Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Haftantritt wegen gefährlicher Körperverletzung

Haft in Deutschland statt Asyl in Holland - Bundespolizisten nehmen gesuchten Straftäter (23) in München fest

Immer wieder verfangen sich flüchtige Straftäter im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Flughafen München. Bei den Bundespolizisten endet für sie die Reise dann erst einmal.
+
Immer wieder verfangen sich flüchtige Straftäter im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Flughafen München. Bei den Bundespolizisten endet für sie die Reise dann erst einmal.

Flughafen München - Ein 23-jähriger Straftäter wurde verhaftet, als er aus den Niederlanden wieder nach Deutschland zurück geschickt wurde. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Er war im Frühjahr 2016 auf der Suche nach Asyl nach Deutschland gekommen. Schon damals war absehbar, dass er nicht bleiben darf. Folglich hatten die Behörden in der Bundesrepublik ihm die Abschiebung angedroht. Vor etwa einem Jahr hat er dann die Bundesrepublik verlassen; jedoch wohl nicht aus Einsicht im Hinblick auf die gesetzlichen Regeln in Europa, sondern eher auf der Flucht vor einer Gefängnisstrafe.

Am Dienstag (24. November) haben Bundespolizisten den mit Haftbefehl gesuchten nigerianischen Staatsangehörigen festgenommen und ihn tags darauf ins Gefängnis gebracht. Der 23-Jährige war zuvor im Rahmen asylrechtlicher Vorschriften von den niederländischen Behörden zurück nach Deutschland geschickt worden. Bei seiner Ankunft am Münchner Airport klickten die Handschellen.

Der Nigerianer war bereits im März 2016 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen. Hier hatte er in einer Unterkunft im oberbayerischen Ingolstadt gelebt. Der Westafrikaner sollte auch relativ schnell mitgeteilt bekommen, dass er nicht bleiben darf. Zudem war er Mitte letzten Jahres in den Fokus der oberbayerischen Strafverfolgungsbehörden gerückt, bevor er Ende letzten Jahres von der Bildfläche verschwand.

Grund für sein Verschwinden war wohl einerseits, dass seine Chancen auf Asyl in Deutschland gegen Null gingen, ihm bereits Anfang 2017 sogar schon die Abschiebung angedroht und er mir einem Aufenthaltsverbot belegt worden war. Andererseits mögen auch Probleme mit der bayerischen Justiz seine Reisepläne beeinflusst haben.

Kurz vor seinem Verschwinden hatte nämlich die Staatsanwaltschaft in Ingolstadt die Ermittlungen gegen den heute 23-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Nachdem der Nigerianer aber dann für die Ermittler nicht mehr greifbar war, hat ein Ermittlungsrichter in der Audi-Stadt im August 2019 einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten ausgestellt. Mit diesem Haftbefehl hatte der ermittelnde Staatsanwalt anschließend bundesweit nach dem Untergetauchten suchen lassen.

Der Gesuchte hatte sich tatsächlich in die Niederlande abgesetzt und dort erneut Asyl beantragt.

Die dortigen Behörden haben ihn schließlich gestern nach den Regeln des Dubliner Übereinkommens wieder nach Deutschland geschickt. Als die Bundespolizisten am Moos-Airport den Afrikaner bei seiner Ankunft aus Amsterdam in Empfang nahmen, fiel ihnen die Fahndungsnotiz ins Auge. Die Beamten nahmen den Mann fest und lieferten ihn heute Mittag auf richterliches Geheiß in die Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen ein.

Pressemitteilung Bundespolizei Flughafen München

Kommentare