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Jetzt ermittelt die Polizei

Tote Krähen auf dem Erdbeerfeld in Pang: Abgeschlagene Köpfe sorgen für Entsetzen

Bild des Schreckens: An der Raublinger Straße haben Spaziergänger einen geköpften Vogel gefunden.
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Bild des Schreckens: An der Raublinger Straße haben Spaziergänger einen geköpften Vogel gefunden.

Entsetzen bei den Spaziergängern, Schock bei dem Betreiber des Erdbeerfeldes in Pang: An der Raublinger Straße haben bislang unbekannte Täter tote Vögel an einem Zaun aufgehängt – teilweise geköpft und ohne Flügel. Jetzt hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Rosenheim – Ursula Lechner kann es auch Tage später noch nicht fassen. „Ich verstehe nicht, was in solchen Menschen vorgeht“, sagt sie. Am vergangenen Freitag habe sie die toten Vögel während eines Spaziergangs mit ihrem Sohn entdeckt. Gleich mehrere seien es gewesen.

Bei einigen habe der Kopf gefehlt, bei anderen die Flügel. „Ein abgehackter Flügel lag direkt bei den Erdbeeren“, sagt sie. Die restlichen Überbleibsel der Tiere hätten die Unbekannten mit einem Stück Draht an dem Zaun befestigt. „Da hat man zum Teil sogar die Knochen gesehen“, sagt Lechner.

Tiere haben oberste Priorität

Für die Rosenheimerin ein Unding. Sie sei geschockt gewesen, habe anfangs überhaupt nicht gewusst, was sie unternehmen soll. „Tiere haben bei mir oberste Priorität“, sagt sie. Auch deshalb habe sie beschlossen, die „Sache nicht auf sich beruhen zu lassen“.

Ihr Sohn hat Fotos von den Vögeln gemacht, einige Tage später wendet sie sich an die Presse. „Solchen Menschen muss das Handwerk gelegt werden“, sagt Lechner.

Seit mehr als 20 Jahren Verkaufsstände in der Region

Und auch der Betreiber des Erdbeerfeldes ist entsetzt. Sigmund Adlmeier betreibt seit mehr als 20 Jahren Verkaufsstände in der Region. Seine Mitarbeiter hätten die toten Tiere am Dienstag entdeckt und sofort entsorgt. „So etwas ist noch nie vorgekommen“, sagt Sigmund Adlmeier. Er spricht von „Sabotage“, kann nicht nachvollziehen, warum die unbekannten Täter so etwas getan haben.

Mit Blasrohr auf Tauben geschossen

Keinerlei Verständnis dafür hat auch Andrea Thomas, Vorsitzende des Tierschutzvereins. „Das ist eine unvorstellbare Gräueltat“, sagt sie. Und doch gebe es immer wieder solche Vorfälle. Thomas erinnert sich daran, dass vor drei Jahren in der Rosenheimer Innenstadt zwei Tauben gefunden wurden, bei denen Pfeile im Körper steckten.

Mit Blasrohren Jagd auf Enten

2015 hätten Jugendliche mit Blasrohren in Bad Aibling Jagd auf Enten gemacht. Erst Anfang der Woche erschlugen Unbekannte in Bad Tölz eine trächtige Siamkatze an einer Hauswand und im Kreis Pfaffenhofen wurden zuletzt immer wieder Rehe ohne Häupter gefunden.

Es sind Vorfälle, von denen Andrea Thomas immer wieder in Kenntnis gesetzt wird. „So etwas macht mich fassungslos“, sagt sie. In den meisten Fällen würde der Tierschutzverein deshalb auch die Polizei einschalten und für Hinweise eine Belohnung auszahlen. Auch, um die Chancen zu erhöhen, dass die Täter gefasst werden.

Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt

Um die Auflösung des Vorfalls beim Erdbeerfeld in der Raublinger Straße kümmert sich jetzt die Rosenheimer Polizei, „Wir haben ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet“, sagt Polizeihauptkommissar Robert Maurer. Sollten die Täter gefasst werden, müssten sie mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder aber mit einer Geldstrafe rechnen.

Sorge um Kinder, die unterwegs sind

Darauf, dass aufgedeckt wird, wer hinter der Tat steckt, hofft auch Uschi Lechner. „Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn Kinder die toten Tiere gesehen hätten“, sagt die Rosenheimerin. Dass die Überreste mittlerweile weggeräumt wurden, ist für sie nur ein schwacher Trost. „Wer immer das gemacht hat, muss ein Monster gewesen sein“, ist sie überzeugt.