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Erstmals am 17. Juli

Der Liebe auf der Spur: Romantische Stadtführung in Rosenheim

Stadtführerin Dagmar Deisenberger wird bei ihrer Tour „Rosenheim und die Liebe“ auch beim Nepomuk-Brunnen Station machen. Der Heilige ist nicht nur Patron der Schiffer und Flößer, er war am Ende auch ein an sich unbeteiligtes Opfer einer Eifersuchtsaffaire.Thomae
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Stadtführerin Dagmar Deisenberger wird bei ihrer Tour „Rosenheim und die Liebe“ auch beim Nepomuk-Brunnen Station machen. Der Heilige ist nicht nur Patron der Schiffer und Flößer, er war am Ende auch ein an sich unbeteiligtes Opfer einer Eifersuchtsaffaire.Thomae

Von den „Rosenheim-Cops“ bis zur Tracht, von der Stadtgeschichte bis zum fairen Handel: In puncto Stadtführungen wird Besuchern in Rosenheim eine bunte Palette geboten. Ab 17. Juli kommt ein neues Angebot hinzu, bei dem es ganz romantisch wird.

Rosenheim – „Rosenheimer Rosen“ – Die Wenigsten wissen wohl, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Abhilfe gegen diese Wissenslücke kann eine der Rosenheimer Stadtführungen schaffen. Dort nämlich bekommt der Teilnehmer Wissen und Informationen, die einen die Stadt, in der man lebt, mit ganz neuen Augen und deutlich aufmerksamer erleben lässt.

Von der Tracht bis zum fairen Handel

Was viele auch nicht wissen: Es gibt nicht nur die klassische Stadtführung, die den Schwerpunkt auf die Geschichte legt, sondern auch viele Themenstadtführungen. Die Führung auf den Spuren der „Rosenheim Cops“ kennt man vielleicht noch, aber wer weiß, dass es Rundgänge gibt, in denen Sprichwörter lebendig werden? Touren, auf denen man Rosenheimer Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten leibhaftig begegnen kann? Führungen die die Entwicklung der einheimischen Tracht lebendig werden lassen? Touren, auf denen gezeigt wird, wo in Rosenheim fair und nachhaltig eingekauft werden kann?

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24 Stadtführungen der besonderen Art bietet die Stadtführerzunft in Kooperation mit der Touristinfo Rosenheim an. Eine, die heuer hinzugekommen ist, ist die Führung „Rosenheim und die Liebe“.

Ein anderer Blickwinkel

Stadt und Stadtgeschichte mal aus einem ganz anderen Blickwinkel möchte Dagmar Deisenberger dabei zeigen. Sie steht wahrscheinlich für alle ihrer 14 Kollegen der Stadtführerzunft, wenn sie sie sagt, dass es bei den Führungen immer um zweierlei geht: Man möchte Neues, noch nicht Gewußtes bieten, dabei aber vor allem auch unterhalten: „Richtig gut war man erst dann, wenn man den Leuten hinterher ansieht, dass sie jetzt fröhlicher dastehen, als sie gekommen waren“, findet Deisenberger.

Das Thema Liebe bietet sich für so ein Ziel natürlich an. Doch Dagmar Deisenberger geht davon aus, dass die Stadtführungsteilnehmer sich sowieso auf die Rundgänge freuen, noch mehr vielleicht als in anderen Jahren. Schließlich war acht Monate keine Gelegenheit mehr dazu: „Es war eine harte Zeit“, sagt sie. Schließlich sei man als Stadtführer immer auch eine Art Entertainer, Schauspieler bei vielen Führungen sogar, mit der ganzen Stadt als Theaterkulisse. Und wie jeder Schauspieler lebe man auch als Stadtführer ein Stück weit vom Applaus, vom Gefühl, dass man die Teilnehmer für eine gute Stunde lang aus ihrem Alltag entführen konnte.

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Theoretisch, so sagt sie, hätte man die erzwungene Auszeit nutzen können, um sich Konzepte für neue Führungen zu überlegen. „Aber hier zeigt sich, dass man durch den Austausch mit seinem Publikum auf viel mehr Ideen kommt, als allein daheim am Schreibtisch.“

Geschenk zum ersten Hochzeitstag

Auch die Idee zu ihrer „Liebesführung“ hatte Deisenberger schon im vergangenen Jahr, mitten in der Saison. Zweimal hat sie die Führung auch schon durchgeführt, allerdings nicht offiziell im Rahmen des Angebotes der Touristinfo, sondern als direkt bei ihr gebuchte, geschlossene Führung: Eine Dame wollte damit ihrem Mann zum ersten Jahrestag der Hochzeit ein Geschenk machen, hat dazu auch die Freunde und Gäste eingeladen, die bei der Trauung selbst dabei gewesen waren.

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Von dieser Führung weiß Deisenberger, dass ihre Idee funktioniert, dass da ein Funke überspringt. Liebe wie bei Romeo und Julia gab es eben auch in Rosenheim, wenn es die Stadtführerin auch nicht bei solch hochromantischen Verbindungen allein belassen möchte: „Liebe hat viele Facetten“, meint sie, „Nächstenliebe zum Beispiel ist ein ganz wichtiges Element, ohne den wir als Gesellschaft gar nicht überleben könnten. Das ist heute so, gilt aber vielleicht noch mehr für vergangene Zeiten ohne soziale Sicherungssysteme. Liebe aber hat sich auch gewandelt. Wohl nicht das Gefühl an sich, aber der Weg auf dem man dahin kommt. Und nicht zuletzt hat Liebe auch ihre Schattenseiten. Eifersucht zum Beispiel“.

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Die Premiere als offizielle Stadtführung hätte heuer am Valentinstag sein sollen, aber diesen Plan hatte das Coronavirus über den Haufen geworfen. Der jetzige Termin am Samstag, 17. Juli. ist aber auch nicht schlecht: Denn mit ein bisschen Glück macht das Wetter an diesem Tag mit und bietet eine sommerliche Abendkulisse für den Höhe- und Abschlußpunkt der Führung: Ein kleines Live-Konzert im Riederpark, bei dem ein Musikerduett das zuvor gehörte noch einmal in pure Emotion verwandelt.

Ein Geheimnis wird gelüftet

Deisenberger selbst jedenfalls freut sich unheimlich auf ihre Führung. „Das Gefühl, wenn ich daran denke, ist wie früher, wenn ich mit meinen Eltern aufs Herbstfest gegangen bin. Sobald die Musik zu hören, Zuckerwatte und gebrannte Mandeln zu riechen war, war es auf einmal da: dieses kribbelige Gefühl der Vorfreude im Bauch.“ Und wer sich davon anstecken lassen will, hat nicht nur am 17 Juli, sondern auch noch einmal am Samstag, 7. August, Gelegenheit dazu. Und wird dann auch erfahren, was es mit den „Rosenheimer Rosen“ auf sich hat.

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