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Ein Stück Zollgeschichte

Historischer Grenzpfahl findet zurück zum Zoll in Rosenheim

Grenzpfosten Zoll Rosenheim
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Stolz auf das Schmuckstück vor dem Haupteingang des Hauptzollamts Rosenheim Der Leiter des Hauptzollamts Robert Woerner, die Pressesprecherin Patrizia Kaiser und der örtliche Personalrat Thomas Lehner (v.l.n.r.)

Rosenheim - Vor dem Gebäude des Hauptzollamtes Rosenheim wurde eine 200-jährige weiß-blaue-Grenzstange aufgestellt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Grenzstangen (Grenzpfähle) wie diese standen einst überall in Bayern und wurden aufgrund einer Grenzvermessung von König Max I. Joseph ab 1822 an Bayerns Grenzen aufgestellt. Sie ist 3,85m hoch, hat einen Durchmesser von 10-20 cm und besteht aus Gusseisen. Auf dem Schild stand ursprünglich „Königreich Bayern“.

Diese Grenzstange stand einst an der Naidernachbrücke bei der Grenzkontrollstelle Griesen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, welcher zum Hauptzollamtsbezirk Rosenheim gehört. Im Zuge von Umstrukturierungen ist sie wohl um 1919 durch eine „Freistaat Bayern“ - Tafel ausgetauscht und über das damals zuständige Straßenbauamt Weilheim (mit Standort Garmisch) an das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen weitergereicht worden. Dem Werdenfels-Museum wurde diese Grenzstange dann 2008 vom Kämmerer des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen angeboten, und sie schmückte seitdem den Vorplatz des Werdenfels Museums.

Als dann 2019 der Vorplatz umgestaltet werden sollte, kontaktierte das Werdenfelser Museum einen pensionierten Zollkollegen in Garmisch, welcher diese Info an den örtlichen Personalrat des Hauptzollamts Rosenheim weiterleitete. Über die Presse- und Öffentlichkeitsstelle wurde dann alles Notwendige organisiert. „Jetzt ist die Stange wieder zu ihren Zollwurzeln zurückgekehrt“, freut sich die Pressesprecherin Patrizia Kaiser. Durch das Zollmuseum Hamburg wurde inzwischen der historische Wert und die Seltenheit dieser Grenzstange in ihrem sehr guten Zustand bestätigt. Nach professioneller Restaurierung des Schildes, auf dem noch „Landkreis Garmisch-Partenkirchen“ geschrieben war, erhielt es von dem pensionierten Kollegen Hans Scherer aus Berchtesgaden, der routiniert in der Kalligrafie ist, in angepasster Schrift der damaligen Zeit die Aufschrift „Hauptzollamt Rosenheim“. „Ein Stück Zollgeschichte, welches nun den Eingang des Hauptzollamts schmückt“, so der Leiter des Hauptzollamts Rosenheim, Robert Woerner stolz. Demnächst wird auch direkt neben dem Grenzpfahl noch eine Tafel mit den wichtigsten historischen Daten angebracht werden.

Pressemeldung des Hauptzollamt Rosenheim