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Kampagne in der ganzen Stadt zu sehen

„Impfen rettet Leben“: Rosenheimer Sportvereine engagieren sich für den Pieks gegen Corona

Rufen zum Impfen auf: (von links) Daniel Bucheli (Starbulls), Bernd Perner und Abuzar Erdogan (Sportbund), Jonah Werner (Skiclub Aising-Pang), Herbert Borrmann und Jonas Droste (TSV 1860 Rosenheim), Alexandra Linordner (Sportverein Pang), Dr. Wolfgang Bergmüller (ESV Rosenheim) und Willi Bonke (Sportbund).
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Rufen zum Impfen auf: (von links) Daniel Bucheli (Starbulls), Bernd Perner und Abuzar Erdogan (Sportbund), Jonah Werner (Skiclub Aising-Pang), Herbert Borrmann und Jonas Droste (TSV 1860 Rosenheim), Alexandra Linordner (Sportverein Pang), Dr. Wolfgang Bergmüller (ESV Rosenheim) und Willi Bonke (Sportbund).

Die Rosenheimer Sportvereine sind sich einig: Impfen rettet Leben. Aus Solidarität zum Pflegepersonal und ihren Mitmenschen haben sie jetzt eine gemeinsame Initiative gestartet. Das Ergebnis ist an verschiedenen Stellen in der Stadt zu sehen.

Rosenheim – Die babyblauen Banner mit der weißen Schrift und den Logos der Sportvereine sieht man schon von Weitem. Einer hängt am Campus des Sportbund Rosenheim, ein anderer am Rofa-Stadion der Starbulls, zwei weitere beim TSV 1860 Rosenheim und am ESV-Gelände.

Darauf zu sehen: Drei Wörter, ein Ausrufezeichen und acht Vereine, die sich zusammengetan haben, um ein Zeichen zu setzen. „Ich hoffe, dass wir durch diese Kampagne noch einige Menschen zum Impfen bewegen können“, sagt Willi Bonke, zweiter Vorsitzender des Sportbundes.

Aufruf in den sozialen Medien

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Bernd Perner und dem Dritten Vorsitzenden Abuzar Erdogan hat er an diesem Vormittag zum Fototermin eingeladen. Bereits vorab hatten die einzelnen Vertreter in den sozialen Medien auf ihre Kampagne aufmerksam gemacht. „Sport ist Gesundheit, Sport ist aber auch Solidarität“, schreibt Erdogan auf seinem Facebook-Profil und weiter: „Der Breitensport leidet massiv unter dieser Pandemie und damit auch all das, wofür der Sport steht.“

Eingeschränkter Trainingsbedarf darf keine Normalität werden

Mit wenigen Klicks gelangt man zum Profil von Herbert Borrmann. Er ist der Vorsitzende des TSV 1860 Rosenheim: „Unser eingeschränkter Trainingsbetrieb darf nicht die Normalität sein und schadet vor allem den Kindern.“ Darunter hat er ein Bild des Banners gepostet, das an der roten Fassade des Vereinsgebäudes prangt.

Viele schwere Corona-Verläufe im Verein

Es sind nur zwei von zahlreichen Beiträgen, mit denen die Vorsitzenden versuchen, noch mehr Menschen dazu zu bewegen, sich impfen zu lassen. „Die niedrigschwelligen Angebote werden nicht angenommen, deswegen probieren wir es jetzt über die Sportvereine“, sagt Alexandra Linordner, Vorsitzende des SV Pang. In ihrem Verein habe es zahlreiche schwere Corona-Verläufe gegeben, teils auch unter jungen Leuten.

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Auch Long-Covid sei ein Thema. Aus diesem Grund sei man in der Vorstandschaft sofort an Bord gewesen, als der Vorschlag kam, eine gemeinsame Initiative mit anderen Sportvereinen zu starten und zum Impfen aufzurufen. „Ich hoffe, dass die Kampagne noch mal einen richtigen Schub gibt“, sagt sie. Auch wenn sie und der Rest des Vereins wüssten, dass sie dadurch das ein oder andere Mitglied verlieren könnten.

Einweisung in Sachen Schnelltests

Wichtig und sinnvoll findet die Kampagne auch Dr. Wolfgang Bergmüller. Der stellvertretende Vorsitzende des ESV Rosenheim hat das Banner für jeden einsehbar an der Hochfellnstraße angebracht. „Wir im Verein sind beim Thema Impfen sehr dahinter“, sagt Bergmüller. Erst in der vergangenen Woche hätte ein Teil der Vereinsmitglieder eine Schnelltest-Einweisung von Dr. Fritz Ihler bekommen. „Etliche von uns haben jetzt ein Zertifikat, dass sie testen dürfen“, sagt Bergmüller.

Auch der Skiclub Aising-Pang – mit 2000 Mitglieder der zweitgrößte Verein der Stadt – unterstützt die Aktion.

Sport und Spaß an der Bewegung

„Wir alle vermissen den Sport und den Spaß an der Bewegung. Vor allem im Hinblick auf unsere Kinder, für die die damit verbundenen Erfahrungen in körperlicher und seelischer Hinsicht enorm wichtig für ihre Entwicklung sind“, sagt der zweite Abteilungsleiter Jonah Werner, der zudem Vorsitzender der Bayerischen Sportjugend Rosenheim ist.

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Die Impfung sei derzeit das beste Mittel, um sich selbst zu schützen, aber auch jene, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden könnten. „Wir möchten deshalb ausdrücklich bitten, auffordern und einladen, euch impfen zu lassen.“ Nur so werde es gelingen, die Pandemie dauerhaft in den Griff zu bekommen.

Solidarisch mit dem Pflegepersonal

Hinter der Kampagne stehen auch die Rosenheimer Starbulls. „Unsere Krankenhäuser sind überlastet, deshalb sind wir solidarisch mit dem Pflegepersonal und halten uns an die aktuellen Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen“, heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins. Geschäftsführer Daniel Bucheli fügt hinzu: „Impfen ist wichtig, damit wir wieder zu einem gesunden und schönen Miteinander zurückkehren können.“

Kinder leiden unter Corona-Beschränkungen

Er denke dabei nicht nur an die Fans, sondern auch an die Kinder, die darunter leiden würden, wenn aufgrund der Corona-Beschränkungen Trainingseinheiten abgesagt werden.

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Für die acht Rosenheimer Vereine ist das Impfen deshalb der Weg aus der Pandemie. Die Banner, die seit einigen Tagen in der gesamten Stadt verteilt hängen, unterstreichen diese Forderung.

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