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Traditionsgasthaus in Rosenheim braucht neuen Wirt

Suche nach einem neuen Pächter für die „Fischküche“: Viele Interessenten, aber ....

Die „Fischküche“ in Rosenheim.
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Die „Fischküche“ in Rosenheim.

Nach acht Jahren gaben im Juli des vergangenen Jahres die bisherigen Wirtsleute des Traditionsgasthauses „Fischküche“ in Rosenheim bekannt, dass sie zum Jahresende den Betrieb aufgeben würden. Seitdem läuft die Suche nach einem neuen Pächter. Wir haben uns erkundigt, was es dabei neues gibt und wo die Herausforderungen liegen.

Rosenheim - „Die Fischküche ist ein Prestigeobjekt. Bisher immer gute Umsätze, dort in diesem Traditionslokal verwurzelte Stammtische. Darüber hinaus wurde das Gebäude, inklusive Kücheneinrichtung, Anfang des vergangenen Jahres generalsaniert. Ein neuer Wirt müsste also nicht von 0 starten sondern hätte gleich eine gute Ausgangslage“, berichtet Lorenz Stiglauer, Geschäftsführer der Flötzinger Brauerei, welcher die „Fischküche“ gehört. „Trotzdem hat sich die Suche schwierig gestaltet. Es würde keinesfalls an interessierten Gastronomen fehlen. Doch die hätten allesamt Probleme, Fachkräfte für den Betrieb zu finden, allem voran für die Küche! Nach langer Suche sind wir uns nun mit einem Pachtinteressenten allerdings weitestgehend einig. Unterschrieben ist aber noch nichts.“

Suche nach einem neuen Pächter für die „Fischküche“ in Rosenheim: Viele Interessenten, aber ....

Im Juli des vergangenen Jahres gab das bisherige Pächter-Ehepaar Christine und Michael Haldek bekannt, nach acht Jahren den Betrieb aufzugeben. Leicht fiel ihnen die Entscheidung nicht, wie sie im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen berichteten. Gründe dafür hätten sie viele. „Wir haben uns seit dem Beginn der Pandemie gerade so über Wasser gehalten“, berichtete Christine Haldek. Von den 19 Mitarbeitern seien noch vier übrig geblieben, ein volles Restaurant habe es schon lange nicht mehr gegeben. Hinzu komme, dass sich die beiden nicht impfen lassen wollen und sich damals abzeichnende Einschränkungen beim Gastrobesuch für Ungeimpfte. Weil sie diese Entwicklung nicht gutheißen, sei der Entschluss gefallen, sich zurückzuziehen.

Wie läuft die Suche nach einem neuen Pächter ab? „Wir haben natürlich ein Netzwerk in der Gastronomie-Szene, da fragt man herum oder kennt auch schon Leute“, berichtet Flötzinger-Geschäftsführer Stiglauer. „Hinzu kommen Anzeigen in der Lokalpresse und Fachzeitschriften und so weiter.“ Bereits tätige und etablierte Gastronomen seien die aussichtsreichsten Kandidaten. „Komplett neu in die Branche einzusteigen ist ja heutzutage sehr anspruchsvoll geworden.“ Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Vorschriften und bürokratischen Feinheiten, die man kennen muss. „Gerade in der aktuellen Lage. Ja, es gibt die Corona-Hilfen, aber um die richtig zu beantragen und so weiter muss man sich schon auskennen“, gibt Stiglauer zu bedenken. Und dann wäre da noch die Sache mit dem fehlenden Personal.

„Charakter wird erhalten und auch Speisekarte wird ähnlich bleiben“

„Die Gastronomie ist eine Dienstleistungsbranche, entsprechend steht und fällt alles mit den richtigen Mitarbeitern. Gastronomische Fachkräfte, insbesondere Köche und Küchenpersonal waren schon vor der Krise gefragte Leute“, berichtet Dr. Thomas Geppert Geschäftsführer des DEHOGA im Landkreis Rosenheim. „Das hat sich durch die Pandemie nochmal zugespitzt, alleine schon weil viele die Branche verlassen haben.“ Entsprechendes hatten bereits im Mai des vergangenen Jahres Vertreter der Branche aus der gesamten Region berichtet. „Es ist aber nicht nur die Abwanderung von Fachpersonal, die uns Sorgen bereitet. Auch dass viele Berufseinsteiger lieber auf vermeintlich sicherer Branchen umsteigen, könnte ein Problem werden.“, so Johannes W. Hofmann, Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Bayern e.V. im Berchtesgadener Land damals. Nach einem halben Jahr im Lockdown mussten sich damals zudem viele geringfügig Beschäftigte eine neue Arbeitsstelle suchen.

„Wie gesagt, trotz allem befinden wir uns mit einem Interessierten in sehr fortgeschrittenen Gesprächen und nur noch ein paar Punkte müssen geklärt werden“, so Flötzinger-Geschäftsführer Stiglauer abschließend. „In jedem Fall kann man schon sagen: Der Charakter der Fischküche wird erhalten und auch die Speisekarte wird ähnlich bleiben.“

hs

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