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Kundgebung in Rosenheim

Mangfallpark Süd: Rosenheimer Kirchen zeigen Solidarität mit Israel und den jüdischen Mitbürgern

Zwischen 80 und 100 Teilnehmer nehmen an der Kundgebung teil. Kirschner
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Zwischen 80 und 100 Teilnehmer nahmen an der Kundgebung teil. Kirschner
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Zwischen 80 und 100 Leute kamen am Samstag (29. Mai) im Mangfallpark Süd zu einer Kundgebung für Israel und gegen Antisemitismus zusammen. Eingeladen hatten die „Kirche im Aicherpark“ und die evangelisch-freikirchliche Gemeinde Rosenheim.

Rosenheim – Mit ihrer Kundgebung wollten die Veranstalter ein Zeichen setzen gegen die zunehmende Judenfeindlichkeit in Deutschland, die sich durch den jüngsten Konflikt zwischen der Terrororganisation Hamas und Israel in Protesten gegen den Staat in Nahost wieder manifestiert – meist unter dem Deckmantel der Kritik am Staat Israel.

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„Aufgrund der aktuellen Ereignisse ist es uns ein dringendes Bedürfnis und eine Ehre, unsere Solidarität mit Israel und unseren jüdischen Mitbürgern ganz praktisch auszudrücken“, sagte einer der Organisatoren der Kundgebung, Max Schmid, über die Veranstaltung. Dabei prangerte er insbesondere Angriffe auf Deutsche jüdischen Glaubens und jüdische Einrichtungen an, die sich während des jüngsten Gewaltausbruchs in Nahost.

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Ständige Bedrohung seit der Staatsgründung

Christoph Scharnweber von der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem – einem überkonfessionellen Glaubenswerk – betonte die ständige Bedrohung, der sich Israels Bevölkerung seit der Staatsgründung 1948 ausgesetzt sehe. Gerade in der jüngsten Auseinandersetzung stünden die Bewohner des Landes unter Stress. Gerade für Kinder, die ihre Hausaufgaben bisweilen im Bunker erledigen müssten oder von den Eltern aus den Schlaf gerissen würden, um sie bei neuen Raketenangriffen in die Schutzräume zu bringen.

Raketenangriffe bestimmen das Tagesgeschehen

Auch die 90-jährige Auschwitz-Überlebende Eva Erben, die nach Israel auswanderte, berichtete von ihren Eindrücken während der Raketenangriffe der Hamas. Ihre Schilderungen spielen die Veranstalter via Tonband ein. Erben berichtet über die Raketenangriffe, die vor der inzwischen vereinbarten Waffenruhe das Tagesgeschehen bestimmten.

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Noch während sie erzählt, ist im Hintergrund das Geheul der Sirenen zu hören, die vor den Geschossen warnen. „Im Garten finde ich kleine Splitter“, sagt sie. Teile von zerstörten Raketen, die als Geschosse vom Himmel gleichwohl tödlich sein könnten. „Ein Mann ist hierdurch schon gestorben.“

Spielten jüdische Musik (von links): Stefan Ackermann, Gertrud Funk, Kim Ackermann und Susanna Nattrodt.

Eigene Leute als menschliche Schutzschilde

Man solle Israel besuchen, um sich selbst ein Bild machen zu können, wie die Hamas mit den eigenen Leuten umgehe: Selbst wenn die israelische Armee vorher warne, wenn sie Gebäude, in denen sie Hamas-Funktionäre vermutet, bombardieren will, würden Zivilisten dort festgehalten – als menschliche Schutzschilde. „Das ist eine mörderische, schreckliche Gesellschaft“, sagt Erben über die Hamas.

Mehr Solidarität mit Israel

Sie monierte, dass Teilnehmer an Demonstrationen gegen Israel häufig nicht über diese Umstände des Konflikts informiert seien. Auch von deutschen Spitzenpolitikern wünsche sie sich eine deutlichere Haltung zu und Solidarität mit Israel. Vielleicht auch aus ihrer Erfahrung als 19-Jährige im Vernichtungslager Auschwitz weiß sie: „Das gefährlichste Ding auf der Welt ist der Mensch, aber auch das beste.“

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