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Verkehrsbelastung in Rott am Inn - Bürgermeister um Besserung bemüht

Gefährliches Nadelöhr Rosenheimer Straße: „Lkw donnern auf den Gehweg“

Rosenheimer Straße in Rott am Inn
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Die Rosenheimer Straße in Rott am Inn ist die einzige Verbindungsstraße für Lkw auf weiterführende Straßen wie die Bundesstraße B15. Des Öfteren muss der Schwerlastverkehr auf den Gehweg ausweichen, damit der Begegnungsverkehr passieren kann.

Die Rosenheimer Straße vom Rotter Ortskern Richtung Alpma gilt als Verbindungsstraße zur B15 und wird dementsprechend häufig von Lkw befahren. Allerdings stellen die Engstellen der schmalen Kreisstraße die Schwergewichte des Öfteren vor Herausforderungen - was mitunter brenzlige Situationen zur Folge hat.

Rott am Inn - „Immer wieder beobachte ich gefährliche Augenblicke auf dieser Straße“, erläutert eine Rotter Anwohnerin, die sich mit ihrem Anliegen an die Redaktion gewandt hat.

„Um fünf Uhr morgens fängt der Verkehr schon an“

„Gerade an dem Nadelöhr wird gerne beschleunigt, um kurz darauf wieder auf die Bremse zu treten, wenn plötzlich Gegenverkehr - im schlimmsten Fall ein 40-Tonner - kommt. Die Lärm- und Staubbelastung ist enorm. Um fünf Uhr morgens fängt der Verkehr schon an“, betont sie und verweist mitunter auf ihre Nachbarn, die den Belastungen ebenso ausgesetzt seien wie sie selbst.

Mittlerweile habe die Straße einen Riss davongetragen, der sich über das Mauerwerk bis zu den Wohnzimmerfliesen der Anwohnerin hinweg fortsetze. 

Die RO41 in Rott verläuft schmal und besitzt einige Engstellen. In der unteren Hälfte des Bildes ist ein neuer querlaufender Riss in der Straße erkennbar.

„Muss denn immer erst etwas Schlimmes passieren, damit gehandelt wird?“

Die Anwohnerin lebt seit 2015 in dem Haus an der Kreisstraße RO41 und hat sich vor Jahren bereits an die Gemeinde gewandt. „Der Schwerlastverkehr ist extrem. Lkw donnern wegen der Engstellen regelmäßig auf den Gehweg“, schildert die Dame gegenüber wasserburg24.de.

Ich sehe die Gefahren und habe Angst. Die Schwergewichte sind am Ende die stärkeren. Erst vor wenigen Tagen habe ich um mein Leben gefürchtet, weil ein Lkw beim Ausweichmanöver eines entgegenkommenden Lkw auf den Fußgängerweg gebrochen ist. Die Spuren sind immer noch zu sehen“, betont sie.

Ob Lkw, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Autos oder Motorräder: Der Verkehr auf den Straßen werde immer größer, aber die Straßen seien für diese Belastung nicht gemacht. „Muss denn immer erst etwas Schlimmes passieren, damit gehandelt wird?“, fragt sich die Dame mit Hinblick auf den jüngsten Unfall auf der RO41 am Dienstagabend (19. Oktober), in den ein Lkw involviert war.

Erst am 19. Oktober ereignete sich in der Rosenheimer Straße in Rott am Inn wieder ein Unfall mit einem Lkw.

Bürgermeister: „Nicht zu unterschätzende Verkehrsbelastung“ auf der RO41

Mit Bürgermeister Daniel Wendrock sei sie diesbezüglich in Kontakt. Der habe „vollstes Verständnis“ für die Sorgen der Anwohnerin, wie er im Gespräch mit wasserburg24.de untermalt. Er gibt zu, dass zuletzt die aufgrund Sanierungsarbeiten jüngste Sperrung der B15 den Ort und auch die RO41 erheblich belastet habe.

Die Gemeinde sei hier in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt, dem Landratsamt und der Polizei. Im Gemeinderat sei die Umleitungsstrecke und deren Auswirkungen für Rott kritisch-konstruktiv beobachtet worden. Eine „nicht zu unterschätzende Verkehrsbelastung“ bliebe in der Rosenheimer Straße auch nach der Aufhebung der Umleitung „unstrittig bestehen“.

Alternativ-Strecke? Nicht vorhanden

Der Schwerlastverkehr - ein seit Jahren bestehendes Problem, dem sich der Bürgermeister bewusst ist: „Wir haben das immer wieder auch mit den zuständigen Fachbehörden und Straßenbaulastträgern diskutiert. Eine Sperrung der Rosenheimer Straße für Lkw ist weder umsetzbar noch praktikabel, da es sich um eine überörtliche Kreisstraße und einen zentralen weiterführenden Zubringer nach Norden handelt.“ Kreisstraßen seien bewusst darauf ausgelegt, den überörtlichen Verkehr aufzunehmen und durch Orte hindurch zu leiten.

Mit Ausnahme des Gewerbegebietes „Am Eckfeld“ könne Rott aufgrund der Topografie und der Bemaßungen vorhandener Bahnunterführungen von der B15 her tatsächlich von Lastwagen nur über die Rosenheimer Straße angefahren werden. „Eine Alternativ-Strecke gibt es nicht.“ Verkehrsrechtliche Anordnungen für die RO41 könne darüber hinaus nur das Landratsamt als zuständige Behörde erlassen. Rechtlich seien der Gemeinde da die Hände gebunden.

Die Rosenheimer Straße in Rott am Inn führt mit einer Steigung in den Ort hinein.

Runder Tisch mit allen Verantwortlichen Mitte November

Dennoch möchte sich Wendrock der Problematik annehmen und das Thema erneut aufgreifen. In einem Gespräch mit der Anwohnerin sei die Idee einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Tisch gekommen - eine Anregung, die der Bürgermeister gutheißt und bei einem runden Tisch mit Landratsamt, Polizei und Straßenverkehrsbehörden Mitte November diskutieren möchte.

Anlass des Termins sei zwar eine mögliche neue Querungshilfe im Ortskern, das Thema Verbesserung der Verkehrssituation in der Rosenheimer Straße aber werde Wendrock in dem Zusammenhang in jedem Fall anbringen, wie er verspricht. Eventuell gebe es auch die Möglichkeit Geschwindigkeitsmessungen durch die Polizei in dem Bereich anbringen zu lassen.

mb

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