Requiem in der St.-Nikolaus-Kirche Rosenheim

Trauergottesdienst für Star-Magier Siegfried Fischbacher: Freude schenken war sein Leben

Blumen und ein Bild von Siegfried Fischbacher stehen vor Beginn der Trauerfeier für den verstorbenen Magier in der Kirche St. Nikolaus. Der weltberühmte Magier, der mit seinem langjährigen Partner Roy Horn als „Siegfried & Roy“ mit weißen Tigern Showgeschichte schrieb, war am 13. Januar im Alter von 81 Jahren in Las Vegas an Krebs gestorben.
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Blumen und ein Bild von Siegfried Fischbacher stehen vor Beginn der Trauerfeier für den verstorbenen Magier in der Kirche St. Nikolaus. Der weltberühmte Magier, der mit seinem langjährigen Partner Roy Horn als „Siegfried & Roy“ mit weißen Tigern Showgeschichte schrieb, war am 13. Januar im Alter von 81 Jahren in Las Vegas an Krebs gestorben.

Mit einem bewegenden Reqiem haben die Rosenheimer am Freitag, 22. Januar, in der Rosenheimer St-Nikolaus--Kirche Abschied von Siegfried Fischbacher genommen.

Rosenheim –In den ersten Minuten des Gottesdienstes drängt sich noch ein Presslufthammer aus dem Nachbargebäude in die Zeremonie, das schließlich verstummt. Und zum Ende strahlt die Sonne durch die Fenster, vielleicht ein Gruß von oben.


Rund 80 Personen nahmen am Freitag Abschied von verstorbenen Star-Magier Siegfried Fischbacher. Ein freundlicher, ergreifender Abschied im hellen und weiten Kirchenschiff der Rosenheimer St.-Nikolaus-Kirche.

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Motto: Vorhang auf in Rosenheim

„Das Bühnenleben in Rosenheim war ihm eine Herzensangelegenheit“, sagt Erika Körner-Metz vom Rosenheimer Verein „erlesene oper“. Sie erinnert besonders gerne an  Begeisterung des Künstlers für Märchen-Aufführungen in Rosenheim. „Sein Motto war: Vorhang auf in Rosenheim!“

„Er war ein echter Rosenheimer, ein Rosenheimer mit Herz“, sagt Anton Heindl, Rosenheims früherer Zweiter Bürgermeister. Er signalisiert, Rosenheim werde für Siegfried Fischbacher in absehbarer Zeit ein „würdiges Gedenken“ verwirklichen.

Immer für die Menschen da

„Er war immer sehr bodenständig, nie abgehoben und einer, der immer für die Menschen da war“, erinnert sich Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März an den Magier. „Sein Lebensmotto war: Es macht Freude, Freude zu machen“, erinnert sich Siegfried Fischbachers Schwester Margot an ihren Bruder. „Und es ist gesund, sich totzulachen“, schiebt sie hinter. Die Ordensschwester ist noch sichtlich

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Um sie herum scharen sich die Menschen, als sie Fischbachers Sterbebildchen verteilt. „Wir haben uns als immer gegenseitig geschätzt“, sagt sie. Die natürliche Familienbande sei mit den Jahren zusehends gewachsen.

Enge familiäre Bindung

Auch die Gemeindereferentin Hannelore Maurer berichtet: „So unterschiedlich die drei Geschwister Fischbacher auch ihr Leben gestaltet haben, es gab und gibt einen Zusammenhalt und eine enge Verbindung.“ Maurer hält die Trauerrede auf den Verstorbenen.

Marinus und Dolore Fischbacher, Bruder und Schwester von Siegfried Fischbacher, nehmen an der Trauerfeier für den verstorbenen Magier in der Kirche St. Nikolaus teil.

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Im weißen Gewand lässt sie das Leben des Magiers Revue passieren. „Das Größte für Siegfried war, anderen Menschen Freude zu machen. Das waren seine Flügel, das hat ihn ‚beflügelt‘. Damit ist alles gesagt.“ Die Worte der Gemeindereferenten sind mindestens genauso warm wie ihre Stimme.

Das Leben ist schön

Jene Lieder, die im Gottesdienst erklingen, zeugen von der gütigen Seele, die mit Siegfried Fischbacher von uns gegangen ist: „We Shall Overcome“, „The Sound Of Silence“, „My Way“ und schließlich „Das Leben ist schön“ von Sarah Connor: „Das Leben ist schön, auch wenn es vergeht. Und wenn ihr schon weint, dann bitte vor Glück. Dann bin ich da oben, ja. Und sing‘ mit euch mit“, intoniert eine satte Mezzosopranistin Connors musikalischen Appell, in Freude statt in Trauer zu versinken, von der Empore in die Kirche hinein. Nicht anders hätte es sich wohl auch Siegfried Fischbacher gewünscht.

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