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Der Künstlerhof „Zahn am Bach“ in Prien am Chiemsee vorgestellt

Was hat es eigentlich mit diesem Gesellen auf sich? - So könnt Ihr es erfahren

Dieser Geselle an der Hochriesstraße mag manchem in Prien aufgefallen sein. Was es damit auf sich hat, kann man derzeit im Rahmen der „KunstZeit“ beim Künstlerhof „Zahn am Bach“ erfahren.
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Dieser Geselle an der Hochriesstraße mag manchem in Prien aufgefallen sein. Was es damit auf sich hat, kann man derzeit im Rahmen der „KunstZeit“ beim Künstlerhof „Zahn am Bach“ erfahren.

Etwas am Ortsrand von Prien am Chiemsee gelegen findet sich an der Hochriesstraße der Künstlerhof „Zahn am Bach“. Am Rande der „KunstZeit“ in der Gemeinde stellt ihn euch rosenheim24.de vor.

Prien am Chiemsee - Manch einem, der die Hochriesstraße Richtung Bernauer Straße, etwa auf der Rückkehr vom Einkauf beim Rewe-Supermarkt entlanggefahren ist, mag er bereits aufgefallen sein: Ein seltsamer Geselle im blauen Kapuzenpullover und Jeans. Mal sitzt er auf einem Kreis aus Holzscheiten. Mal lehnt er, als habe er etwa zu tief ins Glas geschaut, dagegen. „Das ist unsere eigene künstlerische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Geschehen rund um die Corona-Krise“, verrät Albert Bauer, einer der Beteiligten des Künstlerhof „Zahn am Bach“ in Prien gegenüber rosenheim24.de. „Die Demonstrationszüge gegen die Maßnahmen sind hier ja auch öfters mal vorbei gekommen.“ Wer mehr wissen will, sollte die Gelegenheit nutzen und im Rahmen der Priener Kunstzeit 2021 einmal vorbeischauen, um sich das Projekt genau erklären zu lassen.

Auch Künstlerhof „Zahn am Bach“ ist 2021 bei der „KunstZeit“ in Prien am Chiemsee dabei

2019 hatten die Prien Marketing GmbH und der Kulturförderverein erstmals eine Priener Kunstnacht auf die Beine gestellt. Die Resonanz darauf war so gut, dass rasch eine Wiederholung beschlossen wurde. Aber dann kam Corona und die Initiatoren erfanden im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 kurzerhand die „Priener KunstZeit“ (Plus-Artikel rosenheim24.de). Nun wird diese heuer bereits ihre zweite Auflage erleben (Plus-Artikel rosenheim24.de). Dabei stellen zahlreiche örtliche Geschäfte ihre Schaufenster für die Präsentation von Kunstwerken von Schaffenden aus der Region zur Verfügung (Plus-Artikel rosenheim24.de). Daneben gibt es Ausstellungen in den drei Museen des Ortes, Kunst unter freiem Himmel im öffentlichen Raum und die Gelegenheit, geöffnete Künstlerateliers zu besuchen.

Auch der Künstlerhof „Zahn am Bach“ an der Hochriesstraße ist mit dabei. Dort kann man bei einer Reihe von Terminen, am 25. Juni, und dem 09. und 23. Juli jeweils ab 19 Uhr die Werke der dort tätigen Künstler und Kunsthandwerker besichtigen und deren Ateliers kennenlernen. Der Hof ist idyllisch am Ortsrand gelegen. Bei gutem Wetter kann man bis zur nahen Kampenwand blicken. Der Verkehrslärm der beiden vielbefahrenen Straßen in der Nähe ist kaum wahrnehmbar.

Mehr zur „KunstZeit“ in Prien am Chiemsee:

Die „KunstZeit“ findet noch bis zum 1. August statt. Ein Faltblatt sowie weitere Informationen sind im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, unter Telefon 0 80 51/69 05 0 oder per Mail an info@tourismus.prien.de sowie im Internet unter www.tourismus.prien.de erhältlich.

Durch Zufall entstanden

Doch was ist der „Künstlerhof“ eigentlich und wie ist er entstanden? „Der Künstlerhof kam mitten im Winter vor einigen Jahren zu Stande, weil zwei Dinge zusammenfielen: Die kündigungsbedingte Schließung meines Ateliers und Pläne für ein Werkstatttheater von Achim Schelhas“, erinnert sich Malerin Anita Kofler, eine der Initiatorinnen von Zahn Am Bach. „Wir wollten  einen Raum zu schaffen in dem Neues entstehen kann: Werkstätten und Ateliers, die Künstler und Handwerkern die Möglichkeit bieten in bezahlbarem Raum kreativ zu werden. Durch Zufall stießen wir auf diesen ehemaligen, denkmalgeschützten Bauernhof. Wir stellten dem Eigentümer unser Konzept vor und er war rasch dafür gewonnen.“

Von links: Zimmerermeister Andreas Reisinger, Malerin Anita Kofler, Holz-Bildhauer Peter Rappl und Albert Bauer.

Der komplette Hof wurde in der Folge Stück für Stück entrümpelt und aus Wohnstube und Kuhstall wurden Atelier und Handwerker-Werkstatt. Miete und Unterhalt des Gebäudes werden durch den eigens gegründeten Verein Hand.Werk.Kunst.e.V. getragen. „Alle die hier tätig sind zahlen in diesen ein. Er ist ausdrücklich nicht gewinnorientiert. So wollen wir künstlerisches Schaffen ohne irgendwelche Zwänge oder Einschränkungen ermöglichen.“ Inzwischen ist es eine ganze Bandbreite kreativen Schaffens, die hier am Rande von Prien Einzug gehalten hat. „Alle möglichen Künstler, Kunsthandwerker und auch Handwerker sind hier vertreten. Aktuell sind es Anita Kofler (Malatelier), Andreas Reisinger (Zimmerermeister), Peter Rappl (Bildhauer), Albert Bauer (Industriedesign), Larissa Mazbouh (bildnerische Kunst), Jakob Mühlrath (Bildhauer-Atelier), Theatergruppe Vogelfrei mit Dani Wolf und Tobi Grill (darstellende Kunst), Nico Veritsis (Lederhandwerk), Heidi Frank (bildnerische Kunst) und extern gerade Nicola Kötzerl (Studentin der Akademie der bildenden Künste München).

Alles zum Künstlerhof „Zahn am Bach:

Der Künstlerhof befindet sich an der Hochriesstraße 53 in Prien. Alle Infos zum Künstlerhof, dem Verein und den dort tätigen Künstlern findest du auf deren Website, Anfragen können gerne an zahnambach@gmail.com gestellt werden.

„Es ist wirklich toll, was wir hier nun für ein vielfältiges Werkstattkollektiv  geworden sind“, freut sich Kofler. „Inzwischen findet auch unsere Musik- und Theaterbühne reichlichen Zuspruch. Wie auch unser Vermieter ist auch die Gemeinde inzwischen unserem Projekt sehr verbunden. Wir sind sehr froh, dass heuer die ‚KunstZeit‘ wieder stattfinden kann. Das wird eine tolle Gelegenheit, endlich wieder den Kontakt und Austausch mit den Leuten zu finden.“

hs

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