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Wochenbericht: Die Lage am 28. Mai

Corona-Pandemie: Stadt und Kreis Rosenheim stehen vor den nächsten Lockerungen

In den meisten Gemeinden der Region Rosenheim sind die Corona-Fallzahlen weiter rückläufig.
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In den meisten Gemeinden der Region Rosenheim sind die Corona-Fallzahlen weiter rückläufig.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Die Infektionskurve geht bergab, die Stimmungskurve steigt: Die kreisfreie Stadt Rosenheim lag am Freitag, 28. Mai, den fünften Tag in Folge unter 50. Damit könnten am Sonntag in Rosenheim weitere Lockerungen wie der Zutritt zur Außengastronomie ohne Test kommen. Auch im Landkreis entspannt sich die Lage.

Rosenheim – Es geht aufwärts, mit den Temperaturen wie mit der Stimmung. Im Sinkflug dagegen die Zahlen der Ansteckungen. Sollte sich der Corona-Trend fortsetzen, dürften ab Dienstag Erleichterungen auch für den Landkreis folgen, etwa mit der Öffnung von Geschäften, entsprechende Hygienemaßregeln vorausgesetzt. Und die Region Rosenheim ist noch nicht mal eine Insel der Seligen, auch bei den Nachbarn entspannt sich die Lage. Der Landkreis Traunstein liegt bei einer Inzidenz von 45,1 und ist damit ebenfalls ab Juni zu Öffnungen berechtigt.

Im Landkreis Rosenheim ein stabiler Trend bergab

Am gestrigen Freitag, 0 Uhr, lag die Sieben-Tagesinzidenz für den Landkreis bei 36,0, für die Stadt bei 44,1. Das sind Werte, wie sie seit Anfang Oktober nicht mehr festgestellt worden waren. Am Dienstag wurde am Gesundheitsamt für den Landkreis Rosenheim keine einzige Neuinfektion registriert. Im Landkreis sinkt die Kurve stetig, während es in der kreisfreien Stadt noch Ausschläge gibt. Einige wenige Neuinfektionen könnten die Stadt also ihre Fortschritte kosten.

Dr. Wolfgang Hierl. Leiter des Gesundheitsamtes, zeigte sich denn auch erleichtert über den Rückgang der Infektionen. „Erfreulicherweise ist die dritte Welle in Stadt und Landkreis gebrochen, das Infektionsgeschehen befindet sich in einem stabilen und schnellen Abwärtstrend.“ Allerdings beschleiche ihn ein „leichtes Unbehagen“, wenn er das Treiben etwa in den Fußgängerzonen sehe, sagte Hierl.

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Die britische Variante macht den Großteil der Infektionen aus

Stabil erscheint die Lage auch mit Blick auf die so genannten bedenklichen Varianten des Corona-Virus, die Variants of Concern (VOC). Sie machen nach wie vor den größten Teil der Infektionen aus, im Mai lag ihr Anteil bei etwa zwei Dritteln. Bislang registrierte das Gesundheitsamt 2883 Fälle von VOC, wobei die britische Variante B.1.1.7 dominiert.

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Wie berichtet, gab es zu Beginn des Jahres einen Fall mit einer südafrikanischen Variante, drei Fälle entfallen auf die brasilianische Variante P.1.

Vergangene Woche waren zudem zwei Fälle der indischen Variante B.1.617.2 festgestellt worden, und zwar bei Menschen, die sich zuvor nicht in Gegenden mit besonderer Verbreitung dieser Mutation aufgehalten hatten.

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Das Gesundheitsamt hatte dazu Nachforschungen angekündigt. „Bislang konnten unsere Ermittlungen keine Ursache für eine relevante Infektionsquelle ergeben“, hieß es dazu aus dem Landratsamt. Es seien aber auch keine Folgefälle bekannt geworden.

Impfungen fallen mehr und mehr ins Gewicht

Der Rückgang der Infektionen ist sicherlich auch dem Fortgang der Impfkampagne geschuldet. Insgesamt sind seit Impfstart Ende vergangenen Jahres etwa 120.300 Impfungen vorgenommen worden, vor allem im gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim auf der Loretowiese.

81.100 davon waren Erstimpfungen, 39.156 Zweitimpfungen. Seit Ende März ist das zweite Impfzentrum auf der Loretowiese in Betrieb, sodass – stets abhängig von der verfügbaren Menge an Impfstoff – die Kapazität des Impfzentrums deutlich erhöht werden konnte.

Seit Ende März, in größeren Umfang seit der zweiten Aprilwoche werden Impfungen auch in Arztpraxen durchgeführt. Bis einschließlich Donnerstag verabreichten die niedergelassenen Ärzte bereits 50.748 Erst- und Zweitimpfungen.

Noch immer sterben Menschen an Corona

Auch wenn die dritte Welle der Pandemie tatsächlich auszulaufen scheint, so sterben doch immer noch Menschen in Zusammenhang mit Covid-19. Zwei Tote verzeichnete das Gesundheitsamt vergangene Woche, insgesamt sind es 511. Seit vergangenem Freitag wurden dem Gesundheitsamt 196 neue Fälle für die Region gemeldet, in der Woche zuvor waren es 302 gewesen.

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Bisher sind insgesamt 17 496 Fälle von Covid-19 registriert (Landkreis: 13 634, Stadt: 3 862. 16 103 Infizierte gelten als genesen. Die Entspannung zeichnet sich auch in den Krankenhäusern ab. 65 (vergangenen Freitag: 71) Covid-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis stationär behandel, 19 davon (20) auf einer Intensivstation.

Drei von vier Neuinfizierten seit April wurden in dem Altersbereich zwischen 15 und 59 Jahren festgestellt, nur 2 Prozent waren 80 Jahre und älter.

Mit rund 260 Fällen war vor allem die Altersklasse zwischen 20 und 24 stark vertreten. Neben Rosenheim wurde lediglich für Bad Aibling noch eine zweistellige Zahl an Infektionen registriert (11).. Nach wie vor ist das private Umfeld der Menschen das coronaträchtige Pflaster: 72 Prozent der Infektionen ereignen sich im Kreis von Freunde und Bekannten sowie innerhalb der Familie.

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