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Kosten gespart und sicheres Polster geschaffen

Über acht Millionen Euro auf der hohen Kante: Gstadt hat das Geld für anstehende Investitionen

Über ein Gesamtvolumen von über acht Millionen Euro verfügt der Gstadter Haushalt. Über hohe Einnahmen, etwa 250 000 Euro aus der Zweitwohnungssteuer, aber auch über Kostenersparnisse wie 11000 Euro für Beleuchtung, freut sich die Gemeinde. Grafik: Klinger
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Über ein Gesamtvolumen von über acht Millionen Euro verfügt der Gstadter Haushalt. Über hohe Einnahmen, etwa 250 000 Euro aus der Zweitwohnungssteuer, aber auch über Kostenersparnisse wie 11000 Euro für Beleuchtung, freut sich die Gemeinde. Grafik: Klinger
  • VonElisabeth Kirchner
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Gstadt steht finanziell gut da: Sie hat Kosten gespart und sich ein sicheres Polster schaffen können. Der Gemeinderat hat den Haushalt 2021 mit einem Gesamtvermögen von über acht Millionen Euro geschlossen verabschiedet.

Gstadt – „Ein sehr, sehr positiver Haushalt“: So stellte Gstadts Geschäftsleiter Thomas Wagner den Haushaltsplan 2021 mit einem Gesamtvolumen von 8,39 Millionen Euro dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vor. Seit vielen Jahren schon sei die Gemeinde schuldenfrei.

Positiv fielen heuer die Schlüsselzuweisungen (313.000 Euro) und die erstmalig erhobene Zweitwohnsteuer (250.000 Euro) auf. Gegenüber dem Vorjahr sind im Verwaltungshaushalt 40,59 Prozent beziehungsweise 1,57 Millionen Euro mehr angesetzt, im Vermögenshaushalt rund 1,61 Millionen Euro mehr.

Luftreiniger für die Kleinsten und Schüler

„Die äußerst vorsichtige Haushaltsplanung“ sei Corona geschuldet, so Wagner. Gleichwohl habe man über die Jahre vorausschauend Rücklagen – „aktuell gut 3,2 Millionen Euro“ – gebildet. Die Hebesätze bei der Grundsteuer A und B werden jeweils mit 300 und die Gewerbesteuer mit 320 v H. festgelegt. Die Kassenlage war im Haushaltsjahr 2020 geordnet. Kassenkredite in Höhe von 100.000 Euro mussten nicht in Anspruch genommen werden. „Für die kommenden drei Jahre sind keine Kreditaufnahmen vorgesehen. Stattdessen soll mit Entnahmen beziehungsweise Zuführungen aus den Rücklagen gearbeitet werden“, hieß es, wobei ein gleichmäßiges Gewerbesteueraufkommen von jährlich 1,3 Millionen Euro vorausgesetzt wird.

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Wagner ging auf einige ausgewählte Zahlen aus Verwaltungs- und Vermögenshaushalt ein. Die Personalausgaben und die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft schlagen heuer mit 810.800 Euro (im Vorjahr 754.800 Euro) zu Buche.

Erhöhung der Abwasser- und Wassergebühren

Im Zusammenhang mit dem temporären Umzug der Verwaltungsgemeinschaft ins Gemeindehaus Gollenshausen sind an Einnahmen im Verwaltungshaushalt 14.000 Euro aus Mieteinnahmen angesetzt, aber auch 10.000 Euro, die als „Kosten beim Ausmisten und bei der Archivierung“ anfallen, wie Wagner es beschrieb. Der Kauf mobiler Luftreiniger für Kindergarten und Schule, die anstehende Digitalisierung während der Sommerferien und der Beitrag zum Mittelschulverband seien ebenfalls im Verwaltungshaushalt 2021 eingeplant.

Auffallend seien die niedrigen Stromkosten für die Ortsbeleuchtung: Durch die Umstellung auf LED – der Ortsteil Gollenshausen steht noch aus – haben sich hier die Kosten im Vergleich zum Vorjahr um 5000 auf 11.000 Euro reduziert. Die Erhöhung der Abwasser- und Wassergebühren sei „absolut richtig“ gewesen, so Wagner. 176.000 Euro sind heuer für Kanalnutzungsgebühren und 102.000 Euro für Wasserverbrauchsgebühren angesetzt.

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Die eine Viertel Million Euro schwere Zweitwohnungssteuer sei erfreulich, da diese der Gemeinde zu 100 Prozent verbleibt. Generell erwarte er, so Wagner, knapp 2,06 Millionen Euro mehr an Steuereinnahmen, allgemeinen Zuweisungen und Umlagen, denen allerdings auch 1,107 Millionen Euro an Ausgaben gegenüberstehen. Wagner ging ferner auf ausgewählte Investitionen für das laufende und für die kommenden Jahre ein. Sei es bei der Feuerwehr und dem Brandschutz (bis 2024 425.000 Euro), bei der Zuwendung für Kirchen (bis 2024 20.000 Euro als Zuschuss zur Fassadensanierung), bei Straßenbau, Bauhof, Grunderwerb (bis 2024 850.000 Euro) oder die Abwasserbeseitigung (bis 2024 1,05 Millionen Euro).

Lob für die „umsichtige Planung“

Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) sah die Zahlen ähnlich positiv wie Wagner: „Eine umsichtige Planung“, bei der die Rücklagen sehr wichtig sind. Er dankte der Verwaltung und dem Finanzausschuss für die geleistete Vorarbeit.

Da keine Nachfragen aus dem Gemeinderat kamen, stellte er die Haushaltssatzung mit einem Vermögenshaushalt in Höhe von 5,44 Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt mit 2,95 Millionen Euro zur Abstimmung. Der Haushaltssatzung und der Finanzplanung und Investitionsprogramm zum Haushalt 2021 – mit einer Wiedervorlage im Dezember – stimmten die Gemeinderäte geschlossen zu.

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