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Inzidenz stabil unter 50: Weitere Corona-Lockerungen

Weg mit den „3 G“ in Sachen Corona: Wasserburg blüht auf

Erstmals in diesem Jahr: Richard Kröff (60, links) und sein Kompagnon Hilmar Henjes (52) sitzen draußen im Café Deliano, wo sie sich Wurstsalat schmecken lassen, serviert von Maria Gebert. Im Außenbereich des Cafés in der Hofstatt ist an diesem sonnigen Montag kaum ein Platz mehr frei. Die 31-jährige Stewardess hat in Wasserburg eine neue Arbeit gefunden – und in der kennt sie sich aus: „Ich komme ja aus dem Gastgewerbe.“
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Erstmals in diesem Jahr: Richard Kröff (60, links) und sein Kompagnon Hilmar Henjes (52) sitzen draußen im Café Deliano, wo sie sich Wurstsalat schmecken lassen, serviert von Maria Gebert. Im Außenbereich des Cafés in der Hofstatt ist an diesem sonnigen Montag kaum ein Platz mehr frei. Die 31-jährige Stewardess hat in Wasserburg eine neue Arbeit gefunden – und in der kennt sie sich aus: „Ich komme ja aus dem Gastgewerbe.“
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Wasserburg blüht auf: Am Wochenende war die Stadt so voll wie seit Monaten nicht mehr. Am Dienstag, 1. Juni, machen weitere Lockerungen aufgrund der konstant stabilen Inzidenz im Landkreis Rosenheim unter der magischen Zahl 50 Hoffnung auf Rückkehr zu einem – fast – normalen Leben.

Wasserburg – Lange Schlangen auf Abstand vor den Eisdielen, durch die Stadt schlendernde Ausflügler, volle Café-Terrassen: Wasserburg wirkte am Wochenende, als hätte es die Pandemie nie gegeben. Nur die allgegenwärtige FFP-2-Maske zeigte: Noch ist die Corona-Krise nicht vorbei.

Weiterer Schub für die Gastronomie

Ab dem 1. Juni erwarten die Gastronomen einen weiteren Stimmungsimpuls: Denn die ungeliebten „3 G“– der Nachweis, getestet, geimpft oder genesen zu sein – ist in vielen Bereichen des täglichen Lebens nicht mehr notwendig.

„Wir sind doch nicht die Polizei“

„Endlich“, sagt Christine Deliano, Geschäftsführerin der Wasserburger Backstube. Dass die drei „G“ entfallen, sei eine große Erleichterung für die Gastronomie. Die Bedienungen sahen sich nach ihrer Erfahrung seit der Wiedereröffnung in Rollen gedrängt, die sie nur ungern übernehmen: Sie mussten die Gäste fragen, ob sie geimpft oder genesen seien oder einen Test vorlegen könnten.

„Wir sind doch keine Polizei“, sagt Deliano. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten unangenehme Fragen stellen – unter anderem, ob die Gruppe, die Platz nahm, wirklich aus einem Haushalt stammt – Bedingung bis gestern, um die „3 G“ zu umschiffen.

So viele Wohngemeinschaften wie nie zuvor

„Unglaublich, wie viele Wohngemeinschaften wir auf einmal da hatten“, erinnert sich Deliano schmunzelnd. Unangenehm sei es außerdem gewesen, Gäste aufzufordern, den Impfpass zu zeigen. Als „übergriffig“ habe das Personal dies empfunden. „Wir haben uns einfach sehr unwohl gefühlt“. Ab heute dürfen die Gäste wieder kommen, ohne sich erklären, Testergebnis beziehungsweise Impfpass oder Genesungsbestätigung vorlegen zu müssen.

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Vom Glück, endlich wieder Gast zu sein

Viele haben dies in den vergangenen Tagen seit der Wiedereröffnung der Außengastronomie trotzdem gerne getan. „Denn die meisten sind so glücklich, endlich wieder Gast sein zu dürfen“, stellt Deliano fest.

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„Die Lust am Shoppen ist wieder da“, freut sich auch Moritz Hasselt, Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsverbandes Wasserburg (WFV) als Vertreter der Geschäftsleute. Wenn am Dienstag, 1. Juni, die Pflicht fällt, nachzuweisen, getestet, geimpft oder genesen zu sein, oder einen Termin für einen Geschäftsbesuch zu buchen, erwartet Hasselt einen weiteren Schub. Und auch in den Geschäften wieder Menschen, die nicht nur da sind, weil sie etwas Bestimmtes dringend benötigen, sondern, weil sie sich inspirieren lassen, einfach mal vorbeischauen – „Lustshopping“ halt.

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Ab dem 1. Juni ist dieses spontane Einkaufen – ohne Terminpflicht – wieder möglich, was auch die Tagesausflügler motivieren wird, die Innstadt anzusteuern, wie die Touristinfo betont.

Stadtführungen finden wieder statt

Auch die Stadtführungen finden wieder statt. Mittwoch, 2. Juni, geht es los mit den ersten Angeboten: der Tour zum Thema „Magentratzerl“. „Ein Bremsklotz entfällt“, freut sich Stadtführerin Irene Kristen-Deliano über die neuen Lockerungen, die eine Punktlandung zum Stadtführungsstart hinlegen.

Wer teilnehmen möchte, muss nicht mehr die „3 G“ erfüllen. Kontakterfassung: ja, aber vorher zum Test oder den Impfpass sowie die Bestätigung, genesen zu sein, einpacken: Das ist nicht mehr nötig. Spontan etwas unternehmen: Ab heute geht das wieder. „Die Stimmung wird besser. Wir erobern die Normalität zurück“, freut sich Hasselt.

Löwen schließen – vorerst – zwei ihrer drei Testzentren

Die Löwen reagieren auf den niedrigen Inzidenzwert im Landkreis und schließen (vorerst) zwei ihrer drei Testzentren. Ab Mittwochmittag wird im Bahnhof Reitmehring nicht mehr getestet und auch die Teststation im Rathaus macht ab kommendem Wochenende nicht mehr auf. Da der Inzidenzwert im Landkreis Rosenheim seit fünf Tagen unter 50 liegt (Stand 31. Mai, entfällt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens die Testpflicht, weshalb entsprechend auch weniger getestet wird.

Um den Bürgerinnen und Bürgern in und um Wasserburg weiterhin die Möglichkeit zum Testen zu geben, bleibt das Testzentrum an der Landwehrstraße geöffnet. Supervisor Fabian Worm betont, dass die Löwen die Pandemie-Entwicklung genau verfolgen und den Umständen entsprechend flexibel und schnell reagieren können: „Wir stehen seit Wochen und Monaten auch an Sonn- und Feiertagen im Dienste der Gesellschaft, dies wird auch so bleiben. Sollte es die Situation erfordern, werden wir die beiden Testzentren wieder öffnen.“

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