Polizei ermittelt

Stecken Jagdgegner hinter dem Brand in Aising? Revierinhaber Stieb äußert Vermutungen

Ein Brand im Aisinger Jagdrevier hat am Donnerstag für Aufregung gesorgt. Jetzt hat sich der zuständige Revierinhaber gemeldet. Er vermutet, dass Jagdgegner hinter dem Feuer stecken könnten. Auch die Polizei ermittelt.

Aising – Werner Stieb ist fassungslos. Seit 2013 ist er für das 700 Hektar große Jagdrevier in Aising zuständig. Doch einen Vorfall wie in den in der vergangenen Woche hat auch er noch nicht erlebt. „Seit Jahrzehnten hat es keine Brandstiftung mehr gegeben“, sagt er. Bis jetzt. Denn am Donnerstag bemerkten Anwohner den brennenden Hochstand in seinem Revier und wählten umgehend den Notruf.

Großflächiger Waldbrand verhindert

Nur das schnelle Eintreffen der Aisinger Feuerwehr habe Schlimmeres verhindert. „Die Jagdkanzel konnte zwar nicht mehr gerettet werden, aber dafür konnte ein großflächiger Waldbrand verhindert werden“, sagt Stieb. Dennoch seien einige Fichten den Flammen zum Opfer gefallen.

Die Polizei schätzt den Schaden auf 500 Euro und vermutet, dass ein Funkenflug der Auslöser für das Abbrennen des Aussichtsstandes gewesen sein könnte. „In der Nähe der Jadkanzel haben wir ein Lagerfeuer gefunden“, sagt Polizeihauptkommissar Robert Maurer.

Anzeige erstattet

Jagdpächter Werner Stieb hat mittlerweile Anzeige erstattet und für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt.

Eben auch, weil es bereits vor einigen Monaten einen „massiven Vandalismus“ gegeben habe. Der Revierinhaber spricht von einer Verschmutzung seines Reviers, sagt, dass Unbekannte sowohl das Gestell als auch die Leiter seines Jagdsitzes beschädigt hätten.

Verdacht, dass es sich um Jagdgegner handelt

Für ihn Anlass genug zu glauben, dass es sich bei den Tätern auch um „militante Jagdgegner“ handeln könnte. „Gewissenslose und hinterhältig feige Vandalen wären unter diesem Aspekt noch das kleinere Übel“, sagt Stieb.

Um Vandalen, aber auch vermeintlichen Jagdgegnern in Zukunft das Handwerk zu legen, glaubt er, dass „die Überwachung der jagdlichen Einrichtungen mittels Wild- und Videokameras künftig unvermeidlich geworden ist“.

Keine Angst vor Datenschützern

Sorge, dass Datenschützer, ihm einen Strich durch die Planungen machen könnten, hat er nicht. „Ich habe einen triftigen Grund“, sagt er. Bereits vor einigen Jahren hatte es immer wieder Diskussionen darüber gegeben, ob Jäger ihre in den Wäldern montierten Kameras aus datenschutzrechtlichen Gründen abmontieren müssen. Davon beirren lassen, will sich Werner Stieb nicht. Er will die Dinge selber in die Hand nehmen, hofft, dass dadurch wieder Ruhe in sein Jagdrevier einkehrt.

Rubriklistenbild: © dpa

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