Kontrollen im Landkreis

Schnaps, Drugs und Rosenheims Zoll

Landkreis - Bei Kontrollen auf den oberbayerischen Autobahnen haben Rosenheimer Zollbeamte innerhalb einer Woche gleich mehrere Alkoholschmuggler und Drogenbesitzer aufgegriffen.

Am 12. September kontrollierten die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege Traunstein des Hauptzollamtes Rosenheim ein in Großbritannien zugelassenes Auto. Das Fahrzeug war auf der Autobahn A8 in Fahrtrichtung München unterwegs und wurde bei der Anschlussstelle Rosenheim-West auf einen Parkplatz gezogen.

Der 23-jährige Fahrer und seine 21-jährige Beifahrerin gaben an, keine Betäubungsmittel dabei zu haben. Zur Überprüfung der Aussage ließen die Zöllner das Auto von ihrem Rauschgiftspürhund Dewi absuchen. Dessen besonderes Interesse am Schalthebel des Fahrzeuges veranlasste die Beamten eine Abdeckung am Schaltknauf zu öffnen. Zum Vorschein kam eine Cliptüte mit zirka einem Gramm Kokain.

Daraufhin wurde das Auto für eine Intensivkontrolle in die Überholungshalle des Hauptzollamtes Rosenheim verlagert. Dort entdeckten die Zöllner unter der Fußmatte auf der Beifahrerseite eine weitere Cliptüte - diesmal mit rund einem Gramm Haschisch - und einen größeren Bargeldbetrag. In einer Kühltasche im Kofferraum fanden sie darüber hinaus fünf, in Alufolie verpackte, mit Liquid-LSD getränkte Zuckerwürfel sowie 48 Stück Ecstasy-Tabletten.

Gegen das britische Pärchen wurde ein Strafverfahren wegen Bannbruches und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde das vorgefundene Bargeld, abgesehen von einem Restbetrag für die Heimfahrt, als Sicherheit für die Strafe und die Verfahrenskosten einbehalten. Ebenso wurde das gesamte Potpourri der aufgefundenen Betäubungsmittel vom Zoll sichergestellt.

Bulgarischen Branntwein beschlagnahmt

Zwei Tage später, am 14. September, hatte die Kontrolleinheit Verkehrswege Traunstein auf der Autobahn Salzburg Richtung München bei Piding einen bulgarischen Kleinlaster zu einer Kontrolle aus dem fließenden Verkehr gezogen. Alle acht Insassen verneinten die Frage der Zöllner nach mitgeführten Waren, insbesondere Zigaretten und Alkohol.

Bei der anschließenden Kontrolle des Fahrzeuges stellten die Zöllner jedoch insgesamt 234 Flaschen mit zusammengenommen 113,4 Litern Trinkbranntwein in bulgarischer Originalverpackung fest. Auf mehrmaliges Nachfragen gab der in Brüssel ansässige Fahrer schließlich zu, die 29 Kartons mit dem hochprozentigen Inhalt an Händler in Hessen und Belgien ausliefern zu wollen.

Gegen ihn wurde ein Steuerstrafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Nach Sicherstellung des gesamten Trinkbranntweins und Entrichtung einer Sicherheit für die zu erwartende Strafe durfte die Gruppe ihre Fahrt fortsetzen.

Weiterverkauf von Alkohol bestritten

Bereits einige Tage vorher war den Traunsteiner Kontrollbeamten des Hauptzollamtes Rosenheim auf der Autobahn A94 bei Winhöring ein ebenfalls aus Bulgarien kommender Kleintransporter mit 186 Flaschen vierzigprozentigem bulgarischen Branntwein ins Netz gegangen. Der in Frankfurt am Main lebende Besitzer bestritt bis zum Schluss, dass die Ladung zum Weiterverkauf bestimmt sei. Stattdessen gab er an, den gesamten Schnaps für die Hochzeit seines Sohnes zu benötigen.

Der Einleitung eines Steuerstrafverfahrens gegen ihn und der Sicherstellung des Branntweines durch den Zoll, konnte er dadurch nicht entgehen. Aufgrund seines deutschen Wohnsitzes wurde auf die Zahlung einer Sicherheit verzichtet.

Iraker mit Springmesser unterwegs

Am 15. September war dann die Kontrolleinheit Verkehrswege München des Hauptzollamtes Rosenheim wieder auf der A8 Richtung München erfolgreich. Auf Höhe des Parkplatzes Seehamer See-Ost hatten sie ein österreichisches Auto zur Kontrolle aus dem fließenden Verkehr gezogen. In der Hosentasche des Fahrers fanden die Kontrollbeamten eine Tüte mit einem Gramm Kokain.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeuges konnte noch ein griffbereites Springmesser im Handschuhfach festgestellt werden. Dem in Wien lebenden Iraker droht jetzt ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz.

Pressemitteilung des Hauptzollamtes Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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