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Registrierung zur Corona-Impfung

Doppelte Anmeldung zur Impfung: Regionale Ärzte klagen über Aufwand mit „Karteileichen“

Wer seine Corona-Impfung bekommen hat, sollte weitere Registrierungen wieder löschen: Das mahnen die Haus- und Fachärzten in der Region Rosenheim an.
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Wer seine Corona-Impfung bekommen hat, sollte weitere Registrierungen wieder löschen: Das mahnen die Haus- und Fachärzten in der Region Rosenheim an.

Den Haus- und Fachärzten in der Region Rosenheim macht der Mangel an Disziplin der Patienten zu schaffen. Denn offenbar haben sich viele Menschen bei mehreren Ärzten und auch dem Impfzentrum vormerken und registrieren lassen, um so die Chance auf eine Impfung zu erhöhen. Die Abmeldung aber vergessen viele.

Landkreis Rosenheim –Die Karteileichen machen den Ärzten zusätzliche Arbeit. „Wir haben viele Patienten, die auf der Liste stehen, die gar nicht mehr aktuell sind“, sagt Andreas Weidinger, Hausarzt aus Grassau. Die Organisation der Termine und die Zuteilung der Impfdosen so hinzubekommen, sei ein Problem. Ein großes sogar. Denn, so sagt Weidinger, die Zahl der „Abmelder“ liege bei gerade mal zehn Prozent.

Einteilung der Termine zusätzlicher Aufwand

Der Knackpunkt: Die Mitarbeiter in den Arztpraxen haben mit der Einteilung der Termine alle Hände voll zu tun. Oft rufe man einen Menschen mehrmals an, ohne ihn zu erreichen. Geht er dann endlich ans Telefon, erfahre man, dass derjenige schon geimpft sei, hört man etwa von der Praxis Reiner Bunse in Tuntenhausen.

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Wie eine Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen bei Haus- und Fachärzten in der Region ergab, haben die meisten Praxen mittlerweile eine Mitarbeiterin extra für die Terminvergabe eingeteilt, geimpft wird an einem festen Tag. Florian Bonke mit seiner Corona-Schwerpunkt-Praxis kennt das Problem, versichert aber, die Termine „dank meines hervorragenden Teams“ noch einigermaßen unterzubringen. „Es hakt immer irgendwo, aber die Impfkampagne geht voran.“

Nur wenig Zeit, um zu reagieren

Ein Problem ist, dass die Arztpraxen Impfstoffdosen bestellen, dann Nachricht erhalten, wie viel sie tatsächlich erhalten werden, und schließlich zu Beginn der Woche die tatsächliche Menge geliefert bekommen, die wiederum längst nicht immer den angekündigten Unfang hat. Die Impfstoffe aber sind nicht unbegrenzt haltbar, somit bleibt den Praxen nur wenig Zeit, Termine zu vereinbaren.

Zum kurzen Vorlauf kommen Papierkram und Beratungsbedarf. Viele Ärzte klagen über die Nachlässigkeit bei der Registrierung, die eine zügige Vergabe der Termine erschwere. „Wenn sich die Leute nicht abmelden, bläht das die Wartelisten einfach unnötig auf“, sagt Andreas Weidinger.

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