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Dokumente total gefälscht

„Slowenische“ Mogelpackung an der Grenze bei Piding entlarvt - Sonderfahndungsaktion erfolgreich

Die aktuellen Inzidenzwerte und die damit verbundenen Erleichterungen ermöglichen derzeit mehr und mehr die Reisefreiheit auf Europas Straßen. Beamte der Grenzpolizeiinspektion (GPI) Piding nahmen diese Situation zum Anlass, um den grenzüberschreitenden Verkehr auf der A 8 zwischen der Grenze am Walserberg und dem Chiemsee im Rahmen einer „Sonderfahndungsaktion“ verstärkt unter die Lupe zu nehmen. Im Zeitraum von zwölf Tagen erhöhten die Pidinger Fahnder in Zusatzdiensten und mit einem speziell abgestimmten Dienstplan die Polizeipräsenz auf der Autobahn.

Pressemitteilung im Wortlaut

Piding/Urwies - An den zwölf Kontrolltagen konnten einige sehenswerte Aufgriffe getätigt werden. Neben drei Fällen von Bargeld- und Zigarettenschmuggel in professionellen Schmuggelverstecken (wurde bereits gesondert berichtet), konnten insgesamt zwölf Straftaten u. a. nach dem Strafgesetzbuch und dem Betäubungsmittelgesetz, sowie insgesamt 22 Fahndungstreffer festgestellt werden. Bei den Fahndungstreffern handelte es sich um verschiedene Ausschreibungen aufgrund von zu vollstreckenden Haftbefehlen bzw. Aufenthaltsermittlungen. Außerdem konnten insgesamt drei entwendete Fahrzeuge sichergestellt werden.

„Slowene“ entpuppt sich als Mogelpackung

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit anderen Behörden ging ein Hinweis einer Ausländerbehörde im Dienstbereich ein, dass ein im Landkreis Traunstein lebender Mann vermutlich im Besitz gefälschter EU-Dokumente sei. Bei der Kontrolle dieser Person und der damit verbundenen Wohnungsnachschau konnten bei dem türkischstämmigen Mann tatsächlich mehrere totalgefälschte slowenische Dokumente sichergestellt werden. Der Beschuldigte besorgte sich den gefälschten Reisepass, um die Formalitäten zur Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zu umgehen und in Deutschland arbeiten bzw. leben zu können. Um seine Legende zu untermauern, war der Mann zusätzlich im Besitz eines slowenischen Personalausweises und eines slowenischen Führerscheines, beides ebenfalls Fälschungen. Den 59-jährigen Mann erwarten nun mehrere Anzeigen wegen Urkundenfälschung, illegalem Aufenthalt und Mittelbarer Falschbeurkundung. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Traunstein wurde er nach den polizeilichen Maßnahmen und Angabe eines Zustellungsbevollmächtigten auf freien Fuß gesetzt.

Im Rahmen der Sonderfahndungsaktion konnten insgesamt zwei weitere Urkundendelikte aufgedeckt werden. Bei einem 32- jährigen, serbischen Staatsangehörigen konnten im Verlauf der Einreisekontrolle eine gefälschte polnische ID-Karte sowie ein falscher deutscher Führerschein aufgefunden werden. Bei einer weiteren Kontrolle wies sich ein 34-jähriger Serbe -den kontrollierenden Beamten gegenüber- mit einem gefälschten, serbischen Führschein aus. Die falschen Dokumente wurden allesamt sichergestellt und somit aus dem Verkehr gezogen. Die beiden nicht in der Bundesrepublik wohnhaften Männer wurden nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Traunstein, nach Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten entlassen und konnten ihre Weiterreise antreten.

Pressemitteilung Grenzpolizei Piding

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger

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