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Freibadvergnügen unter Corona-Regeln

Rosenheimer Bademeister verrät, wie er im Gewusel nach dem Lockdown den Überblick behält

Die Freibadsaison in Rosenheim ist seit Mai offiziell eröffnet. Jetzt ziehen die Mitarbeiter eine erste Bilanz. Ein Gespräch über den Neustart nach dem Lockdown und darüber, wie man als Bademeister bei Hunderten von Gästen den Überblick behält.

Rosenheim – Konzentriert beobachtet Horst Albrecht das Schwimmerbecken im Rosenheimer Freibad. Er schaut von rechts nach links und wieder zurück. Dann geht sein Blick weiter zum Nichtschwimmerbereich.

Vor 20 Jahren hat Albrecht seine Ausbildung bei den Rosenheimer Stadtwerken gemacht, seitdem steht er als Schwimmmeister am Beckenrand. Er weiß genau, wann er eingreifen muss, kann verschiedene Situationen routiniert einschätzen.

Mit vier Kollegen im Einsatz

An heißen Tagen – wie beispielsweise am vergangenen Wochenende – ist er mit bis zu vier weiteren Kollegen im Einsatz. „Bei uns werden zusätzlich zu den Schimmmeistern noch Rettungsschwimmer für den Aufsichtsdienst eingesetzt“, sagt Bäderleiter Stephan Heidig. So gelinge es auch, dass die Mitarbeiter bei 1000 Badegästen den Überblick nicht verlieren.

Maximal 1000 Besucher zur gleichen Zeit im Freibad

Aufgrund der Corona-Auflagen dürfen sich im Moment maximal 1000 Besucher zur gleichen Zeit im Freibad aufhalten. Alle Badegäste werden beim Ein- und Auslass gezählt und müssen sich registrieren. „An den Wochenenden und an heißen Tagen kann es deshalb zu Wartezeiten von durchschnittlich 30 Minuten kommen“, sagt Heidig.

Das Sicherheitspersonal informiere die wartenden Gäste und regele den Zugang ins Freibad. Um Wartezeiten zu vermeiden, rät Heidig dazu, vor dem Besuch einen Blick auf die Webcam zu werfen. „Wenn die Becken voll sind, muss meistens mit einer Wartezeit gerechnet werden“, sagt er.

Großteil hält sich an die Auflagen

Und auch wenn für den ein oder anderen Badegast nicht jede Regel nachvollziehbar sei, würde sich ein Großteil doch an die Auflagen halten und das Badevergnügen trotz allem genießen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder. So haben seit der Eröffnung im Mai über 25 000 Menschen das Freibad besucht. Für Stephan Heidig und Horst Albrecht „ein guter Start in die Saison“. Größere Zwischenfälle – wie sie am vergangenen Wochenende in der Region vorkamen – habe es nicht gegeben. „Kleine Verletzungen oder Wunden werden sofort fachmännisch versorgt oder dem Rettungsdienst übergeben“, sagt Albrecht.

Schwimmkurse komplett ausgebucht

Beobachtet habe er jedoch, dass sich viele Nichtschwimmer im Schwimmerbecken aufhielten und aufgefordert werden mussten, ins Familienbecken zu gehen. Daran, dass es durch die Corona-Pandemie mehr Nichtschwimmer gebe als sonst, glauben weder er noch Stephan Heidig. „Ich glaube, dass die Jugend generell einfach motivierter sein müsste, Schwimmen zu lernen“, sagt der Bäderleiter.

Dass es aber auch anders geht, beweisen die im Freibad angebotenen Schwimmkurse. „Die Kurse sind ausgebucht und die Nachfrage ist sehr groß“, sagt Heidig.

Rubriklistenbild: © Jana Bauch

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