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Große Resonanz auf Typisierung

Knochenmark-Spender gesucht: 230 potenzielle Lebensretter für Sabrina Döring aus Albaching

Ihre Familie steht immer an Sabrina Dörings Seite: (von links stehend) Sabrina Dörings Vater Willi Wolf, Ehemann Ben Döring, Mama Cornelia Wolf, Tochter Lea, deren Bruder Luis, Tante Claudia Wolf, Schwester Laura Pangratz sowie vorne sitzend: Opa Willi Wolf und Oma Maria Wolf.
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Ihre Familie steht immer an Sabrina Dörings Seite: (von links stehend) Sabrina Dörings Vater Willi Wolf, Ehemann Ben Döring, Mama Cornelia Wolf, Tochter Lea, deren Bruder Luis, Tante Claudia Wolf, Schwester Laura Pangratz sowie vorne sitzend: Opa Willi Wolf und Oma Maria Wolf.

Große Resonanz auf die Typisierungsaktion am kbo-Klinikum Haar: 230 kamen, um sich als potenzielle Lebensretter für die Albachingerin Sabrina Döring registrieren zu lassen. Sie benötigt eine Knochenmarkspende.

Albaching - Sonntag, 4. Dezember, waren es 130 Personen, die den Wangenabstrich im Isar-Amper-Klinikum durchführen ließen. Am Montag, 5. Dezember, kamen noch einmal 100 Personen, teilt Henner Lüttecke, Pressesprecher des Krankenhauses, auf Anfrage der Wasserburger Zeitung mit. Mittwoch, 7. Dezember, geht die Aktion weiter - am kbo-Standort Schwabing und am 13. Dezember am Standort Fürstenfeldbruck, so Lüttecke weiter.

Kliniken übernehmen die Kosten

Dass sich die Kliniken des Bezirks so engagieren und auch die Kosten übernehmen, hat einen guten Grund: Es geht um das Leben einer Mitarbeiterin. Sabrina Döring arbeitet seit ihrem Examen an der Krankenpflegeschule des Bezirkskrankenhauses Taufkirchen am kbo-Klinikum Haar. Als dieses erfuhr, dass die Mitarbeiterin dringend eine Knochenmarkspende benötigt, sagte das Direktorium nach Angaben der Pressestelle sofort zu, zum ersten Mal selber eine Typisierungsaktion durchzuführen und die Kosten zu übernehmen.

Sabrina Döring hofft auf eine Knochenmarkspende.

Die beliebte Pflegekraft erkrankte nach Informationen von Angehörigen im September 2014 zum ersten Mal an Leukämie. Es folgten längere Klinikaufenthalte und mehrere onkologische Betreuungen auch mit Chemotherapie. Doch Sabrina Döring überwand die Krankheit, die sie und die Familie auch seelisch sehr forderte.

Krebs erneut ausgebrochen

Sabrina Döring hat jedoch mit Folgeschäden der Therapien zu kämpfen - vor allem an den Knie- und Ellbogengelenken. Als eine Teilprothese im linken Knie erstellt werden sollte, war zur OP-Vorbereitung erneut ein Blutbild erforderlich. Die Schreckensnachricht: Die Mutter von zwei Kindern ist erneut an Leukämie erkrankt, berichtet die Familie. Seit Ende Oktober befindet sich Sabrina Döring erneut im Klinikum Rechts der Isar. Dort hat wieder die Chemotherapie begonnen. Die Albachinger Mutter von zwei Kindern benötigt jedoch auch einen Stammzellenspender.

Die ersten, die an der Typisierungsaktion am Sonntag und Montag, 4. und 5. Dezember, im kbo-Klinikum Haar teilnahmen, waren zwei Albachinger. „Es ist unglaublich, wie viele Nachbarn, Freunde und Bekannte uns unterstützen“, sagt Ehemann Ben Döring. Er kümmert sich neben seiner Berufstätigkeit um die beiden Kinder, und den Haushalt, einmal in der Woche besucht er seine Frau, „ansonsten sehen wir uns digital“, sagt er. Die Familie hält zusammen, ist bei der Typisierungsaktion mit vielen Mitgliedern vor Ort vertreten und bedankt sich bei vielen, die den Wangenabstrich machen, persönlich. „Zu keiner Sekunde“ werde aufgegeben, sagt die Mutter von Sabrina Döring, Cornelia Wolf. „Wir wissen, dass es klappt, aber nicht, wann der Weg erreicht ist.“

Wer sich ebenfalls testen lassen möchte, kann dies von daheim aus tun. Dazu kann bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ein Regiestrierungsset bestellt werden. Es beinhaltet alles für einen Wangenabstrich, der nach der Durchführung zurückgeschickt wird. Als möglicher Spender ist der Teilnehmer dann in die DKMS-Datenbank aufgenommen. Weitere Informationen zum Verfahrensablauf:

Eine Mitarbeiterin des Isar-Amper-Klinikums beim Wangenabstrich. 230 kamen zur Typisierungsaktion.

Auch Albachings Bürgermeister Rudolf Schreyer drückt der Mitbürgerin die Daumen, dass eine lebensrettende Knochenmarkspende bald möglich sein wird. „Es ist eine extreme Situation, in der sich die Familie befindet“, sagt er, „das Schicksal berührt uns sehr.“

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