnissen von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Scheune gekracht war. Auch bei Soyen kam ein Laster von der Fahrbahn ab. Hier musste die Bundesstraße kurzzeitig sogar total gesperrt werden.

UPDATE, 11.20 Uhr - Polizei gibt Details zu Lawinenunfall bekannt

Jetzt hat die Polizei weitere Details zu dem tödlichen Lawinenunfall veröffentlicht: Eine Gruppe von sechs Personen fuhr am Samstag gegen 16 Uhr mit ihren Tourenski von der Stoißer Alm am Teisenberg ins Tal ab. Dabei löste sich ein Schneebrett und eine 20-Jährige aus dem Berchtesgadener Land wurde von den Schneemassen total verschüttet. Die übrigen Personen wurden vom Schneebrett nicht erfasst, setzten einen Notruf ab und begannen mit der Suche.

Ein Lawinenhund der Lawinenhundestaffel der Bergwacht konnte die Verschüttete zwar rasch finden, doch trotz Reanimationsmaßnahmen verstarb die 20-Jährige noch am Unfallort. Die fünf Begleiter konnten von der Bergwacht sicher ins Tal gebracht werden.

Auch alle Rettungskräfte der Bergwacht aus Teisendorf, Freilassing, Reichenhall, Berchtesgaden und Schleching sowie der Alpinpolizei kehrten trotz der großen Lawinengefahr unversehrt ins Tal zurück. Ein Polizeibergführer der Alpinpolizei wird die Umstände der Lawinenauslösung und des Schneebrettabgangs untersuchen.

UPDATE, 11.10 Uhr - Auto überschlägt sich bei Kastl

Zu einem Glätteunfall ist es am Sonntagmorgen gegen 8.30 Uhr auf der Kreisstraße AÖ6 bei Kastl (Landkreis Altötting) gekommen. Eine 36-jährige Winhöringerin war mit ihrem Opel auf der besagten Kreisstraße in Fahrtrichtung Altötting unterwegs. Kurz vor dem Weiler Hinterberg kam sie aufgrund matschiger Fahrbahnverhältnissen ins Schleudern und von der Fahrbahn ab.

Das Fahrzeug überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. Die Fahrzeuglenkerin sowie ihre kleine Tochter (6) wurden vom Garchinger Rettungsdienst noch vor Ort untersucht, blieben jedoch glücklicherweise unverletzt und mussten nicht in eine Klinik gebracht werden.

Unfall wegen Glätte auf Kreisstraße bei Kastl

UPDATE, 10.55 Uhr - Bahnstrecke bei Feldkirchen-Westerham gesperrt

Jetzt ist auch die Bahnstrecke München - Holzkirchen - Rosenheim gesperrt worden. Aufgrund der Witterung könnten aktuell die Züge auf dem Streckenabschnitt zwischen Westerham und Kreuzstraße nicht verkehren, teilte die Bayerische Oberlandbahn (BOB) auf ihrer Homepage mit. Mehrere Züge sind bereits ausgefallen. Wie lange die Sperrung anhalten wird, ist derzeit unklar.

Auch die Bahn-Verbindung zwischen Holzkirchen und dem Oberland ist derzeit blockiert. "Der Zugbetrieb zwischen Holzkirchen und Oberland musste daher heute früh eingestellt werden und bleibt eingestellt, bis die Netzinfrastruktur durch die Deutsche Bahn wieder freigeräumt wurde. Der Schneefall soll weiter anhalten und es gibt derzeit keine Prognose von DB Netz, bis wann die Strecken geräumt sind", sagte Pressesprecher Fabian Amini.

UPDATE, 10.05 Uhr - Orte im Salzburger Land von Außenwelt abgeschnitten

Auch in Österreich bleibt die Lage wegen des anhaltenden Schneefalls dramatisch. Zahlreiche Bundes- und Landesstraßen mussten gesperrt werden, Lawinenabgänge wurden gemeldet - einer davon an der Schwalbenwand im Salzburger Pinzgau.

In Österreich kam in der Nacht jede Menge Neuschnee hinzu.

In einem äußerst schwierigen Einsatz wurde der Verschüttete nach rund eineinhalb Stunden von rund 35 Rettern, die wegen des schlechten Wetters zu Fuß aufsteigen mussten, aus dem Schneebrett gezogen. "Es war für unsere Einsatzkräfte unter diesen Bedingungen eine grenzwertige Situation", betont der Pinzgauer Bergrettungs-Bezirksleiter Bernhard Tritscher dem Österreichischen Rundfunk (ORF). Der verschüttete Pinzgauer hatte dabei noch Glück im Unglück: Er hatte eine ausreichend große "Höhle" zum Atmen und konnte außerdem per Handy die Retter relativ genau zur Unfallstelle lotsen.

Zudem sollen wegen der starken Schneefälle einige Orte im Salzburger Land und in Kärnten bereits von der Außenwelt abgeschnitten sein. Die Presseagentur Aktivnews berichtet, dass einer der betroffenen Orte St. Koloman im Tennengau ist. Hier rät der Bürgermeister seinen Bürgern, am besten zu Hause zu bleiben, bis sich die Lage bessert. Auch die beliebten Skizentren Obertauern (Pongau/Lungau) und Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) sind seit der Nacht auf Sonntag komplett vom Verkehr abgeschnitten.

UPDATE, 9.30 Uhr - Tauernautobahn gesperrt

Auch direkt an der Tauernautobahn (A10) in Österreich ist die Lawinengefahr riesengroß. Deswegen wurde die Autobahn am Sonntagmorgen gegen 8.30 Uhr bei Flachau im Pongau total gesperrt, wie das Portal salzburg24.at berichtet. In Richtung Villach wurde der Verkehr bei der Einhausung Flachau gestoppt, in der Gegenrichtung bei der Rastanlage Lungau. 

Erst wenn die Schneebretter an den Hängen am Rand der Autobahn gesprengt sind, soll es weiter gehen, hieß es. Der Autobahnbetreiber Asfinag hat sich dabei mit der Lawinenkommission entsprechend abgesprochen.

UPDATE, 9 Uhr - Weitere Details zu Lawine an B305

Jetzt hat die Polizei neue Details zum Lawinenabgang an der B305 zwischen Seegatterl und Winklmoosalm am Samstag bekannt gegeben: Die Insassin des verschütteten Autos hatte dabei Glück im Unglück. Die 48-jährige Frau aus dem Landkreis Berchtesgadener Land konnte von den eintreffenden Rettungskräften nämlich rasch aus ihrem Fahrzeug befreit werden.
Allerdings hätte die Dame die Fahrt auf dieser Straße besser mal gelassen: Denn sie befuhr die Straße trotz einer eigentlich angeordneten Sperrung, als hinter ihr plötzlich die Lawine abging und ihren Wagen erfasste. Erst nach Räumung der Fahrbahn war ihr die Weiterfahrt möglich.

UPDATE, 8.10 Uhr - Frau stirbt in Lawine: So lief der dramatische Einsatz

Eine 20-jährige Skitourengeherin aus dem Berchtesgadener Land ist am Samstagnachmittag in einem steilen Hang unterhalb der Stoißer Alm am Teisenberg von einer Lawine erfasst und komplett verschüttet worden. 

So lief der dramatische Einsatz ab: Einsatzkräfte von Bergwacht und Polizei stiegen unter riskanten Bedingungen bei großer Lawinengefahr und sehr schlechter Sicht mühsam zu Fuß auf, wobei ein Lawinenhund vor Ort dann die junge Frau sofort fand. Die Retter konnten sie sondieren, rasch ausgraben und versuchten sie noch wiederzubeleben, hatten aber aufgrund der langen Verschüttungsdauer letztlich keine Chance. Wegen massiver Schneefälle, Wind und Nebel konnten keine Hubschrauber fliegen und Überschneefahrzeuge nur im unteren Teil der Forststraße eingesetzt werden. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte sich um die betroffenen Angehörigen.

Begleiter der 20-Jährigen hatten gegen 16.15 Uhr einen Notruf abgesetzt, wobei die Leitstelle Traunstein und die Polizeieinsatzzentrale Rosenheim sofort ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmierte, darunter die Alpine Einsatzgruppe der Polizei (AEG), die Bergwachten Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing und Teisendorf-Anger, die Such- und Lawinenhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau, die Chiemgauer Bergwacht-Notärzte, das Team des bei der Bergwacht Traunstein stationierten Technikbusses und die die bei der Bergwacht Schleching stationierte Koordinierungsgruppe für große Schadenslagen.

Insgesamt waren fünf Suchhundeteams, zwei Bergwacht-Notärzte und vier Überschneefahrzeuge im Einsatz. Ein Traktorfahrer unterstützte die Retter und räumte die Forststraße und die Kohlhäuslstraße mit seinem Schneepflug während des gesamten Einsatzes so weit wie möglich frei.

Lawinenabgang an Stoißer Alm am Teisenberg

Die Besatzung des zu Beginn alarmierten Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ hatte wegen Schneefall und Nebel keine Chance die Einsatzstelle anzufliegen. Als der erste Reichenhaller Hundeführer an der Lawine eintraf, zeigte sein Hund die Verschüttete sofort an. Die Einsatzkräfte konnten sie sondieren und rasch ausgraben, versuchten sie noch wiederzubeleben, hatten aber letztlich aufgrund der langen Verschüttungsdauer keine Chance. 

Die Retter brachten die betroffenen Begleiter zum Kohlhäuslparkplatz, wo sie der Kriseninterventionsdienst übernahm und im Fahrzeug und dann im Tal weiter betreute. Polizeibergführer nahmen den Unfall auf. Die Bergwacht brachte die Verstorbene dann gegen 20 Uhr ins Tal.

UPDATE, 7.50 Uhr - Tanklaster bei Ebersberg im Graben

Ein Tanklaster rutschte von der B304.

Am Samstag musste auch die Ortsumfahrung von Ebersberg (B304) an der Abzweigung nach Grafing zeitweise gesperrt werden, nachdem ein Tanklastzug dort in den Graben gerutscht war. Die Feuerwehren aus Grafing, Nettelkofen und Ebersberg sicherten die Unfallstelle ab, bis ein Bergeunternehmen den Havaristen wieder auf die Straße gezogen hatte.
Im Bereich Pöring in der Gemeinde Zorneding waren die Straßen teilweise aufgrund von Schneeverwehungen unpassierbar. Mehrere Fahrzeuge, darunter auch ein Tankwagen, blieben stecken. In Weißenfeld in der Gemeinde Vaterstetten führten die Schneefällen zu drastischen Straßenverhältnissen.

Schneechaos im Landkreis Ebersberg

UPDATE, 7.30 Uhr - Auch Bahnstrecken von Schneechaos betroffen

Auch der Bahn macht der heftige Wintereinbruch gehörig zu schaffen. Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, ist die S-Bahn-Linie 6 zwischen Gauting und Starnberg derzeit unterbrochen. Grund dafür ist ein in die Gleisanlagen gestürzter Baum.

Ebenfalls nichts geht mehr - und das bereits seit Samstagabend - auf der Bahnstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck. Hier wurde die Oberleitung durch den Schnee beschädigt. Zwischen Garmisch-Partenkirchen und Scharnitz wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Die Erstmeldung:

Zwischen zehn und 20 Zentimeter Neuschnee sind stellenweise gefallen. In den höheren Lagen fiel in den vergangenen Tagen sogar bis zu einem Meter Neuschnee. Die entsprechende Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gilt sogar noch bis Montag, 12 Uhr.

Im Schneechaos passierten auch zahlreiche Unfälle. Während die meisten davon zum Glück glimpflich ausgingen, krachte es auf der B472 im Landkreis Bad Tölz besonders schlimm. Bei einem Zusammenstoß bei Reichersbeuern starb ein 19-Jähriger. Auch am Flughafen München brachte der Schnee den Betrieb gehörig durcheinander. Bis zu 130 Flüge fielen aus.

Bei einem Lawinenabgang am Teisenberg ist eine junge Frau (20) aus dem Berchtesgadener Land verschüttet worden und verstorben. In den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen gilt derzeit die Lawinenwarnstufe 4. Im übrigen Alpenraum gilt die Warnstufe 3, wobei diese für die bayerischen Voralpen (Landkreis Rosenheim) oberhalb der Waldgrenze am Sonntagmorgen auch auf Stufe 4 erhöht wurde.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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