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+++ Eilmeldung +++

Tragisches Unglück nahe der bayerischen Grenze

Zugunglück in Tschechien: Zwei Tote - Expresszug aus München beteiligt

Zugunglück in Tschechien: Zwei Tote - Expresszug aus München beteiligt

Jagdpächter nach Unfall bei Riedering tief betroffen

Anzahl von Wildunfällen steigt: Erneut säugende Geiß überfahren - Fahrer flüchtet

Die säugende Geiß wurde bei einem Wildunfall bei Niedermoosen bei Riedering getötet.
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Die säugende Geiß wurde bei einem Wildunfall bei Niedermoosen bei Riedering getötet.

Jagdpächter Gerhard Schauer ist tief betroffen. Wieder kam es in seinem Revier in Niedermoosen (Riedering) zu einem Wildunfall, bei dem eine säugende Geiß getötet wurde.

Niedermoosen - Der Autofahrer habe den Unfall noch nicht einmal der Polizei gemeldet. Erst eine aufmerksame Autofahrerin informierte am Morgen des 17. Juni die Polizei, dass auf dem Radweg an der Lauterbacher Straße, der Verbindungsstraße zwischen Rohrdorf - Lauterbach und Niedermoosen, eine tote Geiß liege.

Ein solcher Unfall sei immer besonders tragisch, da in diesem Fall die Kitze der Geiß kaum eine Überlebenschance hätten. Vor allem, wenn nicht bekannt sei, um wieviel Uhr der Unfall geschehen sei und somit nicht festgestellt werden könne, wie lange die Kitze schon nicht mehr von der Mutter versorgt werden konnten. Kitze müssten in den ersten Wochen alle zwei bis drei Stunden gesäugt werden. Hätte der Unfallverursacher verantwortungsbewusst gehandelt, hätte er direkt die Polizei informiert, die sich unverzüglich mit dem zuständigen Jäger in Verbindung gesetzt hätte.

Dann wäre es vielleicht noch möglich gewesen, die Kitze zu finden – wahrscheinlich habe es sich um zwei Kitze gehandelt. Eins der Tiere wurde im Laufe des Tages von einem Bauern völlig erschöpft und sichtlich leidend am Waldrand gefunden. Auf dem Weg zum Tierarzt sei es jedoch verstorben.

Das Team Rosenheim der Wildtierhilfe Amerang e.V. suchte mit ihrer Infrarotdrohne die umliegenden Wiesen ab und half den Jägern bei der Suche nach dem Kitz-Zwilling im Wald. Nach stundenlangem Einsatz musste die Suche erfolglos eingestellt werden. Es sei davon auszugehen, dass das zweite Kitz ebenfalls qualvoll gestorben sei.

Ein großes Problem sei das Umherlaufen von nicht angeleinten Hunden in diesen Waldstücken, erklärt Jäger Schauer. Auch wenn die Hunde das Wild nicht jagen oder verfolgen, so scheuen sie die Tiere doch oft auf und diese rennen dann auf die stark befahrene Straße. Manchmal bekommen dies die Hundebesitzer gar nicht mit. Daher die große Bitte an alle Hundebesitzer, die dort spazieren gehen, ihre Hunde nicht frei laufen zu lassen. Auf diese Weise könne so manches Tierleid vermieden werden. Das gelte selbstverständlich auch für alle anderen Waldbereiche.

Fast alle zwei Minuten findet in Deutschland ein Wildunfall statt – nahezu 300.000 jedes Jahr, Tendenz dramatisch steigend. Daher auch ein dringender Appell an alle Autofahrer, an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern und auf ausgeschilderten Straßen mit Wildwechsel unbedingt langsam und vorsichtig zu fahren, besonders in der Dämmerung, den frühen Morgen- und Abendstunden, bei Nebel und zu Beginn der Zeitumstellung. Fernlicht ausschalten und hupen, sobald man Tiere sieht, die sich der Straße nähern.

Sollte es zu einem Zusammenstoß kommen, muss unter allen Umständen die Polizei informiert werden, auch wenn das Tier flüchtet. Die Polizei informiert den zuständigen Jäger, der bei einem toten Reh direkt feststellen kann, ob es sich um ein Muttertier handelt, dessen Kitze nun schnellstmöglich gefunden werden müssen, damit sie nicht qualvoll verhungern.

Pressemitteilung Wildtierhilfe Amerang e.V.

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