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Nachruf auf eine große Persönlichkeit

Das Luitpold-Gymnasium geprägt: Wasserburg trauert um Helmut Loher

Helmut Loher
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Helmut Loher

Das Luitpold-Gymnasium Wasserburg (LGW) trauert um seinen langjährigen Mathematik- und Physiklehrer Helmut Loher, der überraschend im Alter von 78 Jahren gestorben ist. Er hat das Gymnasium als Pädagoge sehr geprägt und bis heute sichtbare Spuren hinterlassen.

Von Rudolf Kreiner

Wasserburg – Im Januar 1943 in Reischenhart geboren, wächst Helmut Loher in einer ländlich-bäuerlichen Umgebung auf, bevor er in der Schulzeit zu seinem Vater nach Düsseldorf zieht. Dort legt er sein Abitur ab, lernt seine spätere Frau Friederike kennen und kehrt mit ihr zum Studium in seine oberbayerische Heimat zurück.

Nach dem Referendariat in München und Wasserburg erhält er 1974 sofort eine Planstelle am LGW. Dort wird der junge Kollege bereits 1975 zum Fachbetreuer und Sammlungsleiter Physik berufen. In dieser Funktion ist er federführend an der Einrichtung der Physikräume im Neubau, der 1977 bezogen wird.

Einer der ranghöchsten Reserveoffiziere

Der offene, warmherzige, aber auch streitbare Hellmut Loher wird mehrfach in den Personalrat gewählt, wo er sich sehr für das Wohl des Kollegiums einsetzt. Bis 1992 ist Helmut Loher als Oberstleutnant einer der ranghöchsten Reserveoffiziere der Bundesrepublik Deutschland.

Privat „verschlägt“ es ihn nach Griesstätt. Dort erbaut er mit seiner Frau ein Einfamilienhaus. Den großen Garten nutzt der begeisterte Hobbyimker zum Aufstellen mehrerer Bienenkästen.

Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor, die der Stolz des Vaters sind. 1997 bremst eine Herzerkrankung den umtriebigen Helmut Loher ein und so wechselt er 1999 auf den Posten des pädagogischen Betreuers der Mittelstufe. In dieser Funktion leitet er das alljährliche SMV-Seminar in Agatharied, hält in den Faschingsferien einen Privatskikurs ab und kümmert sich sehr um den Ungarnaustausch mit dem Katona-Gymnasium in Kecskemet.

Maßgeblich beteiligt an der Schulverfassung

Der begeisterte Kulturreisende hat seinen Bus immer mit kompletter Campingausrüstung bestückt, damit er jederzeit zu einer seiner geliebten (Fern)Reisen aufbrechen kann.

In seinen letzten beiden Dienstjahren engagiert er sich im Verfassungskonvent und ist damit maßgeblich daran beteiligt, dass das LGW eine eigene Schulverfassung bekommt, die jährlich mit einem Verfassungstag gefeiert wird.

+++ Todesanzeigen finden Sie auf unserem ovb-Trauerportal. Weitere Nachrufe aus der Region finden Sie hier. +++

34 Jahre am Gymnasium

2007 geht Helmut Loher nach 34 Jahren am LGW in den verdienten „Unruhestand“, auf den er sich sehr freut, weil er dann endlich die nötige Zeit für seine vielen Hobbys hat. Zwei Schlaganfälle kurz hintereinander zerstören leider seine Pläne und verhindern so, dass er alles in die Tat umsetzen kann, was er sich vorgenommen hat.

Mit Helmut Loher verliert das LGW einen bei der gesamten Schulfamilie beliebten und geschätzten Kollegen. „Wir werden unseren Major in dankbarer Erinnerung behalten“, betonen Schulleitung und ehemalige Kollegen.

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