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Terrassenüberdachung in Mittefeldstraße nicht genehmigt

„Schwarzbauten“ in Bad Aibling - Ist der Ehrliche der Dumme?

Anwohner der Mitterfeldstraße hatten einen Antrag für eine Terrassenüberdachung gestellt. Die wurde jetzt abgelehnt, da der Bebauungsplan das nicht hergibt.
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Anwohner der Mitterfeldstraße hatten einen Antrag für eine Terrassenüberdachung gestellt. Die wurde jetzt abgelehnt, da der Bebauungsplan das nicht hergibt.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Das Gremium des Bauausschusses tat sich schwer, denn Terrasseenüberdachungen erachten viele von ihnen als sinnvoll. Dennoch lehnten sie einen Antrag für einen solchen Anbau ab, obwohl es in der Nachbarschaft jede Menge davon gibt. Die allerdings wurden nie genehmigt.

Bad Aibling – Es war eine „verzwickte Situation“, wie Stadtrat Johann Schweiger (CSU) es in der jüngsten Bauausschusssitzung formulierte: Ein Ehepaaar aus der Mitterfeldstraße hatte eine Terrassenüberdachung beantragt. Für eine Befürwortung dieses Antrages war auch ein Großteil des Gremiums.

Baugrenzen werden überschritten

Aber der Teufel liegt im Detail: Denn der Bebauungsplan gibt eine solche Überdachung nicht her. „Da sie die Baugrenzen überschreiten“, erklärte Bauamtsleiter Andreas Krämer in der jüngsten Sitzung. Nun haben aber im direkten Umfeld des Antragstellers knapp zehn Nachbarn bereits Terrassenüberdachungen.

Überdachungen nie genehmigt

Diese wurden allerdings nie genehmigt – und so handelt es sich, wie Krämer erläuterte, um „Schwarzbauten“. Das Resultat: „Der Brave der fragt, bekommt eine Ablehnung“, so Krämer. Was tun?

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Es wurde viel diskutiert: So erklärte beispielsweise Kirsten Hieble-Fritz (ÜWG), dass sie den Wunsch nach einer solchen Überdachung „voll und ganz nachvollziehen kann“. Obendrein sagte sie: „Ich finde es völlig unbedenklich.“ Auch Krämer befürwortet eine Terrassenüberdachung, aber dann müssten die „anderen ihre Überdachung nachträglich genehmigen lassen“, erklärte er. Martina Thalmayr (Grüne) regte an, mit dem Antragsteller zu sprechen. Und als weiteres sagte sie, dass das Landratsamt das ganze prüfen solle.

Ist Abbruch die Folge?

Richard Lechner (SPD) sagte indes, dass man nicht das Landratsamt mobilisieren und gleichzeitig dem Antrag zustimmen könne. „Heute müssen wir den Antrag ablehnen“, sagte er im Sitzungssaal. Was wäre denn aber die Folge, wenn das Landratsamt jetzt prüfe, fragte Hieble-Fritz. „Das kann ich nicht sagen“, sagte Krämer. Abbruch? Das konnte er eben nicht sagen.

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Thalmayr fand deutliche Worte: „Wozu haben wir Bebauungspläne, wenn sich niemand daran hält?“, fragte sie und regte erneut an, mit dem Antragsteller zu sprechen. Letztlich lehnte das Bad Aiblinger Gremium den Antrag mit 10:1 Stimmen ab.

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