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Immer wieder Anliegerbeschwerden

Lärm vom Spielplatz: In St. Wolfgang ist nun um 22 Uhr Schluss mit Toben

Kinderlärm stört Anwohner an Spielplätzen selten, der abendliche Aufenthalt von Jugendlichen sorgt dafür häufig für Ärger – auch in St. Wolfgang.
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Kinderlärm stört Anwohner an Spielplätzen selten, der abendliche Aufenthalt von Jugendlichen sorgt dafür häufig für Ärger – auch in St. Wolfgang.

Lärm von Spielplätzen in Wohnsiedlungen wird von Anwohnern nicht immer toleriert und besonders abends als Belästigung empfunden. Beschwerden sind Dauerthema in kommunalen Verwaltungen. Auch den St. Wolfganger Gemeinderat beschäftigte diese „Problematik“.

St. Wolfgang – Lärm von Spielplätzen in Wohnsiedlungen wird von Anwohnern nicht immer toleriert und besonders abends als Belästigung empfunden. Beschwerden sind vorprogrammiert und ein Dauerthema in kommunalen Verwaltungen. Auch den St. Wolfganger Gemeinderat beschäftigte diese „Problematik“. Ein Grundsatzbeschluss soll Abhilfe schaffen.

Lärm stört im Homeoffice

Das Thema sei auf der Tagesordnung, sagte Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW), weil aktuell wieder mal Beschwerden von Anwohnern aus dem Umfeld von Spielplätzen – nicht Bolzplätzen – im Rathaus eingegangen seien. Aktuell liege auch ein Schreiben einer Spielplatzanwohnerin vor. Darin berichte sie, sie sei aktuell im Homeoffice und habe wegen Kinderlärm aus dem angrenzenden Spielplatz tagsüber die Fenster schließen müssen, um arbeiten zu können.

Ärgerniss vor allem abends

Die Lärmproblematik trete immer wieder mal auf, besonders in Coronazeiten, in denen es von Vereinen kaum Angebote für Jugendlichen gebe, sagte Gaigl. Die St. Wolfganger Spielplätze in Wohnsiedlungen seien für ein Alter von etwa drei bis 14 Jahren konzipiert. Würden sie altersgemäß entsprechend „normal“ genutzt, gebe es in der Regel auch keine Beschwerden. Zum Ärgernis würden Spielplätze meist erst, wenn ältere Jugendliche oder junge Erwachsene abends die Örtlichkeiten für ihre Treffen nützen würden. Lärm und Hinterlassenschaften, wie Flaschen und Müll, verärgern Anwohner und führen zu Beschwerden. Was also machen, fragte Gaigl: „Ein Zeitfenster oder Altersbeschränkungen einführen oder lassen wir das laufen?“

Bislang gebe es keine Verordnungen oder Alterseinschränkungen für die Nutzung der Spielplätze, erklärte Verwaltungsleiter Christian Miksch. Das bedeute, jeder Spielplatz könne von Montag bis Sonntag rund um die Uhr ohne Altersbeschränkung der Besucher betreten und genützt werden. Von Seiten der Verwaltung wünsche man sich daher „a bisserl a Regelung“. So wäre etwa eine zeitliche Nutzungsbegrenzung bis 20 Uhr gewollt, denn dann seien die Kinder weg, für die der Platz gedacht sei. Ohne jegliche Regelung hätten Anwohner, aber auch die Polizei wenig rechtliche Handhabe, wenn’s abends zu Problemen komme.

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Gemeinderätin Magdalena Strauß-Wandinger (FW) wohnt seit 40 Jahren neben einem Spielplatz. Sie sagte: „Mich hat das nie gestört“. Und wenn’s doch mal lauter war, sei sie eben „rüber“ gegangen und habe mit den Jugendlichen gesprochen. Sie sei daher gegen eine zeitliche „Regelung“. Die Lärmproblematik werde man immer wieder mal haben. Das seien meist nicht in Vereinen organisierten „Gruppen“. Wandinger-Strauß glaube nicht, „dass wir mit Verordnungen weiterkommen, die sind am Land überflüssig“.

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Eva-Maria Rottenwaller (CSU) plädierte dafür, dass Ruhe eingehalten werde, wolle aber „keine Verbote“. Werner Axenböck (CSU) btonte, er kenne die Briefschreiberin als „nette Person“. Kleine Kinder seien nicht das Problem, aber wenn Fußball gespielt werde, dann werde schon auch geschrien. Zu zeitlichen Vorgaben sagte er, „wenn, dann bis 22 Uhr“.

Stefan Müller (WG Armstorf) wolle „grundsätzlich keine Regeln“, ohne Vorgaben habe man aber auch keine rechtliche Handhabe. Eine Beschränkung bis 22 Uhr sei „ned so schlecht“. Müller betonte zudem: „Kinderlärm muss man ertragen“. Beatrix Contardo (WG Armstorf) forderte, der Bolzplatz in Armstorf müsse bis 22 Uhr offenbleiben.

Mittagsruhe wird nicht eingeführt

Florian Axenböck (FW) sagte zu dem angesprochenen Schreiben, die Kommune könne nicht dafür sorgen, dass es tagsüber nicht auch mal Kinderlärm auf Spielplätzen gebe. Er plädierte am Ende für eine Spielplatzreglung, die die Nutzung täglich von acht bis 22 Uhr ohne Altersbeschränkung erlaube.

Mittagsruhe kein Thema

Dieser Vorschlag wurde dann auch einstimmig beschlossen. Sollten sich nach 22 Uhr tatsächlich noch Leute auf dem Spielplatz aufhalten und sich dabei ruhig verhalten, werde das sicher toleriert, war man im Gemeinderat überzeugt.

Der Vorschlag einer Mittagsruhe auf den Spielplätzen wurde im Gremium kurz angesprochen aber nicht weiter verfolgt. Ein Alkoholverbot auf Spielplätzen wurde in der Sitzung nicht diskutiert.

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