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Nachfrage merklich gestiegen

Lange Schlangen vor Rosenheimer Testzentren bergen auch Konfliktpotenzial

Lange Schlangen vor den Testzentren in der Region, wie auch hier vor dem Kaufland im Aicherpark.
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Lange Schlangen vor den Testzentren in der Region, wie auch hier vor dem Kaufland im Aicherpark.

Seit dem 13. November sind wieder kostenfreie Bürgertests möglich. Das merken auch die örtlichen Betreiber, die derzeit einem Ansturm an Testwilligen begegnen. Das birgt im ein oder anderen Fall auch Konfliktpotenzial.

Von Kilian Schmöller

Rosenheim Warten, warten und noch mal warten ist zurzeit vor den Testzentren in der Region angesagt. Genau wie die Corona-Zahlen steigen, werden auch die Schlangen vor den Teststationen immer länger. In Anbetracht der sich immer weiter zuspitzenden Lage ist das kein Wunder: So fordern allein die neuen Auflagen vermehrte Tests, um an vielen Bereichen des öffentlichen Lebens weiter teilnehmen zu können. Aber wie die Betreiber der Testzentren berichten ist die Situation vielschichtiger als es auf den ersten Blick scheint.

Ansturm hat sich verdoppelt

Der Kreisgeschäftsführer des BRK Rosenheim, Martin Schmidt, macht die Wiedereinführung der kostenfreien Tests seit dem 13. November und die Notwendigkeit im Alltag als Grund für die Entwicklung aus. „Die erneut aufflammende Beteiligung macht uns insofern zu schaffen, als wir erst kürzlich unsere Kapazitäten verringert haben, von neun auf fünf Teststationen.

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Außerdem sind viele unserer temporären Mitarbeiter wieder in ihre ursprünglichen Berufe zurückgekehrt“, meint Schmidt. Die plötzliche Verdopplung der Besucher – allein in den vergangenen beiden Wochen – habe sich deshalb so deutlich niedergeschlagen.

Schnelltest in der Mittagspause

Insbesondere in den Mittagsstunden seien die Stationen besonders gut besucht, sagt Schmidt: „Viele nutzen ihre Mittagspause für einen Schnelltest. Dafür entscheiden sich aber so viele Menschen, dass wir teilweise gar nicht mehr alle testen können. Wir versuchen unser Bestes, aber haben einfach zu wenige Mitarbeiter um dem Ansturm in den Mittagsstunden Herr zu werden.“

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Das BRK setze aber alles daran, jedem einen Test zu ermöglichen, weshalb in den nächsten Tagen unteranderem die Teststation in Bad Endorf wieder eröffnet wird.

Zu Mittagszeiten herrscht Hochbetrieb

Auch Andrija Horvat, Geschäftsführer der regionalen Firma MediPrime, stimmt mit Schmidt überein. Er spricht sogar von einer Steigerung um bis zu 300 Prozent: „Vor etwa zwei Wochen hatten wir an unseren Stationen immer etwa 200 Testungen pro Tag. Jetzt bewegen wir uns in einem Rahmen von 400 bis 600 Tests.“ Mit der hohen Zahl habe es aber auch vermehrt positive Ergebnisse gegeben. Dieser Trend setze sich bis jetzt auch weiter fort, berichtet Horvat, weshalb inzwischen täglich positive Tests aufträten.

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Was die Lage der Testzentren in den nächsten Wochen betrifft sind sich die Betreiber aber einig: „Das ist noch ein Blick in die Glaskugel“, meint Schmidt. Er ergänzt, man könne lediglich davon ausgehen, dass durch den kommenden Lockdown wieder weniger Menschen vor den Teststationen warten werden.

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Andrija Horvat kann sich aber auch eine Entwicklung in die gegensätzliche Richtung vorstellen: „Die Arbeitnehmer müssen sich schließlich weiterhin testen und auch in Familien steigt der Trend zum Test als Eigen- und Fremdschutz.“ Wie so vieles in diesen Zeiten ließen sich bisher aber einfach keine genauen Prognosen treffen.

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