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Die Reise dauert 21 Tage

Im Liegen nach Italien: In Bad Feilnbach starten Sportler eine außergewöhnliche 3000 Kilometer lange Radreise

Bürgermeister Anton Wallner und Gemeinderat Thomas Forster verabschieden 13 Velomobile-Fahrer von Bad Feilnbach in Richtung Italien.
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Bürgermeister Anton Wallner und Gemeinderat Thomas Forster verabschieden 13 Velomobile-Fahrer von Bad Feilnbach in Richtung Italien.

13 außergewöhnliche Sportler unternehmen derzeit eine besondere Reise mit besonderen Gefährten. Bürgermeister Anton Wallner machte sich vom Auftakt in Bad Feilnbach selbst ein Bild. Was hinter dem Abenteuer steckt.

Bad Feilnbach – Eine außergewöhnliche Radreise unternehmen derzeit Josef Janning aus Bonn und weitere zwölf gleichgesinnte Freunde. Für den Start hatten sich die Fahrer zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr Bad Feilnbach ausgesucht. Auf besonderen Wunsch Jannings wurde die Crew in den Morgenstunden von Bürgermeister Anton Wallner und Thomas Forster (Grüne), der den Kontakt zwischen dem „Tour Captain“ und der Gemeinde herstellte, mit guten Wünschen auf die Reise geschickt.

Außergewöhnliche Sportgeräte

Unterwegs sind die Athleten aus Deutschland sowie jeweils einem Fahrer aus Österreich und der Schweiz mit außergewöhnlichen Sportgeräten. Es handelt sich um alltagstaugliche „Velomobile“, die sie sonst auf dem Weg zur Arbeit, für Besorgungen oder als Sportgeräte benutzen. Und die vorm Rathaus angeordnet die beiden Freizeitradler Wallner und Forster regelrecht in den Bann zogen.

Hochmotiviert macht sich die Radlgemeinschaft auf den 3000 Kilometer langen Weg nach Italien.

Wie der 66-jährige Josef Janning aus Bonn und Organisator der Fahrgemeinschaft erläuterte, handelt es sich beim Velomobil um ein dreirädriges Liegerad mit einer windschlüpfrigen Ka-rosse aus Karbon- oder Glasfaser. Das Leergewicht der zwischen 8000 und 12 000 Euro teuren Unikate beträgt etwa 26 bis 28 Kilogramm. Der Antrieb erfolgt über Pedale und das Fahrverhalten ähnelt dem eines Sportrades. Auf ebener Strecke erreichen die Fahrzeuge eine Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometer und besitzen bei Anstiegen entsprechende Übersetzungen.

Die Reise von Bad Feilnbach aus dauert 21 Tage

Diese werden auch benötigt, wie Benno Schmökel aus Bremen vor seiner ersten großen Fahrt in der hochmotivierten Gemeinschaft ergänzte. Details dazu erklärte Janning den beiden kommunalen Vertretern. Die Reise von Bad Feilnbach aus dauert 21 Tage. Ziel ist dabei, 3000 Kilometer auf ebenen Strecken, herausfordernden Anstiegen oder rasanten Abfahrten zu absolvieren.

Für den ersten Tag haben sie sich durch Österreich, über die alte Brennerstraße bis zum Vahrner See in Südtirol eine Etappe von 185 Kilometer vorgenommen. Anschließend an die Eingangsroute sind weitere Stationen in der Po-Ebene, die Adriaküste, die hohen Berge der Abruzzen, Rom, Toskana, die „Cinque Terre“, der Apennin, der Comer See, das Engadin und das Oberinntal geplant. Ziel ist am 11. Juni Ebersberg, wo ein Freund, der krankheitsbedingt nicht teilnehmen kann, die Radlfreunde erwartet.

Daniel Fenn aus Landsberg am Lech legt vor der Reise noch einmal Hand an seinem Gefährt an.

Wie Janning weiter ausführte, fahre jeder Teilnehmer sein eigenes Tempo und Treffpunkt sind die während der Vorbereitungsphase vereinbarten Stationen. Motorisierter Begleiter ist ein sogenannter Besenwagen, gefüllt mit persönlichen Ausrüstungsgegenständen, Material, wichtigen Ersatzteilen und Werkzeug für die Velomobile.

Frühstück auf dem Rathausplatz

Wichtig, sagt Janning abschließend, sei bei ihrem Unternehmen nicht die Geschwindigkeit oder etwa das Rasen, sondern viel mehr das Erleben von Orten und Menschen.

Bad Feilnbach mit der erster Übernachtung auf dem Kaiser-Campingplatz sowie dem Frühstück auf dem Rathausplatz und einem aufgeschlossenen Rathauschef habe dafür bereits einen äußerst angenehmen Eindruck für einen motivierten Auftakt der großen Fahrt hinterlassen.